Neue Ideen zur Biografiearbeit – zur Einteilung der Lebensalter

In der letzten Woche hatte ich eine Fortbildung zur Biografiearbeit.

Eine Erkenntnis war eine neue Einteilung der Lebensalter. Hier scheinen sich in der Wissenschaft unterschiedliche Konzepte zu entwickeln mit immer mehr Differenzierungen. Im jetzt vorgestellten wurde nach der Kindheit und Jugend eine „Postadoleszenz“ eingeschoben, um die besondere Lebenssituation derjenigen sichtbar zu machen, die zwar schon eine Berufsausbildung hinter sich haben, aber aus finanziellen o. ä. Gründen wieder/ noch bei den Eltern leben. Außerdem wird so zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr eine Phase eingeschoben, die „zweiter Aufbruch“ genannt wird. Damit wird bezeichnet, dass sich Menschen im mittleren Alter noch einmal neu orientieren und ihr Leben umgestalten. Darunter verstehe ich etwa eine neue Partnerschaft, aber auch Umzüge oder neue Hobbies (PC und Internet). Nach anderen Konzepten wird beim bisherigen „Alter“ unterschieden nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit, es gibt also ein 3. – 4. und 5. Lebensalter.

Wie auch immer – mir scheint, wir müßten den Begriff „Senioren“ neu definieren. Die bisher darunter verstandene Gruppe der Rentner bezeichnet sich selbst jedenfalls noch nicht als Senior. Dafür empfinden sie sich als zu fit, zu sehr materiell gut gestellt, zu sehr interessiert am gesellschaftlichen/ politischen/ kulturellen Geschehen. Kehrseite ist, dass sich viele Menschen für zu jung halten, um in einen „Seniorenclub“ zu gehen. So klagen fast alle Seniorenclubs über eine schwindende Mitgliederzahl. Der Ausweg? M. E. müsste sich das Angebot verändern hin zu mehr aktiver Beteiligung. Oder: wir richten uns bewusster auf die Menschen aus, die das gesellige Miteinander suchen und beim Kaffeetrinken, Kuchenessen und im Gespräch finden.

 

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