Sucht im Alter

Ich habe grade (wieder einmal) eine Studie gelesen zur Suchterkrankung alter Menschen. Die neuesten Erhebungen stammen vom Anfang dieses Jahres. Nach dieser Studie nehmen etwa 50 % der Menschen über 60 Jahren regelmäßig Alkohol zu sich, davon trinken ca. 15% bis zu 2 Bier am Tag (das ist schon riskant, weil es zu körperlichen bzw. geistigen Erkrankungen führt), etwa 10 – 20 % der Männer trinken mehr, weitere 2-3% sind alkoholkrank. Die Mengen scheinen gering zu sein, doch wirkt der Alkohol im Alter schneller und intensiver, weil sich das Verhältnis von Wasser und Fettgewebe verändert, d.h weniger Alkohol bewirkt im Alter mehr als früher.

Dazu kommen im Alter vor allem auch der notwendige Gebrauch, aber auch der Missbrauch von Medikamenten. Hier gibt es noch wenig Bewusstsein für die Wechselwirkung von Alkohol und Medikamenten – und zwar auch bei Ärzten bzw. Pflegepersonal.

Lohnt sich Hilfe bzw. Abstinenz? Alle Untersuchungen sagen: In jedem Fall. Die Lebensqualität steigt wieder an, die Gesundheit wird wieder besser, die geistige Aktivität nimmt wieder zu, die Kontakte werden stabiler. So möchte ich alle Menschen ermutigen, sich (etwa bei der Caritas) Hilfe zu holen. Den Altenheimen biete ich dazu (wie bisher auch schon) Fortbildungen für ihr Personal an.

 

 

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