Was tut man in einem Seniorenclub? – Seniorenclubs im Wandel

Die Frage: „Was tut man in einem Seniorenclub?“ fand ich neulich als Suchbegriff für meine Seite. Die Antwort darauf ist sehr vielfältig und hängt im Wesentlichen von den Seniorenclubleitern ab. „Standardprogramm“ ist immer das Kaffeetrinken und Ratschen. Die Begegnung in der Gemeinschaft steht überall im Vordergrund und befriedigt das elementare Bedürfnis der (älteren) Menschen nach Zugehörigkeit und Beheimatung.

Immer öfter jedoch suchen und brauchen Senioren nicht nur das Stück Kuchen und die Tasse Kaffee, sondern wollen auch geistige Anregungen. Hier ist die Bandbreite sehr groß. Sie reicht von kleinen Gesprächsimpulsen (etwa: mein Schulweg; mein erstes selbstverdientes Geld; womit habe ich als Kind gespielt?) über Vorträge von Experten (etwa zu Hilfsmitteln, zur Sicherheit im Straßenverkehr, zur Patientenverfügung) bis hin zum geistigen Fitnesstraining im Quiz oder aus dem Lebenswert-Kurs. Ich selber gehe immer wieder gerne in die Seniorenclubs mit einem religiösen Thema. Dabei halte ich keine Vorträge, sondern versuche, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, deren Wissen und Erinnerung abzurufen und auch was für die Sinne zu tun.

Ein wichtiges Angebot sind auch immer wieder die Ausflüge (Halb- oder Ganztagesausflüge). Dazu kommen die Senioren gerne, solange sie noch können. Gerade die, die in ihrer Mobilität ein wenig eingeschränkt sind, kommen so doch noch mal woanders hin. Manchmal ist schon die Fahrt in die nähere Umgebung eine Entdeckungsreise von Unbekanntem oder lange nicht mehr Gesehenem, u. U.auch der eigenen Lebensgeschichte.

Was immer wichtig ist: die Senioren aktiv in der Gestaltung zu beteiligen. Das geschieht manchmal, indem Senioren den Kuchen beisteuern oder die Deko übernehmen. Manchmal liest eine/r eine Geschichte vor, erzählt Witze oder macht Musik. Manchmal hat einer etwas aus der eigenen Lebens- oder Berufserfahrung zu erzählen. So etwas kann bei anderen Senioren eigene Erinnerungen anstoßen. Adelheid Widmann spricht dann von „Erinnerungsexplosion“. (Sie hält übrigens nächste Woche in Mühldorf eine Fortbildung für Seniorenclubleiter)

Also: Seniorenclubs sind vielfältig und bunt wie das Alter, es lohnt sich auf jeden Fall, die Angebote auszuprobieren (auch von nichtkirchlichen Seniorenclubs) und so das Passende zu finden.

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