„Versorgung im Alter“

Im heutigen „Mühldorfer Anzeiger“ (wohl auch im „Münchener Merkur“) ist auf Seite 3 ein Artikel mit der Überschrift „Bitte, Papa“ zu finden. Darin beschreibt Marlene Halser, wie sie langsam den Abbau ihres Vaters erlebt hat und wie sehr sie diese Erkenntnis erschüttert hat. Sehr anschaulich wird ihre Hilflosigkeit, ihre Ratlosigkeit und ihre Zweifel, ob und was sie tun kann oder sogar muss.

In diesem Artikel werden sich viele wiederfinden, die so etwas schon mitgemacht haben – auch ich selber. Mir wird wieder deutlich, wie sehr die Angehörigen Hilfe brauchen. Zum einen natürlich durch Information über die Art der Erkrankung und über Hilfemöglichkeiten (siehe bei mir die Seite „Hilfenetzwerk“). Darüber hinaus hilft sicher auch das Nachdenken über die eigene Rolle als Tochter oder Sohn sowie der Kontakt zu anderen pflegenden Angehörigen in der Nachbarschaft, dem Dorf, der Stadt. Hier bieten sich die Selbsthilfegruppen an, wie es sie etwa in Mühldorf und Waldkraiburg gibt.

Vielleicht wächst durch diesen Artikel von Frau Halser auch  bei denen, die von einer Pflege (noch) nicht betroffen sind, das Bewusstsein für die Not und die Hilfebedürftigkeit der Pflegenden. Manchmal sind es ja nur wenige Handgriffe. die weiterhelfen, manchmal braucht es auch mehr. Ich wünsche mir, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich ehrenamtlich oder nachbarschaftlich dafür engagieren. Diese Menschen zu finden und zu fördern, wird eines der wichtigen Anliegen sein, für die wir die Seniorenbeauftragten ermächtigen wollen.

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