Zur Thematik der Sterbehilfe

Gestern haben vier namhafte Mediziner einen Entwurf für ein Gesetz vorgelegt, in welchem die Sterbehilfe geregelt werden soll. Sie sprechen sich dabei für einen „assistierten Suizid“ aus, d. h. unter bestimmten, eng geregelten Rahmenbedingungen soll es künftig erlaubt sein, seinem Leben unter ärztlicher Aufsicht ein Ende zu setzen. Veröffentlicht wurde dieser Vorschlag im Buch „Selbstbestimmung im Sterben – Fürsorge im Leben“. Damit wird das Themawort schon benannt – es geht um Selbstbestimmung. Man wird den Autoren nicht vorwerfen können, dass sie nichts von der Materie verstünden oder dass sie schnell und leichtfertig urteilten. Schließlich hat sich Prof. Borasio etwa sehr um den Aufbau der Palliativmedizin in Deutschland verdinet gemacht. So hat ihre Meinung besonderes Gewicht.

Ich sehe, dass Menschen über ihr Leben selber entscheiden wollen, und dass dies für sie ein hoher Wert ist. Umso schlimmer, wenn das Leben nicht mehr kontrollierbar wird, etwa durch eine Krankheit.  Aber: gehört das nicht auch zu unserem Leben dazu? Verdient gerade eine solche Lebensphase, vor allem, wenn sie die letzte ist, nicht besondere Begleitung? Im heutigen „Mühldorfer Anzeiger“ fehlt mir bei den Begriffen wieder einmal die „Sterbebegleitung“. Sie ist aber noch viel stärker in das Bewusstsein zu rücken, gerade durch HospizbegleiterInnen, Mediziner, Seelsorger.

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