Monthly Archives: Oktober 2020

Treffen des Besuchsdienstes ist abgesagt

Am Montag, den 19. Oktober hatten wir diejenigen, die in den vergangenen Jahren unseren Besuchsdienstkurs absolviert hatten, zu einem Austauschtreffen eingeladen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung im Landkreis Mühldorf haben wir dieses Treffen abgesagt.

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Seniorenkreis in Zangberg

Vorgestern hat sich nach langer Zeit wieder der Seniorenkreis in Zangberg getroffen. Leider ging es nicht am gewohnten Ort im Seniorenheim Schloss Geldern und auch alle anderen pfarreilichen und kommunalen Räume sind dafür nicht geeignet. Dankbar waren wir, dass das Kloster St. Josef uns seinen Ahnensaal zur Verfügung gestellt hat. Das ist der einzige Raum für eine Gruppe von gut 20 Personen. (Wir sehen also, wie wichtig für die Treffen geeignete Räume sind, und wo sie fehlen, bricht das gesellschaftliche Leben zusammen.)

Zu Beginn des Seniorenkreises wurde zunächst den Geburtstags“kindern“ mit einem kleinen Blumenstock gratuliert.

„Wovon lebt der Mensch?“ war unsere Themafrage. Natürlich vom Brot als Grundnahrungsmittel. Sehr lebhaft sprachen wir über die Herstellung von Brot, die verschiedenen Getreidearten und sammelten Brotgeschichten. Aus den Märchen war es „Hänsel und Gretel“, aus der Bibel die wunderbare Brotvermehrung oder auch das letzte Abendmahl. Der Leib Christi ist für uns das „Brot des Lebens“.

Wir leben jedoch nicht nur vom Brot allein, sondern auch — von der Liebe. Symbol dafür ist die Rose. Wir leben von der Hilfsbereitschaft anderer, vom Verständnis, vom Vertrauen, vom guten Wort, der Aufmerksamkeit … Rosengeschichten: natürlich „Dornröschen“ und „Schneeweißchen und Rosenrot“. Rosenlieder: „Weiße Rosen aus Athen“ oder „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“. Religiös finden wir die Rosen im Rosenkranz.

Jede Teilnehmerin hat eine Semmel, eine Rose und eine Geschichte bekommen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.“ So heißt es in der Bibel. Gesagt wurde es dem Volk Israel auf der Wüstenwanderung, nachdem es das Manna geregtnet hatte. Gottes Wort für uns heute: „Habt Mut!“ – „Fürchtet euch nicht!“ – „Seid füreinander da!“ – „Bleibt verbunden!“

So hat am Schluss Bianca Reindl noch zum nächsten Gottesdienst für den Seniorenkreis am 2. Dezember in die Zangberger Kirche eingeladen.

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Seniorenclub in St. Nikolaus

Nach achtmonatiger Abstinenz hat sich in St. Nikolaus wieder der Seniorenclub zusammengefunden. Zwar mit ungewohnter Sitzordnung (Stuhlkreis statt am Tisch) und ohne Kaffee und Kuchen (stattdessen mit Wasser und Yes-Törtchen). Aber immerhin: ein Wiedersehen war möglich!

Hildegard Greipel konnte in einer großen Runde mit genügend Abstand viele Seniorinnen begrüßen und die Freude war auf allen Seiten spürbar.

Hildegard Greipel liest eine Geschichte vor

Konrad Eder hatte auf dem Flügel schon auf einen bunten Nachmittag eingestimmt und begleitete später Sabine Rückerl bei ihrem Volksliedgesang. Mitsingen ging ja nicht – aber Mitsummen und den Text erinnern schon. So wurde gleich auch der Geist angeregt.

Das Lied „Wahre Freundschaft“ war Anlass, einmal über das Wesen und den Wert einer echten Freundschaft nachzudenken. Das geschah sowohl in der großen Runde wie auch in Zweier- und Dreiergesprächen; die Verständigung war kaum ein Problem. Betont wurden die Vertrautheit, die Verlässlichkeit und die Verschwiegenheit. Der echte, wahre Freund ist da, wenn man ihn braucht – ohne lange zu fragen, ohne dass Erklärungen nötig sind. Und umgekehrt sind auch viele Seniorinnen für andere zum „wahren Freund“ geworden.

Viel Spaß hatten dann alle Beteiligten bei den einfachen Bewegungsübungen, die ich vorgeschlagen hatte. Da zeigte sich, dass doch ein guter Teil regelmäßig Fitnesstraining macht. Auch in der Coronazeit konnten viele sich gut beschäftigen, sei es im Garten, sei es im Haushalt. Manche klagten über das Alleinsein, andere waren froh, Familie zu haben, die ihnen über diese Zeit hinweggeholfen hatten. Und jetzt freuten sich alle, dass der Seniorenclub – wenn auch anders – mit Frohsinn, Begegnung und einem bunten Programm wieder starten konnte.

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Vor-Ort-Beratung des Bezirks Oberbayern in Mühldorf

Der Bezirk Oberbayern bietet ab kommender Woche eine Beratung im Landratsamt Mühldorf an. In einer regelmäßigen Sprechstunde können sich alle, die für sich oder Angehörige eine Hilfe in der Pflege suchen, mit ihren Anliegen an die Beraterin Frau Christine Deyle wenden.

In der Pressemitteilung dazu heißt es:

Der Bezirk Oberbayern verbessert die Beratungsangebote zu seinen Sozialleistungen: Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Mühldorf am Inn können sich ab 14. Oktober wohnortnah insbesondere zur Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege beraten lassen. Der Sprechtag findet jeweils mittwochs im Landratsamt Mühldorf am Inn, Töginger Str. 18 statt.

„Für die Menschen im Landkreis Mühldorf am Inn ist unsere wohnortnahe Beratung ein Riesengewinn“, sagte Bezirkstagspräsident Mederer. „Die Bürgerinnen und Bürger haben ab sofort für die oft komplexen Fragen insbesondere zur Eingliederungshilfe sowie zur Hilfe zur Pflege eine hochkompetente Ansprechperson vor Ort.“ Mederer weiter: „Es freut mich, dass wir mit Christine Deyle eine ausgewiesene Expertin für diese spannende neue Aufgabe gewonnen haben.“

Bei der Beratung vor Ort bietet der Bezirk Oberbayern jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr eine offene Sprechzeit an (weitere Informationen im Faltblatt: Sprechtage zu den Sozialleistungen). Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis können während dieser Zeit ohne vorherige Terminabsprache mit ihren Fragen vorbeikommen. Außerhalb der offenen Sprechstunden bittet die Beraterin um die Vereinbarung eines Termins unter der Telefonnummer 089 2198-21052 beziehungsweise per E-Mail an http://beratung-mue@bezirk-oberbayern.de.

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Bericht vom Informationsabend der Seniorenbeauftragten am 5. Okt. 2020

Nach langer coronabedingter Pause haben sich die Seniorenbeauftragten der Kommunen und der Pfarreien im Landkreis Mühldorf wieder zu einem Informationsabend getroffen. Alfons Wastlhuber von der Freiwilligenagentur Ehrensache e. V. und ich konnten neben den bisherigen auch eine große Zahl neuer Seniorenbeauftragter begrüßen, die dieses Amt nach der Kommunalwahl übernommen hatten. Schon  in der Vorstellungsrunde wurde die Frage gestellt, was denn eigentlich die Aufgabe sein könne. Das will auch einer der Seniorenbeauftragten von den Senior*innen seiner Gemeinde wissen und hat deshalb einen Fragebogen erarbeitet. „Ich bin schon gespannt, ob jemand darauf antwortet und was dabei herauskommt“, sagt er. Andere sind ebenfalls neugierig auf das, was auf sie zukommt und welche Initiativen sie selbst starten können. Ermutigt wurden sie durch die Erzählungen derjenigen, die dieses Amt schon länger innehaben. Etwa die Initiative, Ruhebänke aufzustellen und so einen Ort für Begegnung zu schaffen. Gerade in diesen Zeiten schmerzt die Einsamkeit noch mehr – auch das eine der „Baustellen“. Eine Teilnehmerin erzählte anschaulich, wie sehr ihre Initiative „Auf einen Ratsch mit Frieda“, das ist ein lockerer Telefonkontakt, angenommen wird.   

Einer der Teilnehmer wollte mehr wissen zum Thema „Altersarmut“. Hier stellte Sigrid Auer von der Fachstelle für Senioren und Soziales im Landratsamt ihre Arbeit und ihre Möglichkeiten vor und betonte, dass die Menschen ein Recht auf Grundsicherung haben, für das sie sich nicht schämen müssen.

Aber wie und wo macht man etwas bekannt, wenn das letzte Geschäft, in dem die Werbung leicht möglich war, zugemacht hat? Auch hier haben die Teilnehmer schnell viele Alternativen benannt. „Sprachrohr“ zu sein und „Bindeglied zwischen Senioren und Gemeinde“ haben sich viele vorgenommen. Immer wieder die vielfältige Lebenswelt der älteren Menschen zu sehen und zur Sprache zu bringen, gemeinsam notwendige Veränderungen anzustoßen und so das Leben in der Gemeinde für die Senioren lebenswert zu erhalten, das ist eine Aufgabe, der sich alle Seniorenbeauftragten mit viel Elan widmen wollen.

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Armutsgefährdung für Ältere steigt

Zum Tag der älteren Menschen hat das Statistische Bundesamt Zahlen veröffentlicht über die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und über die Armutsgefährdung.

Darin wird deutlich, dass es in den ostdeutschen Bundesländern prozentual sehr viel mehr ältere Menschen gibt als in den westdeutschen. Die Gründe liegen zum einen in der Abwanderung der jüngeren Generation, da sie in der Heimat keine Beschäftigungsmöglichkeiten vorfinden. Zum anderen ist die Bevölkerung von Haus aus schon überaltert.

Auch bei der finanziellen Ausstattung gibt es große Unterschiede in Deutschland. Im Ländervergleich liegt Bayern mit 17,5 % auf dem dritten Platz. Deutschlandweit sind es vor allem die großen Ballungsräume, die für Rentner problematisch sind wegen der hohen Lebenshaltungskosten einschließlich der Mieten.

Aber auch insgesamt ist der Trend zu beobachten, dass es mehr Rentner gibt, die auf Grundsicherung angewiesen sind, weil die Rente (einschließlich von Minijobs) nicht reicht. Hier müsste man allerdings den Blick schärfen und nicht den Durchschnitt, sondern die absoluten Zahlen betrachten, da in den Durchschnitt auch Pensionäre und Menschen mit guter Rente eingerechnet werden. Die Problematik der Altersarmut wird sich in Zukunft sicher noch verschärfen, wenn die jetzigen Minijobber und Geringverdiener ins Rentenalter kommen.

Wer sich informieren will, findet die Pressemitteilung unter folgendem Link: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/09/PD20_N062_634.html

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Corona und die Vorstellungen über die älteren Menschen

Am heutigen 1. Oktober ist der internationale Tag der älteren Menschen. Die Senioren sind gerade im letzten halen Jahr immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt, jedoch meist als „Hochrisikogruppe“, die es zu schützen gilt. Richtig ist dabei, dass ältere Menschen schwerere Verläufe haben und eher sterben. Falsch ist mittlerweile daran, dass diese Altersgruppe häufiger erkrankt. Das sind jetzt die jüngeren, die unterwegs sind, die aus beruflichen Gründen mobil sind, die feiern wollen. (Wenn es also um Schutz ginge, müssten die Älteren vor den Jüngeren geschützt werden, aber nicht, indem man die Älteren in Quarantäne schickt). Man darf allerdings auch den älteren Menschen zutrauen, dass sie sich selber schützen wollen und können. Das beweisen sie nämlich Tag für Tag mit einem sehr verantwortungsvollen Umgang, dem Einhalten der Schutzmaßnahmen und auch (neben einer gewissen Vorsicht und Ängstlichkeit) einer guten Portion Gelassenheit.

Aus Anlass des Tags der älteren Menschen veröffentlicht die bagso (die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) folgenden Appell:

Internationaler Tag der älteren Menschen   BAGSO warnt vor Rückschlägen bei Altersbildern   Zum Internationalen Tag der älteren Menschen am 1. Oktober ruft die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen dazu auf, ältere Menschen in ihrer Selbstbestimmtheit, Eigenverantwortlichkeit und Vielfalt auch in Krisenzeiten zu respektieren. Die Corona-Krise hat nach Ansicht von Seniorenorganisationen zu Rückschlägen in der Entwicklung von realistischen Altersbildern geführt. Ältere werden in der Pandemie häufig per se als Risikogruppe dargestellt. Das befördert eine einseitige Sicht auf ältere Menschen als Schutz- und Hilfebedürftige. Diese Sichtweise ist angesichts der vielfältigen Lebenslagen älterer Menschen nicht zeitgemäß. Die BAGSO setzt sich dafür ein, dass ältere Menschen auch in Krisenzeiten zu Wort kommen und gehört werden. Sie sollten in allen gesellschaftlichen Bereichen mitwirken und mitgestalten können. Ihre Teilhabe und ihr Engagement sind unverzichtbar für den Erhalt einer lebendigen Bürgergesellschaft. Politik, Medien und Gesellschaft sind gefordert, die Vielfalt älterer Menschen sichtbar zu machen und in der öffentlichen Diskussion zu transportieren. Differenzierte Bilder vom Alter wirken Diskriminierung entgegen und haben einen positiven Einfluss auf das Selbstbild. Sie unterstützen das Miteinander der Generationen und den Zusammenhalt der Gesellschaft.

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