11. Besuchsdienstkurs beendet

Gestern ist unser jüngster Kurs für einen ehrenamtlichen Besuchsdienst zu Ende gegangen. Es war dies unser 11. Kurs – und der mit den jüngsten Teilnehmer*innen. Sechs Frauen und Männer werden nun in verschiedene Einrichtungen gehen und dort Menschen besuchen, die einsam sind, krank sind, ein Bedürfnis haben nach Kontakt und Gespräch.

„Ich gehe dorthin, wo man mich braucht!“, so hat einer der Teilnehmer gesagt. Nötig ist es überall – sei es im Krankenhaus, sei es in einer Senioreneinrichtung, sei es auch im Rahmen einer Pfarrgemeinde. So werden z. B. zwei behilflich sein, am Sonntag Senioren vom Heim in die Kirche zu begleiten und so einen Gottesdienstbesuch ermöglichen. Wichtig ist immer, Menschen zu zeigen, dass sie nicht vergessen, sondern im Blick sind. Wichtig ist das Interesse an den Älteren, wichtig ist die Wertschätzng, die sich im Besuchsdienst ausdrückt.

Umgekehrt werden die Besucher die Erfahrung machen, dass sie schon erwartet werden, dass man sich auf sie freut, dass sie eine willkommene Durchbrechung des gewohnten Alltags darstellen. Sie werden auch erfahren, dass sie ihrem eigenen Leben Sinn und Bedeutung verleihen, wenn sie ihre Zeit mit anderen teilen. Sie werden teilhaben an den Lebenserfahrungen der Besuchten (auch wenn diese schwer waren) und ihren Bewältigungsstrategien.

Vorbereitet haben wir die Teilnehmer*innen an insgesamt acht Nachmittagen. Wir haben uns damit beschäftigt, wie das Leben in Alter und Krankheit aussieht; haben Grundlagen der Demenzerkrankungen vorgestellt; haben über Sterben und Tod nachgedacht sowie über die religiösen Prägungen der Menschen. Natürlich haben wir immer wieder Wert gelegt auf die Erfahrungen, die die Teilnehmer*innen schon mitbringen und waren selbst als Kursleiter erstaunt über deren Fragen und Beiträge. So war es ein Geben und Nehmen, ein lebendiger Austausch, bei dem die Kurszeit (wie so oft) viel zu kurz war. Aber es gibt ja ein Wiedersehen bei unseren Nachtreffen.

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