4. Besuchsdienstkurs beendet

Bereits zum vierten Mal hat das Katholische Kreisbildungswerk einen Kurs angeboten, bei dem die Teilnehmer für den Besuchsdienst im Krankenhaus bzw. Altenheim geschult wurden. Die Leitung des Kurses lag wieder bei Martin Kuhn, Seelsorger im Kreiskrankenhaus und im Caritas – Hl. Geist-Spital und bei Michael Tress, Seelsorger für die Senioren imDekanat Mühldorf. Zwölf Frauen haben sich an sieben sehr intensiven Nachmittagen mit Themen wie Krankheit, Demenz, Alter, Tod und Spiritualität auseinandergesetzt. Manches sehr Persönliche ist dabei aufgebrochen und konnte im vertrauensvollen Umgang angeschaut werden. Einer der Referenten, Hubert Gallenberger, Klinikseelsorger in Trostberg, hatte gemeint, dass die eigene Persönlichkeit ja das Wesentliche ist, das die Besucher ihren Besuchten mitbringen können – neben der Zeit, dem offenen Ohr, der treuen Beständigkeit, wie Gabi Dorn vom Seniorenzentrum Sonnengarten ausführte. Sabine Brantner vom Anna-Hospiz-Verein machte auf die Wertschätzung aufmerksam, die gerade für an Demenz Erkrankte wichtig ist, vermittelt auch über Blick- und Körperkontakt.

Der Dienst der Besucher ist ein Angebot aus dem christlichen Glauben heraus und hilft gerade den Menschen, die in ihrer schweren Lebenssituation wenig oder gar keinen Besuch erhalten. Sie sind sehr darauf angewiesen, nicht vergessen, sondern begleitet zu werden, sich aussprechen zu können, Nähe und Zuwendung zu erfahren. Der Besuchsdienst ist auch ein Dienst an der Gesellschaft, wie eine Teilnehmerin formulierte, denn die Achtsamkeit für das eingeschränkte Leben macht unsere Welt menschlicher. Und immer wieder berichten Besucher, wie viel Dankbarkeit, Freude und Erwartung ihnen für ihren wertvollen Dienst vom Besuchten zurückkommt.

 

 

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