Gedanken zu Fronleichnam

Heute feiern die Katholiken das Fronleichnamsfest. Das Wetter erlaubt große, prächtige Prozessionen. Das Brauchtum entfaltet sich zu voller Blüte. Ist Fronleichnam aber auch ein lebendiges Fest? Oder ist es in der Tradition erstarrt?

Wir werfen täglich viel Tonnen Lebensmittel weg – und heiligen ein Stück Brot.

Wir erleben Hunger in der Welt und auch bei uns – und erheben ein Stück Brot in der Goldmonstranz.

Wir erkennen den Hunger der Menschen nach Frieden, Freiheit und Sicherheit – und beschränken den Blick auf ein kleines Stück Brot.

Das alles macht sichtbar, wie kostbar dieses Brot ist. Es ist mehr als nur Brot. Es ist Jesus Christus, den wir tragen und zu den Menschen bringen. Wir zeigen unseren Glauben an diesen Freund der Armen, Verstoßenen, Hungernden, Verfolgten, Fliehenden.

Und morgen? Debatten um Flüchtlingsquoten, Hartz 4, Besitzstandswahrung… Wie zeigt sich darin der Glaube an Gott, der menschenfreundlich und barmherzig ist?

 

 

 

 

 

 

 

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