Ausbildung zur Altenpflege

In der heutigen Ausgabe des „Mühldorfer Anzeiger“ wird in einem ganzseitigen Artiekl über die Situation in der Ausbildung zur Altenpflege berichtet. Es gibt immer weniger junge Menschen, die sich in der Altenpflege ausbilden lassen. Grund dafür sind die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung, die belastende Arbeit (etwa auch im Schichtbetrieb) und die miserable Bezahlung, die es schwer macht, eine Familie zu ernähren. Schon jetzt seien – so der Mühldorfer Anzeiger – etwa die Hälfte der Ausbildungsplätze unbesetzt. Nach dem 4. Altenbericht der Bundesregierung wird sich die Lage nochmals dramatisch verschärfen und ist kaum noch aufzuholen. Im Landkreis Mühldorf werden etwa 30 „Vollzeitäquivalente“ fehlen, dass sind auf volle Stellen umgerechnete Planstellen. Das bedeutet, das es wesentlich mehr Altenpfleger braucht, um diese „Vollzeitäquivalente“ zu erfüllen.  Grund dafür ist neben den oben geschilderten Bedingungen auch die Zunahme der pflegebedürftigen Senioren, wenn die Baby-Boomer-Jahrgänge alt sind. Um dies wenigstens annähernd aufzuholen, braucht es jetzt die Weichenstellungen für die Ausbildung.

Aus eigener Anschauung weiß ich, wie belastend und belastet die Arbeit der Altenpflegerinnen und Pflegehelferinnen ist (meistens sind es ja Frauen, aber dasselbe gilt natürlich auch für die Mäner). Das ist kräftezehrend und im Normalzustand schon kaum zu schaffen. Die Erkrankung oder der Urlaub von Mitarbeitern stellt viele Altenheime und deren Personal vor zusätzlichen, oft nur schwer aufzufangenen Herausforderungen. Wichtig und notwendig sind die Anerkennung für diese Arbeit durch Lob und Respekt. Dass es auch einer Entlohnung bedarf, die der Arbeit angemessen ist, muss leider auch noch betont werden, da selten schon realisiert.

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