Fortbildung in der Biografiearbeit für unseren Besuchsdienst

Gestern war Frau Ingrig Brütting aus Landshut bei der Fortbildung für unseren Besuchsdienst im Krankenhaus bzw. in den Seniorenheimen.Sie brachte uns auf kurzweilige und unterhaltsame Art nahe, wie wichtig für uns selbst die Erinnerung ist und wie wertvoll die Erinnerung für ältere oder kranke Menschen sein kann. Dabei fußt die Erinnerung auf dem Erlebten, d.h. allem, was wir mit unseren vielen Sinnen erfassen und verarbeiten. Erinnerung ist also gerade nicht nur das Be- oder Gewusste, sondern läuft über die Sinne: Gerüche (z.B. der Backgeruch), Geräusche (Lieder), Geschmack (Essen und Trinken), Gefühl und Gespür. Als Anregung hat uns Frau Brütting das Brausepulver auf den Stuhl gelegt, das viele von uns noch aus der Kinderzeit kannten. 

Weitere Anregungen fanden sich in der Kreismitte wieder: die Kinderpuppe, die Schiefertafel, die Markenbutter, Bücher, Fotos von Gegenständen wie Klammern, Werkzeugen, Lebensmitteln. Auch für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sind solche Anregungen wichtig, selbst wenn sie nicht mehr auf einer sprachlichen Ebene kommentiert oder kommuniziert werden können.

In einer abschließenden Übung haben wir zu Stichworten eigene Erinnerungen erzählt: etwa: „der Geruch von daheim“ oder: „mein Lieblingslehrer“. Wiedermal hat sich gezeigt, dass die 2 1/2 Stunden viel zu kurz waren für das Gespräch. Wiedermal hat sich aber auch gezeigt, wie wichtig der Besuchsdienst ist, denn für die wichtige Erinnerungsarbeit fehlt dem Pflegepersonal oft die Zeit, manchmal auch die Schulung. So ist der Besuchsdienst eine notwendige Ergänzung in den Einrichtungen.

 

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