Zum Beten 3

Bei den letzten „Exerzitien im Alltag“ gab es als Anregung für den täglichen Beginn ein Gebet, über dessen Anfang ich selten hinausgekommen bin:

“ Gott, ich bin vor dir da, so wie ich bin.“

Ich habe mich dann immer gefragt, wie ich denn grade bin – was mich bewegt, welche Gedanken mich beschäftigen, welche Beziehungen, welche Aufgaben, was für mich gerade wesentlich ist, welche Ängste ich habe und welche Hoffnungen, worauf ich mich heute gerade gründen kann. Mit solchen und ähnlichen Fragen war dann schon fast die gesamte vorgesehene Besinnungszeit angefüllt. Ich hatte dennoch nicht den Eindruck, ich hätte etwas verpasst, weil ich das restliche Material kaum verwendet hatte. Vielmehr war es eine Zeit, in der ich sehr zu mir selber gekommen bin (was sonst oft in den Hintergrund tritt oder gar untergeht).

Später habe ich den ersten Satz noch ergänzt durch einen anderen, den ich aus einem Kommentar zum blinden Bartimäus übernommen habe. So ist das Gebet erweitert worden zu:

„Gott, ich bin vor dir da, so wie ich bin. Sieh mich freundlich an.“

 

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