Gedanken zu Ostern

Zum Osterfest möchte ich einen Gedanken von Hans-Joachim Sander präsentieren. Er lehrt an der Universität Salzburg Dogmatik und schreibt in seinem Buch: nicht verleugnen – Die befremdende Ohnmacht Jesu:

Es gibt Auferstehung nicht ohne ihren verworfenen Teil, die Ohnmacht der Gekreuzigten. Das ist die christliche Grunderfahrung. …. Die Auferstehung führt den Tod vor Augen. Eines ist für das andere ein verworfener Teil, und beides passt jeweils füreinander nicht zusammen. Wir hätten gerne, dass es sich fügt, und setzen dann auf die Macht der Auferstehung. Doch erst wenn man dabei der bleibenden Ohnmacht des Kreuzestodes ins Auge sieht, steht man vor der Lebenskraft, die in der Auferstehung steckt. Deshalb trägt der Auferstandene die Wundmale des Gekreuzigten am Leib. Was hier an Tod überwunden wird, bleibt in der Erfahrung des Lebens erhalten, das die Auferstehung zeigt…. Deshalb überwindet die Macht der Auferstehung nicht die Ohnmacht vor dem Tod, wohl aber die Macht des Todes. Der Tod hört nicht auf, eine Erfahrung wider das Leben zu sein; aber ihm wird die Bitterkeit genommen, die er für die Lebenden bedeutet.Er behält nicht das letzte Wort über das Leben, obwohl er sein Ende herbeiführt. Auferstehung erzeugt Leben…
 

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