Töginger Besinnungsvormittag zum Hl. Geist

Gestern haben wir zur Vorbereitung auf das Pfingstfest  einen Besinnungsvormittag in Töging gehalten. „Ich gieße meinen Geist aus und die Alten werden Träume haben“ lautete der Titel. Für viele Teilnehmerinnen war der Hl. Geist die unbekannte der drei göttlichen Personen, mehr Zugang fanden sie zu Gott bzw. Jesus. Dennoch wussten sie schon viel über den Geist: dass er als Taube dargestellt wird, dass er Menschen Mut macht, dass er Menschen tröstet und begleitet etc.

Einen nächsten Hinweis auf das Wesen des Geistes Gottes erlaubte uns ein Windrad, denn „Geist“ heißt im Hebräischen: Wind, Atem, Leben. Außerdem zeigte uns das Windrad, dass durch den Wind/ Geist etwas in Bewegung gerät. Biblische Geschichten von Mose und Elija verdeutlichten uns das. Bei beiden spielt ein Dornbusch eine Rolle und ein Berg als dem Ort der Gotteserfahrung im „sanften, verschwebenden Säuseln“, wie Martin Buber übersetzt.

Schließlich beschäftigten wir uns an Hand der Pfingstpredigt des Petrus mit dem Titelwort, mit dem er den Propheten Joel zitiert. Visionen – so erkannten wir – sind etwas Zukunftsträchtiges, das über das menschlich momentan Erfahrbare hinausweist. Träume dagegen beschäftigen sich oft mit der Vergangenheit, die darin aufgearbeitet wird. Im Blick auf die eigene persönliche Vergangenheit haben wir dann an der ein oder anderen Stelle das Wirken des Hl. Geistes entdeckt: dass eine Krise bestanden wurde, dass eine Trauer gestillt wurde, dass die Verbindung zu lieben Verstorbenen lebendig geblieben ist, dass jemand gesund geworden ist. Auch die gesellschaftliche Dimension wurde sichtbar mit Blick auf das Hl.-Geist-Spital, in welchem schon seit vielen Jahrhunderten immer wieder Menschen arbeiten, die ihre Geistesgaben für alte und kranke Menschen einsetzen.

So zeigte dieser Vormittag allen das Wesen und Wirken des guten Geistes Gottes in der Fröhlichkeit des Lachens und dem betroffenen Schweigen, im gemeinsamen Singen und Beten und schließlich auch in  der Dankbarkeit über das eigene Leben – trotz oder gerade wegen der schweren Zeiten, die in der Kraft des heilenden Geistes Gottes bestanden werden konnten.

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