Bevölkerungsprognose der Bertelsmannstiftung

Die Bertelsmannstiftung hat heute eine Bevölkerungsprognose veröffentlicht unter dem Titel „Demographischer Wandel verstärkt Unterschiede zwischen Stadt und Land“. Darin wurde die zahlenmäßige Entwicklung der Städte und Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern sowie aller Landkreise berechnet. Trotz hoher Zuwanderung (die wir wirtschaftlich auch brauchen) wird die Bevölkerung Deutschlands zahlenmäßig schrumpfen auf unter 80 Millionen. Allerdings werden große Städte eher wachsen, der ländliche Raum verliert z. T. dramatisch um bis zu einem Viertel der Bevölkerung. Diese Regionen sehen sich vor große Herausforderungen gestellt: Mobilitätsangebote, schnelles Internet und eine Gesundheitsversorgung in erreichbarer Nähe nennt die Studie.

Die zunehmende Alterung bedeutet einen erhöhten Pflegebedarf. Die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre steigt bundesweit um 47,2 % auf über 6,3 Millionen. Dem gilt es jetzt schon vorzubeugen durch den Aufbau einer funktionierenden Pflegestrukur. (So weit die Studie der Bertelsmannstiftung, zu finden unter: www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse)

Viele Experten empfehlen dafür einen Mix aus Pflegeheimen, ambulanten Diensten und häuslicher Versorgung, in die auch Ehrenamtliche eingebunden sind, um die Angehörigen zu entlasten. Diese tragen jetzt schon die Hauptlast der Pflege und werden durch die Zunahme der Pflegebedürftigen, die erhöhte Frauenerwerbsquote, die größere räumliche Distanz zu den Pflegebedürftigen u. ä. immer mehr belastet werden. Ich meine, das ist eine Aufgabe, der sich Kommunen und auch Pfarreien gemeinsam stellen müssen.

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