Informationsabend der Seniorenbeauftragten im Landkreis Mühldorf

Am vergangenen Montag haben sich die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen zu ihrem nächsten Informationsabend versammelt. Bei der eröffnenden Vorstellungsrunde wurde schon deutlich, wieviele Aktivitäten es im Seniorenbereich gibt – sei es in der politischen oder in der Kirchengemeinde. Manche berichteten vom Seniorenclub, andere von der Arbeit des Seniorenbeirates, wieder andere von informeller Hilfe für Senioren und ihre Angehörigen. Auch manches Defizit wurde schon benannt.

Als nächstes stellte der Chefarzt der Klinik Haag, Dr. von Clarmann, sein Projekt „Stopp dem Sturz“ vor. Mit diesem Projekt ist die Klinik Haag weltweit führend, sogar von Japan und den USA kommen Mediziner, um von Dr. Clarmann und seinem Team zu lernen.  Wichtig war ihm, dass es einen Verbund gibt von Krankenhaus (für stationäre Patienten) – der Physiotherapiepraxis MobiliJA „Mobil in jedem Alter“ (für ambulante Patienten) und einer Alterstraumatologie (für die Forschung). Dr. von Clarmann verglich das Sterberisiko beim Herzinfarkt (30%) mit dem Risiko in Folge eines Sturzes (ebenfalls 30%), um die Dringlichkeit der Sturzprophylaxe deutlich zu machen. 15% aller Menschen bis 60 Jahren stürzen einmal jährlich, bis zum 70. Lebensjahr steigt die Quote auf 35%, bei 85-Jährigen sind es dann schon 80%. Dr. von Clarmann unterstrich so, wie wichtig es ist, einen – auch harmlosen – Sturz als Warnsignal ernst zu nehmen und eine gezielte Diagnose einzuleiten. Er bot an, bei Seniorenclubs und in anderen Veranstaltungen weiter zu informieren, damit möglichst viele Senioren möglichst lange mobil bleiben können.

Im zweiten Teil des Abends ging es dann um den gegenseitigen Austausch. Hier zeigte sich die Notwendigkeit, die eigene Arbeit als Seniorenbeauftragte bekannt zu machen. Viele Menschen wissen gar nicht, dass es in ihrer Gemeinde einen Seniorenbeauftragten gibt, welche Aufgaben er hat und wie sie ihn nutzen können. Als Medien stehen dabei das gemeindliche Mitteilungsblatt, die Internetseite der Gemeinde, die kirchlichen Wochennachrichten zu Verfügung, aber auch ein kleiner Bericht in den jeweiligen Sitzungen helfen schon, im Bewusstsein der Menschen präsent zu werden. Hilfreich erschien uns, alle Kanäle zu nutzen, die zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Punkt betraf dann die Wohnbauförderung für einen senioren- bzw. behindertengerechten Ausbau. Dafür stehen Wohnberater des Landratsamtes zur Verfügung, erfragbar bei Herrn Matthias Burger. Alfons Wastlhuber will mal als Geschäftsführer der Freiwilligenagentur Ehrensache e.V. eine Liste zusammenstellen über die diversen Fördermöglichkeiten.

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