Rentenerhöhung und Altersarmut

Die Renten werden in diesem Jahr so stark ansteigen wie schon lange nicht mehr – und auch wie danach lange nicht mehr. Die Steigerung war die gute Nachricht des gestrigen Tages. Die schlechte kam dann in der Fernsehsendung „hart – aber fair“ zur Sprache: Durch die Niedrigzinspolitik verlieren immer mehr Kleinsparer an Geld, verlieren auch immer mehr Menschen das, was sie etwa bei Versicherungen für die spätere Rente angelegt haben. So lässt sich, ohne dass man ein Prophet sein müsste, schon jetzt vorhersagen, dass wir in einigen Jahren ein massives Problem mit der Altersarmut haben werden. Das betrifft nicht nur (wie schon bisher und auch seit Jahren bekannt) die Alleinerziehenden oder Menschen mit gebrochener Erwerbsbiografie (d.h. mit Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Hartz IV), sondern eben auch Menschen, die in die Altersvorsorge investiert haben, nun aber keinen Ertrag davon haben werden. Die jungen Arbeitnehmer werden das kaum schultern können, dafür werden sie a) zu wenige sein und b) der Beitragssatz zu hoch werden. Was mich dabei insgesamt sehr beunruhigt, ist, dass ich bis jetzt kein Konzept erkennen kann, wie die Fachleute diese absehbaren Schwierigkeiten angehen werden (ich selber hab natürlich auch keines). Aber ich kann mir vorstellen, was das für unseren sozialen Zusammenhalt bedeuten wird, wenn eine zahlenmäßig große Generation finanziell und damit auch in der gesellschaftlichen Teilhabe abgehängt wird.

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