Category Archives: Seniorenbeauftragte

Informationsabend der Seniorenbeauftragten am 5. Okt. 2020

Nachdem unser Treffen im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen ist, wagen wir jetzt einen neuen Anlauf

am Montag, den 5. Oktober 2020

von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

ins Pfarrheim in Ampfing.

Wir werden die neuen Seniorenbeauftragten der Kommunen begrüßen und gemeinsam und im Austausch überlegen, welche Aufgaben ein/e Seniorenbeauftragte/r – gerade in Zeiten von Corona – haben kann.

Dazu gibt es auch von unserer Seite ein paar Hinweise und Anregungen.

Zu unserer besseren Planung (in den Pfarrsaal können etwa 25 Personen kommen), bitten wir um eine kurze Anmeldung.

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Das Leben der Senior*innen in der Coronazeit

Was könnte ein/e Seniorenbeauftragte/r in dieser Zeit für und mit den Senior*innen tun?

Seit Anfang März 2020 gibt es bei uns die vielfältigen Beschränkungen. „Social distancing“ – die soziale Distanz also – war angesagt. Dabei ging es doch eigentlich „nur“ um eine körperliche Distanz! Aber viele – und nicht nur Senior*innen – haben sich lange daran gehalten.

Ich selber habe mich nicht an die soziale Distanz gehalten. Ich habe viel telefoniert. Ich habe viele Mails geschrieben. Mit der Familie habe ich geskypt. Ich habe jedoch niemanden besucht. Meine Termine habe ich abgesagt – oder sie wurden von anderen abgesagt. Erst seit etwa einem Monat gehen Wiedersehen von Angesicht zu Angesicht. Ich spüre dabei, wie wichtig ein solcher Kontakt ist. Ich habe auch gemerkt, wie über-lebens-notwendig die Telefonate waren. Es gab viel Redebedarf. Und es gibt ihn immer noch.

Was könnte in dieser Zeit die Aufgabe eines kommunalen oder pfarreilichen Seniorenbeauftragten sein? Vielleicht nicht viel anders als meiner. Kontakthalten zu den Senior*innen vor Ort (die die Seniorenbeauftragten sicher besser kennen als ich). Sie werden auf große Dankbarkeit stoßen und viele Geschichten. Persönliche Geschichten, Geschichten des Ortes. Geschichten von Herausforderungen und von der Bewältigung dieser Herausforderungen. Geschichten von Gelassenheit, aber auch von Besorgnis und Angst. Isolationsgeschichten und Vernetzungsgeschichten.

Seniorenbeauftragte waren (und sind vielleicht immer noch) selbst Vernetzer: mit Hilfebedarf und mit Hilfsangeboten. Denn die gab und gibt es auch, manchmal initiiert von Seniorenbeauftragten. In den Gesprächen mit den älteren Menschen taucht dann vielleicht auch ein Bedarf auf, den man sonst leicht übersehen kann. Wo braucht es einen Fahrdienst, etwa zum Arzt? Wo braucht es ein häufigeres Gartenzaungespräch? Wo braucht es eine kleine handwerkliche Hilfestellung? Wo braucht es vielleicht einen Pflegedienst oder einen Besuchsdienst?

Seniorenbeauftragte lernen so auch die Potenziale in ihrem Ort kennen. Senioren können sich gegenseitig anrufen, sie brauchen dazu manchmal nur einen kleinen Anstoß. Senioren können schreiben – Karten, Briefe – und brauchen dazu nur einen kleinen Anstoß. Senioren können einander das Grab gießen, Senioren können einander an das Trinken erinnern oder sich zu einem „fernmündlichen Kaffeekranzerl“ verabreden. Der Anstoß, die Idee könnte von den Seniorenbeauftragten kommen.

Vielleicht gibt es im Ort auch Musiker, die an einem zentralen Platz, in einem Park, vor dem Rathaus oder der Kirche ein Open-Air-Konzert geben und die Senioren können gefahrlos, weil mit Abstand, zuhören.

Gefragt ist also der Mut und die Kreativität der Seniorenbeauftragten, die möglichen Spielräume zu sehen und zu füllen mit Leben – zu Gunsten der Senioren ihres Ortes.

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Ältere Menschen und Digitalisierung – der Achte Altenbericht

Heute hat die Bundesregierung den 8. Altenbericht unter dem Titel „Ältere Menschen und Digitalisierung“ veröffentlicht. Darin werden sowohl die technische wie auch die soziale Seite der Digitalisierung beleuchtet und auch einige ethische Fragen diskutiert.

Grundlegend – so wird betont – ist ein kompetenzorientiertes Menschenbild. Damit wird unterstrichen, dass Senior*innen fähig und willens sind, sich in die für sie oft noch fremde Welt des Internet einzuarbeiten, entsprechende Unterstützung vorausgesetzt. Allerdings beschreibt der Altenbericht auch, dass es Menschen mit niedrigem oder mittlerem Bildungsstand schwerer haben als die mit hohem; dass Männer mehr zur Digitalisierung neigen als Frauen und dass (vor allem ältere) Migrant*innen seltener Zugang finden.

Danach werden verschiedene Themenbereiche untersucht mit den Chancen, den Risiken und auch den (technischen) Voraussetzungen. Dazu gehören etwa die Bereiche „Wohnen“, „Gesundheit“, „soziale Integration“, „Mobilität“. Hier kann die Digitalisierung helfen, sehr viel länger ein selbstbestimmtes Leben zu führen, etwa mit Gesundheits- bzw. Fitness-Apps oder in der Unterstützung der Haushaltsführung. Auch für Angehörige ist der Einsatz digitaler Medien entlastend – etwa in der Kommunikation über große Distanzen hinweg. Ziel der Digitalisierung muss es freilich sein – so der Altenbericht – „die Partizipation und die Teilhabe auch außerhalb des digitalen Raums zu stärken“ (S. 32)

Als ethische Fragestellung formuliert der Altenbericht die Spannung zwischen Ermächtigung und Demütigung sowie die Befürchtung, dass die Digitalisierung u. U. ein defizitorientiertes Altersbild produziert.

Am Ende gibt es 12 Empfehlungen. Darin enthalten ist die Forderung, die technischen Voraussetzungen zu erfüllen, dass alle Zugang haben zu einem leistungsfähigen Internet (auch durch ein Förderprogramm zur Anschaffung von PC für einkommensschwache Menschen). Eine andere Empfehlung sieht die Chance, das Internet generationenverbindend zu nutzen. Schließlich wird die Einführung eines Monitoring „Digitalisierung und ältere Menschen“ gefordert, an dem auch die Senior*innen selbst beteiligt sein sollten.

Wer den Altenbericht lesen möchte, findet ihn unter folgendem Link: https://www.bmfsfj.de/blob/159456/3dab099fb5eb39d9fba72f6810676387/achter-altersbericht-kurzfassung-data.pdf

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Lebenserwartungen in Deutschland

Im Deutschen Ärzteblatt wurde eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Lebenserwartung in Deutschland beschäftigt. Die Soziologen und Demografen Roland Rau und Carl Schmertmann haben herausgefunden, dass es in Deutschland große Unterschiede gibt. Die höchste Lebenserwartung haben Frauen im Landkreis Starnberg, die geringste im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt (Frauen) bzw. Bremerhaven (Männer). Der Unterschied beträgt jeweils etwa vier Jahre.

Die Gründe sind vor allem in der wirtschaftlichen Situation zu finden. Arbeitslosigkeit, Hartz IV, Kinderarmut z. B. führen zu einer Lebenshaltung, die von Aussichtslosigkeit geprägt ist. Dies führt zu Folgeschäden: schlechtere Ernährung, schlechteres Gesundheitsbewusstsein, schlechtere Gesundheitsvorsorge.

Wenn ich mir die Karten so anschaue, finde ich ein Gefälle von Nord-Ost nach Süd-West (grob gesagt). Die Autoren betonen, dass es kein Ost-West- und auch kein Stadt-Land-Unterschied ist. Man müsse alles sehr viel kleinräumiger betrachten.

Ich zitiere die Schlußfolgerung der Autoren: Wir finden keine durchgängigen Stadt-Land-Unterschiede bei der Lebenserwartung. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Maßnahmen, die die Lebensstandards für ärmere Teile der Bevölkerung verbessern, am ehesten dazu geeignet sind, die existierenden Unterschiede in der Lebenserwartung zu reduzieren.

Grade was die Kinderarmut angeht (das war heute ein anderer Bericht in der Zeitung, der mich sehr erschreckt hat), zeigt sich, dass sich solche Entwicklungen verstetigen bis mindestens in die nächste Generation hinein. Hier spielt natürlich auch die Bildung mit herein und die eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe. Für mich bedeutet das, dass wir jetzt schon etwas tun müssen und auch können, um künftige Lebensqualität für alle (oder zumindest für sehr viel mehr Menschen) zu verbessern.

Wer den Bericht selber lesen möchte, findet ihn unter folgendem Link:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/214715/Lebenserwartung-auf-Kreisebene-in-Deutschland

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„Offenes Ohr – offenes Herz“ findet wieder statt

Meine Sprechstunde beim Globus konnte ja seit Mitte März nicht mehr stattfinden. Aber auch wenn die Gastronomie noch nicht in der vor Corona gewohnten Weise eröffnet werden kann, darf ich trotzdem mein Angebot „Offenes Ohr – offenes Herz“ wieder machen.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist globus_seelsorge_michael_tress_muehldorf-46a7.jpg

Allerdings kann ich nicht an meinem gewohnten Platz sitzen im Gang des Einkaufszentrums. Ich bin jetzt draußen, im hinteren Biergarten. Aber wenigstens die Zeit ist gleich geblieben: jeden Donnerstag von 10 – 11 Uhr. Es ist also nur ein kleiner Umweg!

Ich freue mich über jede/n Besucher/in und die Gespräche mit Ihnen!

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Info der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“

Die Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ hat auf eine neuaufgelegte Broschüre hingewiesen und schreibt dazu:

Neuauflage 2020 der Broschüre „Fördermöglichkeiten von Maßnahmen im Rahmen seniorenpolitischer Handlungsfelder in Bayern“

Wir haben unsere „Förderbroschüre“ aus dem Jahr 2017 überarbeitet und neu aufgelegt. Dabei wurden alle aufgeführten Programme aktualisiert und neu hinzugekommene ergänzt. Bei der Umsetzung einzelner Maßnahmenvorschläge von Seniorenpolitischen Gesamtkonzepten stellt sich immer auch die Frage nach Fördermöglichkeiten. Während einige Kommunen in Bayern hier bereits auf Erfahrungen zurückgreifen können, ist es insbesondere für kleinere Gemeinden schwierig, sich einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu verschaffen. Dabei kann es nie gelingen, alle bestehenden Programmen aufzuführen, wir denken aber dass wir einen guten Überblick über eine Vielzahl relevanter Programmen geben.

Derzeit ist ein Druck der Broschüre nicht geplant, da in den kommenden Monaten noch inhaltliche Veränderungen zu erwarten sind. Die Broschüre steht jedoch zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Wir hoffen, dass sich die Neuauflage einer ebenso großen Beliebtheit erfreut, wie die Vorläuferausgabe. Die neue Broschüre finden sie hier: www.wohnen-alter-bayern.de

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Neuer Termin für den Informationsabend

Der ausgefallene Informationsabend für die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen findet voraussichtlich Anfang Oktober in Ampfing statt. Es ergeht eine zeitnahe Einladung, wenn die Coronalage besser beurteilt werden kann.

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Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Der Informationsabend für die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen im Landkreis Mühldorf, der am 25. Mai vorgesehen war, wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Das ist schade, weil wir uns gerne von den ausgeschiedenen Seniorenbeauftragten verabschiedet hätten und umgekehrt die neuen begrüßen wollten. Außerdem hatten wir auch schon eine Referentin gewonnen und weitere Ideen gehabt.

Aber es wird sicher eine Zeit geben, wo ein nächster gemeinsamer Abend möglich ist.

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Pflege daheim

In manchen Gesprächen der letzten beiden Wochen habe ich gehört, wie die Corona-Pandemie die Situation der Pflegebedürftigen zu Hause und ihrer Angehörigen verändert. Die meisten Demenzkranken werden ja zu Hause gepflegt, manche mit Unterstützung einer häuslichen Pflegekraft, andere mit Hilfe eines Pflegedienstes. In dieser Zeit haben nun manche dieser Pflegekräfte die Schwierigkeit, dass ihre Arbeit vom Coronavirus beeinträchtig wird. Sei es, dass sie selbst infiziert sind und nicht mehr arbeiten können, sei es, dass sie aus osteuropäischen Ländern kommen und nicht mehr einreisen dürfen. Oder umgekehrt: diejenigen, die da sind, können nicht in ihre Heimat reisen, weil ihre Ablöse dort festsitzt. Wie auch immer stellt das die Angehörigen der Pflegebedürftigen vor große Probleme.

Manchmal kommen solche Schwierigkeiten gar nicht an die Öffentlichkeit. Pflegebedürftigkeit und vor allem Demenz ist immer noch mit Scham besetzt und versteckt sich gerne. Die Angehörigen sind oft so mit der Pflege beschäftigt, dass kaum Zeit bleit für den Weg nach draußen. Schon gar nicht für ein längeres Gespräch über ihre Situation.

Es ist also ein besonders wachsames Auge gefordert und auch die Kenntnis der Lebenslage dieser Familien. Vielleicht gelingt es im Ort, das zu erkennen und – wenigstens begrenzt (und auch das ist schon viel) – Unterstützung zu geben. Das reicht dann vom aufmunternden Wort bis hin zu einer tätigen Hilfe, etwa beim Einkauf.

Ich bitte also alle, mal in der Nachbarschaft zu schauen bzw. zu überlegen, wer da vielleicht Hilfe brauchen könnte.

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Grundsicherung im Alter

Angestoßen durch einen Bericht im Fernsehen gestern sowie durch ein paar konkrete Menschen in meiner Umgebung habe ich mich mal erkundigt, was es mit der Grundsicherung im Alter auf sich hat.

  1. Grundsicherung ist ein Recht, das jeder hat, der seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder eigenem Vermögen bestreiten kann.
  2. Grundsicherung im Alter kann jede*r erhalten, der das Renteneintrittsalter erreicht hat.
  3. Es gibt einen sogenannten Regelbedarf. Der liegt im Moment bei 432 € pro alleinlebender Person, bei 389 € pro Person in einer Paarbeziehung und bei 345 € pro Person, wenn diese in einer Einrichtung lebt. Das Landratsamt Mühldorf gibt hier etwwas niedrigere Beträge an als das Bndesministerium.
  4. Dazu kommen Zahlungen für Unterkunft und Heizung, ggf. für einen Mehrbedarf etwa bei einer Behinderung und die Kosten für Kranken- bzw. Pflegeversicherung.
  5. Beim Einkommen werden alle Arbeitseinkomen (auch geringfügige und Renten [allerindgs ohne die Grundrente]) eingerechnet.
  6. Vermögen bis 5000 € bleibt unberücksichtigt, ebenso selbstgenutztes Wohneigentum.
  7. Kinder oder Eltern werden nicht zur Kasse gebeten, außer deren Einkommen liegt über 100 000€.
  8. Man muss einen Antrag stellen, der gilt dann für 12 Monate. Diesen Antrag stellt man bei seiner Gemeinde.

Infos finden sich unter folgendem Link: https://www.bmas.de/DE/Themen/Soziale-Sicherung/Sozialhilfe/grundsicherung-im-alter-und-bei-erwerbsminderung.html;jsessionid=62B8BE3A98F61F515F1F7D13B27BF0E1#a1 

oder im Landratsamt Mühldorf unter: https://www.lra-mue.de/buergerservice/themenfelder/soziales-und-senioren/hilfelebensunt-grundsicherungaltererwerbsminderung.html

Ich bitte Sie, lieber Leser, eindringlich, Menschen auf dieses ihr Recht hinzuweisen. Damit helfen Sie den Hilfebedürftigen zu einem menschenwürdigeren Leben!

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