Gedanken zum 2. Advent 2019

Unterwegs

 

Maria und Josef sind unterwegs. Von Nazareth nach Bethlehem (wenn es nach dem Evangelisten Lukas geht). Eine Strecke von etwa 170 km – über Berge und Täler, schlechte Straßen, zu Fuß. Zwischendrin lag Samaria, das ist Ausland. Das ganze hochschwanger. Da werden sie wohl bald zwei Wochen unterwegs gewesen sein. Waren sie allein unterwegs oder mit anderen in einer Wegegemeinschaft? Wo sind sie auf ihrem Weg untergekommen? Wo haben sie Verpflegung erhalten?

Auch heute sind Menschen unterwegs. Tagtäglich pendeln viele in ihre Arbeit und wieder heim. Menschen leben – auch bei uns – auf der Straße und sind dort unterwegs. (Gestern war ich in München zwischen Stachus und Sendlinger Torplatz und habe in München noch nie so viele Obdachlose gesehen wie auf dieser Strecke.) Manche Demenzkranke haben einen Bewegungsdrang und sind permanent unterwegs. Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht – oft im eigenen Land oder im Nachbarland. Menschen sind unterwegs und demonstrieren für soziale Gerechtigkeit, für das Klima, für ihre Freiheit etc.  Auch innerlich sind  Menschen unterwegs:  in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in ihren Beziehungen, in ihrer Lebenssicht und ihrem Glauben.

Haben sie Begleiter? Woher nehmen sie die Kraft zum Weitergehen? Wo finden sie eine Raststätte zum Ausruhen?

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