Seniorentag in Frankfurt

In der letzten Woche fand in Frankfurt a. M. der 11. Deutsche Seniorentag statt. In den Meldungen der veranstaltenden BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) wird vor allem das große Interesse und die aktive Teilnahme der Senioren betont. Besonderen Anklang fand wohl eine Podiumsdiskussion zwischen Alt und Jung.  Die BAGSO schreibt darüber:

Alt und Jung – zwei Welten?

Ein wahrer Publikumsmagnet war das Publikumsgespräch mit Franz Müntefering, Bundesminister a.D. und Dr. h.c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin a.D., sowie Schülerinnen und Schülern des Lessing Gymnasiums. Die Diskussion zwischen den Generationen, moderiert von der Chefredakteurin des Senioren Ratgebers Claudia Röttger, zeigte schnell, dass das gegenseitige Interesse sehr groß ist: „Wir profitieren von den Erfahrungen und dem Wissen der Älteren“, so das Ergebnis einer Studie, die von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe im Rahmen eines Schulprojektes durchgeführt wurde. Auch auf dem Deutschen Seniorentag trafen die Schüler auf sehr aufgeschlossene und aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die den Gymnasiasten gern Rede und Antwort standen. Es zeigte sich, dass Jung und Alt in ihren Wertevorstellungen gar nicht so weit auseinander lagen. Müntefering appellierte an die Jugend: „Sorgt dafür, dass die Welt morgen so ist, wie Ihr sie wollt, mischt Euch ein!“ Dem schloss sich die ehemalige Oberbürgermeisterin an: „Ihr seid die Zukunft von morgen, gestaltet sie entsprechend.“

Die Erfahrung, dass Werte die Menschen verschiedener Generationen verbinden, habe ich früher schon bei Firmelternabenden gemacht. Manchmal werden freilich dieselben Werte anders gelebt – etwa: Gemeinschaft oder Verlässlichkeit oder Treue (die einen meinen: in der Familie, die anderen: mit Freunden). Aber es ist gut, wenn diese gemeinsame Basis immer wieder ins Bewusstsein kommt. Auch dass die Erfahrung der Senioren einen Schatz für die Jungen darstellt, ist eine große Wertschätzung und zeugt von Achtung. Umgekehrt sind die Älteren auch auf die Solidarität und die Tatkraft der Jüngeren angewiesen – sei es gesellschaftlich, sei es persönlich. Vielleicht könnten solche Podiumsdiskussionen öfter und im kleineren Rahmen statfinden?

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