Monthly Archives: September 2019

Eine Aufgabe, die sich lohnt – ein Kurs für den ehrenamtlichen Besuchsdienst

Viele Menschen im Seniorenheim oder auch im Krankenhaus freuen sich über einen Besuch. So geht es auch Menschen, die zu Hause allein leben.

Andererseits gibt es Menschen, die nach einer erfüllenden, sinnstiftenden Aufgabe suchen und dafür ein wenig Zeit aufbringen wollen.

Beide wollen wir zusammenbringen. Wir – das sind der Klinikseelsorger Martin Kuhn und ich als Seniorenseelsorger. So bieten wir nun schon zum 11. Mal einen solchen Kurs an. Er besteht aus acht Einheiten zu je 2 1/2 Stunden (immer montags von 14:30 – 17:00 Uhr im Pfarrsaal von St. Peter und Paul in Mühldorf, beginnend am 30. September 2019). Wir beschäftigen uns dabei u. a. mit folgenden Themen:

Die Lebenssituaton im Alter und in der Krankheit, Demenzerkrankungen, wertschätzende Kommunikation, Glaube und Spiritualität sowie Sterben und Tod.

Wir arbeiten dabei sehr erfahrungsbezogen, vermitteln Grundlagenwissen, orientieren uns an den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen, ermutigen die Teilnehmer*innen dazu, sich auszuprobieren. Die Teilnahme am Kurs bedeutet noch nicht eine Verpflichtung zum Besuchsdienst, diese Entscheidung ist erst am Ende des Kurses nötig.

Für diesen – übrigens kostenlosen -Kurs ist eine Anmeldung nötig bei Martin Kuhn (Tel: 08631/ 613 4774) oder bei mir (Tel: 0170 220 78 05 oder per Mail an MTress@eomuc.de oder über die Kommentarfunktion unten).

Hier der Flyer (bitte draufklicken):  Flyer EA Kurs 2019

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Nächster Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Ich möchte schon mal auf den Termin des nächsten Informationsabends für die Seniorenbeauftragten im Landkreis Mühldorf hinweisen:

Montag, der 21. Oktober 2019 von 19.30 – 21.30 Uhr im Pfarrheim in Ampfing.

Es wird wieder viele interessante Informationen geben und auch die Möglichkeit zum Austausch. Eine persönliche Einladung kommt rechtzeitig.

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Besuch im Schulmuseum in Neumarkt-St. Veit

Gestern hat eine Gruppe der Verwitweten aus Neumarkt-St. Veit, die sich regelmäßig unter dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“ im Stift St. Veit trifft, das Schulmuseum angeschaut. Frau Huber hatte uns dazu eingeladen und führte uns mit vielen Geschichten durch dieses sehenswerte Museum. Es besteht zum einen aus einer Dauerausstellung, zum anderen gibt es dort immer wieder wechselnde Aspekte des früheren Schullebens zu besichtigen – zur Zeit über die Schulspeisung, die es in den Schulen nach dem Krieg gab.

Frau Huber berichtete sehr anschaulich von der Not der ersten Nachkriegsjahre, als es weder Schulbücher noch ausreichend gutes Papier gab. Die Lehrer mussten ihre Unterrichtstafeln selber herstellen. Man sieht Bilder zur Biologie, Erdkunde, Astronomie und Technik – immer mit viel Liebe zum Detail und zur grafischen Gestaltung. Die Kinder haben natürlich zunächst auf der Schiefertafel mit Griffeln das Schreiben gelernt – und zwar sowohl die lateinische Schrift wie auch die deutsche (die – wie Frau Huber betonte – nicht zu verwechseln ist mit der Sütterlinschrift). So werden in einer Vitrine das Schreibarbeitszeug gezeigt: Griffel, Spitzer, Schiefertafel, erste Kolbenfüller, Tintenfass, „Federmapperl“ und so weiter.

Eine andere Vitrine zeigt, dass die Kinder auch Handarbeiten lernen mussten, das Nähen etwa. Oder wie Kinder damals („in der schlechten Zeit“) in Holzschuhen oder mit Gummiüberziehern sowie immer wieder verlängerten Strümpfen in die Schule gegangen sind. Spätestens hier kamen bei etlichen Teilnehmerinnen eigene Kindheitserinnerungen hoch an mühselige Hausaufgaben.

Breiten Raum nimmt die Geschichte des Schulwesens in Bayern ein. Die Armen Schulschwestern waren die Pionierinnen in der Ausbildung sowohl der Lehrerinnen wie auch der Mädchen, besonders auf dem Land. Neu für mich war, dass es bis in meine eigene Schulzeit hinein vorgeschrieben war, dass Lehrer ein Instrument spielen und auch sportlich sein mussten.

Zum Abschluss der Führung präsentierte uns Frau Huber noch ein besonderes Unterrichtswerkzeug, mit dem ich noch als Schüler schon Bekanntschaft geschlossen hatte: der Tatzenstecken. Heute ist der Gott sei Dank passé, manchmal wenden sich die Zeiten auch zum Besseren! So war das gemeinsame Singen in der Schulbank unter dem Dirigat und der Begleitung von Heinz Feichtner ein fröhliches Ende einer Reise in die eigene Kindheit.

Das Schulmuseum im Schloss Adlstein, Johannesstr. 9 in 84494 Neumarkt-St. Veit ist zwischen Mai und Anfang November geöffnet am

1. Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhr und am

3. Donnerstag im Monat von 15 – 18 Uhr.

Gruppen und Schulklassen können im Rathaus eigene Termine vereinbaren unter 08639/ 9888-0 oder vg@neumarkt-sankt-veit.de

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Bayerische Demenzwoche im Landkreis Mühldorf

Vom 15. bis zum 22. September findet die bayerische Demenzwoche statt. In dieser Woche rückt also das Thema „Demenz“ in den Blickpunkt – und zwar in ihrer unterschiedlichen Ausprägung und Wirkung für Betroffene, Angehörige und Gesellschaft.

Im Landkreis Mühldorf haben sich das Caritaszentrum, das Caritas Altenheim, das Kreisbildungswerk und die Seniorenseelsorge zusammengetan und verschiedene Angebote entwickelt. Im Folgenden die Termine, die immer für alle Interessierten offen sind:

Sonntag, 15. Sept. um 10:00 Uhr: Gottesdienst in St. Laurentius, anschließend ein kleiner Empfang im Pfarrheim

Montag, 16. Sept. von 15:00 – 16:30 Uhr: „Pflege im Spagat von Liebe, Trauer, Wut und Ohnmacht“. Eine Gesprächsrunde für Angehörige mit mir. Ort: Ökonomiestadel Mühldorf. Die Demenzkranken können in dieser Zeit im Caritas-Hl. Geist-Spital betreut werden (bei Bedarf bitte vorher dort anmelden).

Mittwoch, 18. Sept. von 15:30 – 16:30 Uhr: Lieder und Gedichte zur Herbstzeit – ein offener Singkreis für Demenzerkrankte und Angehörige mit Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner und Beate Brom-Spießl (Alltagsbegleitung)

Donnerstag, 19. Sept. um 20:15 Uhr: „Still Alice – mein Leben ohne Gestern“. Ein Film im Cinewood Kinocenter in Waldkraiburg. Anschließend Möglichkeit zum Austausch. Eintritt zum Film: 8,00 €.

Außerdem gibt es in der Buchandlung Herzog und in den Büchereien von Mühldorf, Waldkraiburg und Aschau Literaturhinweise.

Neben diesem kirchlichen Angebot möchte ich auch noch auf zwei Termine des Landratsamtes (näherhin der Fachstelle für Senioren) hinweisen:

Mittwoch, 18. Sept. von 8 – 12 Uhr im Bürgerbüro Haag: Andrea Bonakdar und Petra Oberndorfer beantworten Fragen zum Themenkomplex Demenz

Freitag, 20. Sept. von 8 – 12 Uhr im Bürgerbüro Waldkraiburg: Matthias Burger und Irmgard Linz beantworten Fragen zum Themenkomplex Demenz

 

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