Urlaub für Senioren?!

Brauchen Senioren Urlaub? Sie sind doch nicht mehr im Arbeitsprozess und haben das ganze Jahr frei!

Das Wort „Urlaub“ kommt vom Alt- und Mittelhochdeutschen Wort „urloup“. Damit wurde die Erlaubnis der Burgherren an die Ritter bezeichnet, wegzugehen. Urlaub war also ursprünglich eine zeitweise Entlassung aus dem unmittelbaren Dienst.

Im Arbeitsleben ist es der Chef, der diese Erlaubnis ausspricht – nach tariflich festgelegten Regeln. Aber wer erteilt Menschen, die nicht (mehr) im Arbeitsprozess stehen, diese Erlaubnis? Das können nur sie selber tun.

Es wäre dann die selbst gegebene Erlaubnis, aus dem alltäglichen Geschehen wegzugehen, das von Hausarbeit, Verpflichtungen und Verantwortungen geprägt ist.

Bedeutsam wird diese Erlaubnis zum Urlaub vor allem für Pflegende. Da ist es besonders schwer, sich selbst diese Erlaubnis zu erteilen. Denn der Urlaub des Pflegenden hat Auswirkungen auf den Pflegebedürftigen. (Allerdings: auch wenn der Pflegende keinen Urlaub macht, hat das Auswirkungen – schlimmstenfalls etwa in der Form des Burnout). Für kleinere Entlastungen hat die bagso ein Heft herausgegeben. Es trägt den Titel: „Entlastung für die Seele – ein Ratgeber für pflegende Angehörige“. Für einen wirklichen Urlaub von ein paar Tagen braucht man andere Unterstützer: eine Kurzzeitpflege etwa in einem Seniorenheim. Die wird in immer mehr Seniorenheimen angeboten.

Ich möchte dringend dazu ermutigen, sich selber diese Erlaubnis zum Urlaub zu geben, zum Wohle aller Beteiligten.

 

Ich wünsche allen – Senioren und auch den Jüngeren – eine erholsame Zeit und dass es gelingt, sich für eine winzig kleine Zeit (oder auch länger) die Erlaubnis zu geben, wegzugehen, selbst wenn es nur in den Garten oder ins Cafe ist.

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