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Schuldenfrei im Alter – eine Broschüre der bagso

Altersarmut ist ein Thema, das im Laufe der letzten Jahre immer mehr ins Bewusstsein der Menschen gerückt ist. So konnte es aus der Tabuisierung herausgeholt werden und eröffnete den Menschen einen leichteren Zugang zu den möglichen Hilfestellungen.

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso hat dazu beigetragen mit ihrer Broschüre: „Schuldenfrei im Alter.“ Diese Broschüre ist jetzt in einer zweiten Auflage erschienen. Sie ist sehr übersichtlich aufgemacht und zeigt, wie sich das Leben nach dem Renteneintritt (unter finanziellen Aspekten) verändert, welche Ausgaben steigen, welche sinken und wieviel dann zur freien Verfügung bleibt (an Hand von Beispielsrechnungen). Sie ermutigt, im Bedarfsfall eine Grundsicherung zu beantragen oder eine Schuldnerberatung aufzusuchen. Die bagso schreibt:

Die Autorinnen Claudia Lautner und Maike Cohrs vom Diakonischen Werk Köln und Region geben in dem kompakten Ratgeber zahlreiche Hinweise, wie man sich auf mögliche finanzielle Veränderungen im Alter vorbereiten kann. Außerdem finden sich darin Informationen zur Besteuerung der Rente, zu Zuverdienstmöglichkeiten sowie zu staatlichen Hilfen, wenn die Rente nicht reicht.
Die Broschüre kann – auch in größerer Stückzahl – kostenfrei bei der BAGSO bestellt sowie unter www.bagso.de  als barrierefreie Datei heruntergeladen werden.
Bestellungen:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Thomas-Mann-Str. 2 – 4
53111 Bonn
Tel. 0228 / 24 99 93 23
bestellungen@bagso.de

 

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Missbrauchskonferenz in Rom

Übermorgen beginnt in Rom eine Konferenz der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen und der Ordensoberen weltweit. Ihr Thema werden die vielen Missbräuche innerhalb der katholischen Kirche sein. Sie ziehen sich schon viele Jahre und Jahrzehnte durch die Kirchengeschichte und durch viele (alle?) Länder dieser Welt. So kann man nicht – wie es in Deutschland anfangs (2010) geschehen war – von „Einzeltätern“ und „einzelnen Verfehlungen“ sprechen. Das sind unerträglich verharmlosende Begrifflichkeiten. Zumal diese Taten eingebettet waren/ sind in ein System der Begünstigung, der Vertuschung, der Rückendeckung für auffällige Priester (und wohl auch Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten). So gilt es bei der Synode in Rom, ein Bewusstsein zu entwickeln für die systemische Seite der Missbräuche. Für mich fast unerträglich, wenn Kardinäle heute noch sagen, das gäbe es bei ihnen/ in ihrem Land nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Wohl vorstellen kann ich mir jedoch die Tabuisierung von Sexualität generell und von Missbrauch im Besonderen.

Beeindruckend war für mich ein Gespärch, das der BR vor etwa drei Wochen ausgestrahlt hat. Doris Wagner und Kardinal Schönborn sprachen über den Missbrauch, den Frau Wagner als Ordensschwester erlitten hatte. Es hat mir gezeigt, wie schwer es ist, auch lange Zeit nach dem Erleben darüber zu sprechen; wie viele Emotionen dabei hochkommen und wie viele auch nicht; wie mühsam und doch auch gelingend ein ernsthafter Dialog ist.

Von der Synode in Rom ist vielleicht nur zu erwarten, dass die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen endlich ein Bewusstsein dafür bekommen, dass hier viel Unrecht und Gewalt unter dem Deckmantel der Kirche geschieht; dass Macht ausgeübt wird und ein völlig verqueres Verständnis von Priestertum, Heiligkeit und Unantastbarkeit (Stichwort: „Klerikalismus“) all das begünstigt. Vielleicht ist dieses gemeinsame Bewusstsein der Schritt, dem dann erst (und hoffentlich) andere folgen: eine konsequente und klare Wahr-nehmung und Für-wahr-halten der Erzählungen von Opfern; eine konsequente Konfrontation der Täter; kirchenrechtliche Konsequenzen; eine sofortige Kooperation mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden; eine kritische Sichtung der konkreten Arbeitsbedingungen, denen Seelsorger unterworfen sind.

Missbrauchsopfer sind wohl geprägt für ihr ganzes Leben. Sie brauchen Unterstützung und Hilfe, therapeutische und menschliche. Das gab es lange nicht. So vermute ich, dass es auch bei den Seniorinnen etliche gibt, die solche Erfahrungen gemacht haben – und dabei denke ich nicht (nur) an die Vergewaltigungen im Krieg. Aber wo gibt es ein Forum für diese Menschen?

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Zur Grundrente: Stellungnahme einiger bagso-Verbände

Im letzen Newsletter der bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) gibt es einige Links zu Mitgliedsorganisationen, die sich zur vorgeschlagenen Grundrente äußern. Für mich sehr interessant zu lesen, welche weiterführenden Aspekte diese Verbände in die Diskussion einbringen – etwa für die Menschen mit unterbrochenen Arbeitsbiografien, die keine 35 Beitragsjahre zustande bringen. Hier der Ausschnitt aus dem Newletter:

BAGSO-Verbände äußern sich zum Grundrentenkonzept

Einige BAGSO-Verbände haben zum Vorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Einführung einer Grundrente Stellung bezogen. Der Minister plant, langjährig Beschäftigten eine Rentenleistung von rund 900 Euro zu garantieren. Voraussetzung hierfür sind mindestens 35 Beitragsjahre, inklusive Erziehungs- und Pflegezeiten. Die Positionen der einzelnen Verbände finden Sie unter den folgenden Links:

www.awo.org

www.volkssolidaritaet.de

www.sovd.de

www.vdk.de

www.senioren-union.de

 

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„… weil Du mich berührst“ – eine Ausstellung der Seniorenseelsorge in München

In der Karmeliterkirche in München ist in dieser Woche noch eine sehr bemerkenswerte Ausstellung zu sehen. Sie trägt den Titel: …weil du mich berührst“. Die Künstlerin Karolin Bräg hat in Zusammenarbeit mit Maria Kotulek, Fachreferentin für Demenz in der Seniorenseelsorge der Erzdiözese München und Freising Menschen interviewt und fotografiert.

„Alle fragen nach meiner demenzkranken Mutter. Niemand fragt, wie es mir eigentlich geht.

so zitiert Maria Kotulek eine Angehörige, die sich um ihre Mutter kümmert. Die Aussage wirft ein Schlaglicht auf die Situation der Pflegenden, seien es Partner*innen, (Schwieger-)töchter, (Schwieger-)söhne oder andere nahestende Personen. Immerhin werden in Deutschland etwa 3/4 aller Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Die Pflege erfordert ein unglaublich hohes Maß an Präsenz und bedeutet in ihrer physischen und psychischen Belastung einen unglaublichen Einschnitt in das eigene persönliche Leben.

Ich kann nicht weg – nie. Selbst wenn ich weg könnte, würde ich immer denken: „Wie geht´s ihm daheim?“

Die Ausstellung zeigt die Demenz also nicht nur in ihrer schönen Form, sondern auch wie die Beziehung leidet. Und dennoch ist die Beziehung das Zentrale, die für die Demenzkranken eminent wichtig ist. Berührung, Blickkontakt, Aushalten können. Was trägt und hält? Manchmal die Erinnerung, manchmal der Glaube, manchmal die Liebe und das Pflichtgefühl.

„Die Liebe zu meiner Frau, das hat sich durch die Krankheit nicht verändert. Im Gegenteil – sie braucht meine Liebe noch mehr als vorher.“

Zu diesen Texten hat Karolin Bräg immer Hände fotografiert. Sie zeigen die Beziehung von Demenzkrankem und Pflegendem. Offene Hände, haltende Hände, bergende Hände wie ein Dach, kleine, fast schüchterne Berührungen eines einzigen Fingers.

 

Der Text, der mich am meisten anspricht, heißt: “ Was bleibt von dem Erreichten, wenn es am Schluss auf eine einzige Berührung ankommt …?

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Zusammen ist man weniger allein – 9. Treffen in Neumarkt-St. Veit

Zusammen ist man weniger allein

Bereits zum 9. Mal haben sich Verwitwete im Stift St. Veit getroffen. Heinz Feichtner hatte wieder seine Geige mitgebracht und überraschte die Teilnehmer mit einer extra für diesen Nachmittag komponierten Weise. Immer wieder hat er zwischendurch den kräftigen Gesang schwungvoll begleitet. Ich brachte eine zerbrochene und eine intakte Sanduhr mit. Sie zeigten uns, dass das eigene Leben mit dem Tod des Partners nicht vorbei ist, sondern dass es eine neue Zeit gibt. Der Sand ist hindurch gerieselt, jetzt dreht man die Sanduhr wieder um und es beginnt von Neuem. So ist etwa die Kindheit vorbei, die Jugendzeit beginnt. Die Schulzeit ist vorbei, die Arbeitsphase beginnt. Nach der Partnerschaft hat eine Zeit des Alleinlebens begonnen. Nachdenkliche und hoffnungsvolle Gedanken über die wechselnden Lebensphasen mit ihren Abschieden und einem Neubeginn. So erzählten einige Frauen lebhaft, dass sie nach dem Tod ihres Mannes neue Fähigkeiten bei sich entdeckt hätten. Bei Kaffee bzw. Tee und Kuchen wurde sehr spürbar, dass der traurige Anlass der Verwitwung auch zu neuen Kontakten geführt hatte. So vereinbarten die Teilnehmer gleich das nächste Treffen, bei dem wieder verschiedene Talente zum Vorschein kommen werden.

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Qualifizierungslehrgang für Akteure in der Seniorenarbeit

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso bietet eine Fortbildung für Menschen an, die sich in der Kommune in der Seniorenarbeit engagieren. Dieser Kurs besteht aus vier Modulen zu je zwei Tagen. Die bagso schreibt dazu auf ihrer Homepage:

BAGSO-Qualifizierungslehrgang für Verantwortliche in der Seniorenarbeit – Programme veröffentlicht!

Die BAGSO bietet in diesem Jahr in Berlin, Kassel und Nürnberg die Lehrgänge „Im Alter IN FORM – Gesunde Lebensstile in Kommunen fördern“ (4 Module á 2 Tage) an. Ihr Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen, Angebote zur Gesundheitsförderung älterer Menschen in ihren Kommunen zu initiieren und zu verbessern.

Programme und Anmeldung unter: www.im-alter-inform.de

 

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Gesellschaftliche Beteiligung von Senioren – eine Suche

Nach dem Vierten Deutschen Freiwilligensurvey des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2014 engagieren sich schon jetzt 41,5 % der 65-74-Jährigen; bei den über 75-Jährigen sind es 26,1 %. Bereit zu einem Ehrenamt sind nochmals 21,5% (65-74 Jahre) bzw. 11,5% der über-75-Jährigen Ihre Motivation ist in erster Linie Freude und Spaß, dann auch der Wunsch nach Kontakt und drittens der Wunsch, die Gesellschaft (zumindest im eigenen Wohnbereich) mitzugestalten.

Ich sehe darin ein unglaublich hohes Potenzial an Wissen, Erfahrung, sozialer Kompetenz, Gestaltungswillen. Allerdings braucht es m.E. eigene Randbedingungen, damit auch zum Beispiel Menschen mit Einschränkungen (etwa der Mobilität oder des Spannungsbogens) sich am gesellschaftlichen Leben aktiv beteiligen können. Ältere Menschen gehen abends oft nicht mehr gerne aus dem Haus. Für andere ist eine abendfüllende Sitzung zu lang. Wieder anderen ist der Weg in die Pfarrei zu lang und zu beschwerlich. Wie können wir es also schaffen, adäquate Formate für die gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen?

„Wir geben Gottes Schwung weiter“ – so heißt die Jubiläumsveranstaltung der Pfarrgemeinderäte, die am 30. März 2019 in der Münchener Erzdiözese gehalten wird. In diesem Rahmen biete ich unter dem Logo „neongrün statt beige“ einen Workshop an. Ich gebe Impulse über das gesellschaftliche Ehrenamt von Senioren, sogar Hochbetagten. Dann überlegen wir, welche Formen und Bedingungen es für deren Engagement innerhalb einer Pfarrei oder eines Pfarrverbandes es geben kann.

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Grundschule Mühldorf sucht Lesepaten

Mich hat eine Bitte und Anfrage aus der Grundschule in Mühldorf erreicht, die ich an dieser Stelle gerne veröffentliche.

Für einzelne Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Lesen ein wenig schwer tun, werden Lesepaten gesucht.

Wer also ein wenig Zeit hat (es reicht schon eine Stunde in der Woche), könnte mit einer Schülerin/ einem Schüler das Lesen üben. Das geschieht dann regelmäßig oder nach Bedarf während der vormittäglichen Unterrrichtszeit. Das Material wird von der Schule gestellt.

Wenn Sie sich dadurch angesprochen fühlen oder mehr Informationen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an mich (Tel: 0170 220 78 05). Ich vermittle dann den Kontakt. Gerne dürfen Sie auch andere ansprechen, die sich dafür interessieren könnten.

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Kirchenmitglied bleiben? – Eine Studie

Das Erzbistum München und Freising hat eine Studie erstellen lassen. Darin wurde die Bindung der Menschen an die Kirche untersucht. Die gute Nachricht: die meisten fühlen sich der Kirche noch verbunden. 16% bezeichnen sich als kirchennahe Gläubige, 45 % sehen sich der Kirche kritisch verbunden. Das macht Hoffnung. Allerdings bedeutet es meiner Meinung auch, dass wir uns als Kirche den kritischen Fragen der Menschen stellen müssen, dass wir ins Gespräch kommen bzw. im Gespräch bleiben müssen, dass wir damit auch für deren Anregungen offen werden/ bleiben müssen. Als Bindeglied dient dabei der Glaube der Menschen. Hier suchen sie zum einen Antworten, zum anderen wohl auch (eine Art) Beheimatung, etwa bei den Gottesdiensten zu Weihnachten und Ostern. Das könnte für uns als Kirche ein Potenzial sein, wenn wir es denn nutzten. Dazu gehört eine qualitative und ästhetische Gestaltung sowohl der Gottesdienste wie der verbalen und emotionalen Ansprache der Menschen,  die die Menschen mit ihrem Leben berührt.

Ich habe mal selbst verschiedene Menschen befragt (nicht repräsentativ, aber dennoch erhellend), was für sie „Seelsorge“ bedeutet. Fast durchgängig kam die Antwort: präsent sein – nah am Menschen und seiner Lebenswirklichkeit – zuhören. Ich erfahre immer wieder, dass Menschen weniger Antworten suchen als vielmehr ein Ohr für ihre Gedanken, Erfahrungen, Freuden und Leiden. Dass jemand da ist, der auch Schweres aushält und im Zuhören mitträgt. Der sozusagen „Zeuge“ wird für ihr Leben. Von einem Seelsorger erwarten die Menschen auch, dass er sozusagen eine Verbindung herstellt zu Gott/ dem Göttlichen – sei es im Gebet, im Gottesdienst, im Ritual (etwa eines Segens).

Zurück zur Studie: Veröffentlicht wird in der Presse auch, wie es mit dem Vorhaben eines Kirchenaustrittes aussieht: Auch da verfügen wir über ein ziemlich großes Potenzial: 59% haben keine Kirchenaustrittsneigung, 21% eine niedrige. Bei vielen spielt die eigene familiäre und biografische Prägung eine Rolle, bei manchen auch lediglich die Bequemlichkeit, die den Austritt verhindert. So verstehe ich das grade nicht als Impuls, dass wir uns gemütlich zurücklehnen, sondern dass wir dieses Potenzial nutzen, um nah an den Menschen zu sein, dass wir ihre Lebenswirklichkeit erfahren und in unser Kirchenleben integrieren. Das könnte unserer Verkündigung in Wort und Tat und Erscheinungsbild nur gut tun!

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Aktualisierte Liste des Hilfenetzwerks

Ich habe meine Liste des Hilfenetzwerkes aktualisiert. So können Sie vielleicht die Hilfe finden, die für sie Not wendend ist. Bitte beachten Sie, dass meine Liste keine Empfehlung darstellt, sondern lediglich eine Sammlung der im Landkreis Mühldorf verfügbaren Dienste. Falls Ihnen etwas Unrichtiges auffällt oder Sie Ergänzungen haben, bin ich um eine Mitteilung dankbar.

Sie finden das Hilfenetzwerk auf einer eigenen Seite. (siehe Kopfleiste)

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