Coronahilfen für Bedürftige

In den Medien wurde heute ein Bericht des „Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung“ veröffentlicht. Danach haben gerade in Deutschland die staatlichen Hilfen vielen Menschen sehr genützt, vor allem Minijobbern und Alleinerziehenden.

Aber eine andere Zahl hat mich erschreckt: etwa jeder sechste Haushalt gab an, keine Hilfe erhalten zu haben, obwohl es Bedarf gegeben hätte. Das geschah, weil sich die Betroffenen nicht als anspruchsberechtigt angesehen haben; weil die Informationen fehlten; weil sie nicht wussten, wo sie diese Hilfe beantragen müssen; oder auch weil sie sich geschämt haben.

Vielleicht hätte da ein anderes System besser funktioniert. Etwa in der Form der „Küchentischgespräche“, wie sie in den Niederlanden praktiziert werden. Da kommt der Mitarbeiter ins Haus und klärt dort den Bedarf. Da er vor Ort wohnt, kennt er die Menschen und ihre Lebenslage (siehe meine früheren Berichte vom Januar und Juli 2020).

Wir haben in Deutschland ein anderes System. Aber vielleicht ist das etwas, das die Seniorenbeauftragten oder Familienbeauftragten leisten könnten? Und zwar nicht nur die kommunalen, sondern auch die kirchlichen!

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Filed under Allgemein, Seniorenbeauftragte

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