Monthly Archives: Januar 2023

„Wie spricht Gott?“

Bibel und Leben im Gespräch

Die Seniorenseelsorgerin im Landkreis Mühldorf Marianne Kaltner lädt wieder zu einem Glaubensgespräch ein. Diesmal beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Frage: „Wie spricht Gott?“

Darauf gibt es sehr viele und unterschiedliche Antworten: in der Natur, durch Menschen, durch Erfahrungen, durch das Wort, wie es in der Heiligen Schrift niedergelegt ist. Oft erkennen Menschen jedoch auch nicht, dass und wie Gott zu ihnen und mit ihnen spricht. Das ist die Erfahrung, dass Gott schweigt – und auch dafür gibt es in der Geschichte viele Beispiele.

Foto: Michael Tress

Das Glaubensgespräch findet statt am

Mittwoch, den 1. Februar 2023

von 9:00 – 11:00 Uhr

im Kloster Zangberg.

Die Teilnahme ist kostenlos, Marianne Kaltner bittet jedoch zur besseren Planung um eine Anmeldung bis um 31. Januar unter 0175-5789860 oder MKaltner@ebmuc.de

Hier der Flyer von Marianne Kaltner:

Leave a Comment

Filed under Allgemein

„Weltknuddeltag“

Heute ist der „Weltknuddeltag“. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig Umarmungen sind. Sie stärken das Wohlbefinden und das Glücksgefühl, aber auch das Immunsystem. Schon nach wenigen Sekunden schüttet unser Gehirn das Glückshormon Oxytocin aus und wir fühlen uns viel wohler und zufriedener. Das ist wohl keine Geschlechterfrage, auch Männer umarmen andere Menschen häufiger als früher. Und es ist keine Frage des Alter, das hat uns Corona gezeigt. In den Zeiten der Kontaktbeschränkung und der Kontaktvermeidung haben Senior*innen den Körperkontakt am meisten vermisst: die Berührung, das Streicheln, die Umarmung.

Obwohl ich kein großer Freund von solchen Gedenktagen bin, kann dieser heutige „Weltknuddeltag“ vielleicht ein Anlass sein, mal wieder jemanden zu berühren, zu streicheln, zu umarmen. Viel Freude und viel Glück!

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Glaubensverlust und Glaubensveränderung

Im Schweizer Radio und Fernsehen SRF gibt es den Podcast „Perspektiven“. Die letzte Folge beschäftigt sich mit der Frage, „was kommt, wenn Gott geht“. Wenn Menschen nicht mehr mit einem strengen, verurteilenden Gottesbild leben können, das ihnen Elternhaus und Kirche vermittelt haben und die sich deshalb von diesem Glauben verabschieden.

Auch mir sind immer wieder Menschen mit einem solchen Gottesbild begegnet. Manche hatten sich von der Kirche (katholisch oder evangelisch) verabschiedet. Andere konnten (wie ich selber) zu einem gnädigen und barmherzigen Gott finden. Immer (ob so oder so) war es ein langer und mühsamer Prozess.

Mich bedrückt es, wenn Menschen unter einem restriktiven Glaubens- und Wertesystem leben müssen und ständig darauf bedacht sein müssen, sich „richtig“ zu verhalten. So viel Angst!!! Da ist ein Ausbruch aus diesem System überlebensnotwendig. Oder ein Wandel des Gottesbildes.

Geholfen haben bei der Veränderung des Gottesbildes Menschen, die in ihrem Wesen etwas von der „Güte und der Menschenfreundlichkeit Gottes“ (Tit 3, 4) widerspiegeln. Geholfen hat, diesen menschenfreundlichen Gott in der Bibel – und zwar auch im Ersten oder Alten Testament – zu entdecken. Da ist Gott derjenige, der väterlich-mütterlich Leben schafft und ermöglicht. Der neue Lebensperspektiven auftut, der Wunden und Traumata heilt, der Versöhnung bewirkt. Geholfen hat, sich selber als liebenswerten Menschen zu entdecken und zu erfahren.

Paulus schreibt: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit.“ (Gal 5,1). Auch und gerade zur Freiheit von strengen, engen, Leben behindernden Gesetzen, Strukturen und Gottesvorstellungen.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Zufriedenheit im Leben

Bei meiner ersten Sprechstunde in diesem Jahr im Globus („Offenes Ohr – offenes Herz“) haben mir einige – vorwiegend Ältere – kein glückliches, sondern ein zufriedenes neues Jahr gewünscht.

Gestern hat in einem Interview eine Musikerin dem Dirigenten Daniel Barenboim zu seinem 80. Geburtstag gewünscht, er möge zufrieden auf sein Leben und sein Lebenswerk zurückblicken. Das hat den Ausschlag zu diesem Beitrag gegeben.

Ich frage mich, was es dazu braucht, dass man mit seinem Leben zufrieden wird und ist. Sind es herausragende Leistungen, wie eine Kollegin fragt? Wohl nicht (nur), denn das werden die meisten von uns nicht schaffen. Ist es die Erfüllung (in) der Arbeitsanforderung? Sind es die Beziehungen in der Familie, den Freunden, Nachbarn, zu Fremden? Ein Mann berichtet, er sei zufrieden, weil sein Krebs gerade Pause macht. Für manche steht „Zufriedenheit“ unter dem Aspekt der Aussöhnung: mit den eigenen Eltern, mit Krankheiten und mit Schicksalsschlägen. Wieder andere sind zufrieden, weil sie zu einem barmherzigen Gott gefunden haben.

Ich denke nach, was mich zufrieden macht. Ich führe Gespräche über die Zufriedenheit. Stoße auf ganz unterschiedliche und individuelle Antworten.

Ich erinnere mich: eine alkoholkranke und abstinent lebende Frau hat mir vor vielen Jahren erzählt, dass sie – obwohl in armseligen Verhältnissen lebend – zufrieden sei, seit sie eine Aufgabe hat. Ihre Aufgabe ist nichts Spektakuläres. Sie besteht darin, ihr Zimmer im Wohnheim sauber zu halten, ihre Wäsche zu waschen und auf die eigene Gesundheit zu achten. Klingt nach wenig und ist doch so viel!

Ich bekomme neue Perspektiven. Sehe bisher Unentdecktes und wenig Beachtetes. Spüre, wie mir Zufriedenheit zuwächst.

Vielleicht haben auch Sie Lust bekommen auf eine derartige Entdeckungsreise? Alleine oder im Seniorenclub oder im Freundeskreis. Es genügt die einfache Frage: „Was macht dich zufrieden?“ Oder etwas umfassender: „Bist du mit deinem Leben zufrieden? Und was hilft dir dazu?“

Im Austausch eröffnen sich Ressourcen.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Senioren im Straßenverkehr

In der letzten Zeit bin ich häufiger auf Senior*innen im Straßenverkehr aufmerksam geworden. Einerseits durch verschiedene Gespräche, andererseits durch auffälliges Fahrverhalten von Älteren, drittens durch Berichte in den Medien über Unfälle, die Senioren verursacht haben. Da sind dann oft auch Jüngere mit betroffen. Auch Überlegungen zu einer Fahrtauglichkeitsprüfung oder erneuten Führerscheinprüfung gibt es in der Politik und bei Versicherungen.

Im Internet gibt es eine Reihe von kostenlosen Prüfungen, um sein Wissen zu testen – nicht nur für Senior*innen. Außerdem hat die Deutsche Seniorenliga eine Broschüre in ihrem Angebot mit wertvollen Tipps, wie man die Fahrsicherheit verbessern kann. Sie finden die Broschüre (und viele andere zu anderen Themen) unter folgendem Link: https://www.deutsche-seniorenliga.de/infomaterial.html

Ich wünsche allen – Senior*innen und den Jüngeren – eine gute, unfallfreie Fahrt in diesem Jahr!

Leave a Comment

Filed under Allgemein