Zum 5. Fastensonntag

In diesen Tagen fällt mir wieder ein Spruch bzw. ein Gebet ein, das ich vor vielen Jahren einmal bei einer Tagung für Suchtseelsorger gehört habe. Ich möchte es als Leitgedanken für die kommende Fastenwoche anbieten. Dieses Gebet lautet:

Gott, lass mich nicht unberührt zurück!

Dieses Gebet drückt aus, dass wir in der Versuchung stehen, vieles, was um uns herum im Kleinen wie im Großen geschieht, wegzuschieben. Das mag daran liegen, dass es einfach zu viel ist, was an Information kommt oder auch daran, dass es unerträglich ist oder nur schwer vorstellbar. Zum anderen konfrontieren diese Geschehnisse uns oft mit der eigenen Hilflosigkeit und Ohnmacht, selbst wenn das vielleicht nicht stimmt (denn beten können wir ja immer). Wenn wir Terroranschläge wie in Tunesien, Krieg wie in der Ukraine, Naturkatastrophen wie in Vanuatu gemeldet bekommen, wenn in unserem persönlichen Umfeld Krankheit, Krisen und auch Tod sich ereignen, dann bringt uns das mit der eigenen Leidempfindlichkeit in Berührung. Der Bezug zu Gott kann diese Sensibilität für die Not auffangen und ins Gebet bringen in der Hoffnung, dass es auch die Hilfe dafür gibt.

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