Gedanken zum Fest Mariä Himmelfahrt

Morgen feiern wir Katholiken das Fest „Mariä Himmelfahrt“ – oder wie es eigentlich heißt: „Mariä Aufnahme in den Himmel“. (Der eigentliche Titel unterstreicht das Handeln Gottes gegenüber einer Tätigkeit Mariens.) Es ist ein Fest, das nicht auf einer biblischen Geschichte beruht, sondern auf der Legende. Danach sollen die Jünger drei Tage nach der Beerdigung das Grab  Mariens wieder geöffnet haben und statt ihres Leichnams nur blühende Blumen, vor allem Rosen, gefunden haben. Das galt ihnen als Zeichen dafür, dass Gott die Mutter Jesu mit Leib und Seele zu sich in den Himmel geholt hatte. 1950 wurde dieses Ereignis in den Rang eines Dogmas erhoben.

Die Aufnahme Mariens in den Himmel – d.h. in den Bereich Gottes – können wir als ein singuläres Ereignis feiern. Wir können es aber auch verstehen als eine Zukunftsvision für unser eigenes Leben. Auch unser je eigenes Leben wird sein Ende (und zwar das endgültige) bei Gott finden. „Leib und Seele“ meint dabei unsre je eigene unverwechselbare Persönlichkeit, die ihre Vollendung nach allen Irrungen und Wirrungen, nach allem Scheitern und Versagen in der Barmherzigkeit Gottes findet.

Einen kleinen Vorgeschmack auf diese unsere Heiligung durch Gott dienen uns die Kräuterbuschen, die morgen gesegnet werden. Sie bestehen (eigentlich) aus sieben, manchmal neun, manchmal 15 Kräutern, die allesamt Heilkraft besitzen. So dienen diese Kräuter der Gesundung der Menschen und künden so von Gottes Menschenfrendlichkeit. Im Segensgebet über diese Kräuterbuschen  heißt es:

„… Durch die Heilkräuter und Blumen schenkst du uns Gesundheit und Freude. Segne diese Kräuter und Blumen. Sie erinnern uns an deine Herrlichkeit und an den Reichtum deines Lebens. Schenke uns auf die Fürsprache Mariens dein Heil…“

 

 

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