Märchen in der Pflege Demenzkranker

In der heutigen Ausgabe der SZ wird auf der Titelseite unter dem Titel „Unvergesslich“ von einem Modellprojekt berichtet, das jetzt in Berlin startet.

In fünf Heimen soll etwa 100 Bewohnern, die alle an Demenz erkrankt sind, Märchen vorgelesen werden. Hintergrund ist die Beobachtung, dass Märchen seit der Kindheit im Gedächtnis der Menschen verankert sind, sie also einen hohen Wiedererkennungswert besitzen. Gleichzeitig bewirken die in der Regel gut ausgehenden Märchen eine emotionale Entlastung der Bewohner, vor allem jener, die viel Aggressivität im Alltag zeigen. Dies habe sich in einem kleinen Versuch schon so gezeigt, jetzt soll es ausgeweitet werden. „Wir erreichen nicht nur das Gedächntis der alten Menschen, sondern auch ihre Emotionen“ – so wird Frau Diane Dierking vom Deutschen Zentrum für Märchenkultur zitiert.

Dies möchte ich als Anregung weitergeben an alle Menschen, die mit an Demenz Erkrankten zu tun haben, vor allem wenn die Kommunikation mühsam geworden ist.

Hinzufügen möchte ich das Singen (viele kennen noch Volkslieder, manche sprechen auf die Schlager der 40er und 50er Jahre an) und aus eigener Erfahrung das Malen. Auch hier werden die Gefühle angesprochen und zum Ausdruck gebracht, beim Malen auch die Motorik trainiert. Und dann hat man schließlich auch ein sichtbares und vorzeigbares Erfolgserlebnis.

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