Category Archives: Seniorenbeauftragte

Dank und Grüße an die Seniorenbeauftragten

Die Seniorenbeauftragten im Landkreis Mühldorf haben sich im letzten Jahr wieder für die älteren Mitbürger engagiert. Manche große und viele kleine Aktionen sind entstanden oder fortgeführt worden. Ich denke da z. B. an so manche Möglichkeit der Begegnung (etwa bei einem Frühschoppen oder Frühstück), an Gelegenheiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (etwa bei Seniorennachmittagen oder im Kino) oder auch an Informationsveranstaltungen über Fragen der Gesundheit oder der Rente.

Die Informationsabende und auch die beiden Exkursionen sind mir noch in lebhafter Erinnerung. Am meisten beeindruckt mich jedoch das Engagement, die Hartnäckigkeit und auch der Mut, mit dem die Seniorenbeauftragten ihre Aufgabe angehen, manchmal gegen Widerstände oder Nichtwahrhabenwollen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen Seniorenbeauftragten ein herzliches „Vergelt´s Gott!“ sagen und sie bitten, auch im kommenden Jahr all ihre Talente, ihre Ideen, ihre Zeit und ihre Kraft für diese zukunftsweisende Aufgabe einzusetzen. Denn das, was wir heute tun, hilft uns, die Zukunft zu gestalten – nicht nur im Kleinen unserer Gemeinde, sondern auch im Großen unserer Gesellschaft.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und ein von Gott gesegnetes Jahr 2018!

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Fachtag „Demenz“ des Landratsamtes Mühldorf

Am 30. November veranstaltet das Gesundheitsamt im Landratsamt Mühldorf in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Senioren den Informationstag „Leben mit Demenz“ – Entlastungs- und Unterstützungsangebote im Landkreis Mühldorf.

Das Landratsamt hat die große und umfassende Belastung der Angehörigen von Demenzkranken im Blick und möchte über die Erkrankung informieren sowie die verfügbaren Beratungsangebote bekannt machen. (Sie finden viele auch auf meiner Seite „Hilfenetzwerk“). Außerdem ermutigt das LRA dazu, sich Freiräume zu schaffen und dafür auch Hilfe einzufordern.

Folgender Ablauf erwartet Sie im großen Sitzungssaal des Landratsamtes:

14.00 Uhr: Begrüßung durch den Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Benedikt Steingruber

Fachvortrag „Umgang und Kommunikation mit Menschen mit Demenz“ durch Fritz Schillhuber

Vorstellung einzelner Hilfs- und Unterstützungsdienste

17.00 Uhr: voraussichtliches Ende

Um Anmeldung zu dieser kostenlosen Veranstaltung wird gebeten bei Frau Anna Fischer unter 08631/ 699-525

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Senioren und die Nachbarschaftshilfe

Beim letzten Informationsabend der Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen im Landkreis Mühldorf haben wir unsere Sozialraumanalyse fortgesetzt. „Wie will ich selber leben, wenn ich mal alt bin?“ – „Was brauche ich zu einem zufriedenen Leben im Alter?“ waren unsere Fragen. Wir Menschen leben naturgemäß in Beziehungen: in vielen Kontakten, einigen Beziehungen, wenigen Verbundenheiten. Wir leben in der Beziehung zu uns selber;  in der Beziehung zu anderen Menschen; in der Beziehung zur Natur, Umwelt, Gesellschaft; in der Beziehung auch zu dem Göttlichen, Spirituellen, zum Lebenssinn. Das gilt auch für Senioren – selbst dann (oder gerade dann), wenn sie auf Grund von eingeschränkter Mobilität auf die eigenen vier Wände beschränkt sind.

Die Nachbarschaftshilfe Buchbach hat dann sichtbar gemacht, dass sie auch zu diesen Menschen Kontakt hält durch die verschiedenen ehrenamtlichen Hilfen, die sie anbietet. Das können zum Beispiel haushaltsnahe Dienstleistungen sein, Hilfe bei der Bürokratie, eine zeitweise Betreuung oder auch die Begleitung beim Arztbesuch. Die Fahrtkosten mit 0,30 € sind die einzigen Kosten, die anfallen. So tragen die sieben Führungskräfte und die etwa 25 Helfer als niederschwelliges Angebot zur Lebensqualität der Menschen in Buchbach bei, was auch gut angenommen wird. Unterstützt wird die Nachbarschaftshilfe durch die Kommune und die Kirche.

Ich finde: ein gelungenes Beispiel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer Gemeinde, das Nachahmung verdient.

 

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Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz

Ich habe auf der Seite der bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) folgende Ausschreibung gefunden. Da ich glaube, dass dies ein zukunftsweisendes Programm ist, möchte ich es bekannt machen:

Die Netzwerkstelle „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ bietet ab 2018 fachliche Begleitung und überregionalen Erfahrungsaustausch für lokale Hilfenetzwerke, die die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen verbessern helfen. Als Anlaufstelle befördert sie die Bildung neuer lokaler Hilfestrukturen und treibt die Sensibilisierung in der Gesellschaft für das Thema weiter voran. Damit ergänzt sie die in den Bundesländern vorhandenen oder im Aufbau befindlichen Netzwerkstrukturen.

Zur Entwicklung des Leistungsprofils ermittelt die Netzwerkstelle in 2017 den konkreten Unterstützungsbedarf. Hierzu finden bundesweit Gespräche mit relevanten Akteuren auf Landes- und Bundesebene und Fokustreffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Lokalen Allianzen statt.


Unterstützung für Hilfenetzwerke vor Ort

Fast 1,6 Millionen Menschen leben in Deutschland mit Demenz. Bis zum Jahr 2050 könnte sich ihre Zahl auf rund drei Millionen erhöhen. Vielerorts verbessern lokale Hilfenetzwerke die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen direkt und wirkungsvoll in ihrem Wohn- und Lebensumfeld.

In dem Bundesmodellprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ wurden bzw. werden in dem Zeitraum 2012 bis 2018 insgesamt 500 Hilfenetzwerke für jeweils zwei Jahre gefördert. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Verbreitung von Unterstützungsmöglichkeiten in ganz Deutschland. Wichtige Kooperationspartner sind Kommunen, Vereine, Unternehmen, Wohlfahrtsverbände, Kirchengemeinden, Krankenhäuser, Sozialstationen und Pflegestützpunkte, Mehrgenerationenhäuser, Seniorenbüros, Arztpraxen und Selbsthilfeorganisationen.

Die neue Netzwerkstelle trägt mit ihren Angeboten für lokale Hilfenetzwerke dazu bei, die Nachhaltigkeit des Bundesmodellprogramms „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ sicherzustellen.


Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


Kontakt

Netzwerkstelle „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Stefanie Adler, Silke Leicht
Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Thomas-Mann-Str. 2-4
53111 Bonn
Tel.: +49 228 / 24 99 93 – 33 oder – 25
Fax: +49 228 / 24 99 93 – 20
E-Mail: stefanie.adler@bagso.de; silke.leicht@bagso.de

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Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Der nächste Informationsabend für die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen im Landkreis Mühldorf findet am Montag, den 16. Oktober 2017 von 19.30 bis 21.30 Uhr in Ampfing im Pfarrzentrum (Margarethenstüberl) statt. Die Einladung mit der Tagesordnung ergeht rechtzeitig.

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Informationsabend für Seniorenbeauftragte: Sozialraumbetrachtung

Beim letzten Informationsabend der Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen im Landkreis Mühldorf habe ich an Hand der fiktiven „Marianne Wimmer“ einen typischen Lebenslauf mit den Veränderungen der sozialen Bezüge dargestellt. Sichtbar wird, wie ein früher sehr kontaktfreudiger Mensch durch persönliche, aber auch gesellschaftliche Umstände im Alter immer weiter isoliert ist und zu vereinsamen droht.

(Da ist noch alles in Ordnung, es gibt viele Beziehungen rundherum)

An diese Präsentation schließt sich eine sehr lebhafte Diskussion an. Zunächst tauchen Fragen nach der Beziehung zu den Kindern auf, dann diskutieren wir kurz über ausländische Pflegekräfte und deren für alle Beteiligten schwierige Arbeitsbedingungen. Schließlich wenden wir uns der spannenden Frage zu, was wir als Kommunen bzw. Pfarreien mit diesen Menschen anfangen, die es gar nicht so selten in unseren Gemeinden gibt. Als dringlichste Fragestellung erkennen wir, Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen – sei es im häuslichen Bereich (etwa durch einen Besuchsdienst) oder durch allgemeine Angebote. Für einen Besuchsdienst bietet der Klinikseelsorger Martin Kuhn mit mir zsammen im Herbst eine Schulung an. In Aschau gibt es ein Frühstückstreffen, das durch Spenden und die örtlichen Vereine finanziert wird, in Reichertsheim einmal im Vierteljahr ein Treffen beim Wirt, in Gars wurde ein Migrationscafe aufgebaut, zu dem auch Senioren eingeladen sind. Außerdem gibt es Kochkurse, ein Trauercafe und PC-Kurse für Senioren (den bietet etwa das KBW in Mühldorf an). In Ampfing und in Waldkraiburg sind die Senioren einmal im Monat zu Kino, Kaffee und Kuchen eingeladen.

Durch das Gespräch schärfen wir unseren Blick für die Lebenssituationen der Menschen und für die Räume, in denen sie sich bewegen. Beeindruckend war, wie wir miteinander die vielen verschiedenen Sichtweisen zusammengetragen haben mit dem gemeinsamen Ziel, unsere Angebote noch zielgenauer und präziser zu gestalten. Imposant auch, wie viele verschiedene Aktivitäten es in unserem Kreis gibt, die z. T. gar nicht viel Aufwand erfordern und doch viele Menschen erreichen.

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Veranstaltung „Langlebige – Gesundheit und Teilhabe einer Bevölkerungsgruppe mit Zukunft“

Bei der Präsentation einer Studie der Charité unter dem Titel: „Langlebige – Gesundheit und Teilhabe einer Bevölkerungsgruppe mit Zukunft“ betonte Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium in ihrem Grußwort:

„Hochaltrige sind eine in Forschung und Öffentlichkeit bislang nicht ausreichend beachtete Bevölkerungsgruppe. Dabei ist die Gruppe der über Hundertjährigen die am schnellsten wachsende Altersgruppe in Deutschland.

Der Trend zum immer längeren Leben ist ungebrochen, ein Ende gegenwärtig nicht absehbar. Der 100. Geburtstag kommt immer häufiger vor und ist ein viel bewundertes Jubiläum. Die steigende Zahl Hundertjähriger macht auf beeindruckende Weise sichtbar, dass die Lebenserwartung weiter steigt. Erfreulich dabei ist, dass die meisten Menschen aufgrund der immer besseren Lebensbedingungen relativ gesund älter werden und der Pflegebedarf erst im hohen Alter deutlich ansteigt.

Die entscheidende Frage aus Sicht der Politik ist: „Wie gelingt es, älteren Menschen – auch bei Unterstützungsbedarf – ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben bis ins höchste Alter zu ermöglichen?“

Vor Ort muss Politik für ältere Menschen greifen; dort muss unsere Gesellschaft altersgerecht werden. Denn auch hochaltrige Menschen wollen so lange wie möglich selbstbestimmt leben. Sie wollen mitbestimmen und mitgestalten. Teilhabe und Zugehörigkeit sind unverzichtbar für ein menschen-würdiges Leben. Deshalb ist es unser Ziel, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass ältere Menschen in der Mitte der Gesellschaft bleiben können.“

(zitiert nach der Pressemitteilung des bmfsfj)

Leider habe ich die Studie selber nicht gefunden. Aber nachdem es auch noch bei Hochbetagten das Bedürfnis nach Teilhabe und Zugehörigkeit gibt, müssen wir Formen entwickeln, die das ermöglichen. Es wird wohl mehr darauf ankommen, das im häuslichen Rahmen geschehen zu lassen (etwa weil die Mobilität eingeschränkt ist oder Abendtermine zu spät sind.) Vielleicht braucht es da Vermittler, die beim Besuch daheim die Erfahrungen, Vorstellungen und Wünsche der Hochaltrigen mitgeteilt bekommen und dann in Gremien, Vereine, Kirchen transportieren. Oder die über eine Telefon- bzw. Internetschaltung von zu Hause aus an den Sitzungen teilnehmen können. Oder, oder, oder …  Der Kreativität steht da ein breites Feld offen.

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Wahlprüfsteine der bagso

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso e.V. hat zur Bundestagswahl 2017 sog. „Wahlprüfsteine“ veröffentlicht. Darin werden verschiedene Themenbereiche und Fragen aufgeworfen, die für eine zukunftsgerichtete Seniorenarbeit wichtig sind. Aufgegliedert sind die Wahlprüfsteine in folgende Fragenkomplexe:

  1. Stellenwert und Struktur der Seniorenpolitik
  2. Alterssicherung
  3. Freiwilliges Engagement und Partizipation
  4. Gesundheit und Pflege
  5. Wohnen, Wohnumfeld und Mobilität
  6. Verbraucherschutz und -information in einer immer stärker digitalisierten Welt

Mit den darin angesprochenen Fragen sollen die sich zur Wahl  bewerbenden Kandidaten konfrontiert werden. So könnten die für Senioren wichtigen Themen eine größere Verbreitung und Aufmerksamkeit bekommen.

Wer die Wahlprüfsteine lesen will, findet sie auf der Seite der bagso (www.bagso.de) unter http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Publikationen/2017/BAGSO_Wahlpruefsteine_2017.pdf

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Informationsabend für Seniorenbeauftragte im Landkreis und Dekanat Mühldorf

Alfons Wastlhuber von der „Freiwilligenagentur Ehrensache e.V.“ und ich laden die Seniorenbeauftragten der Pfarreien des Dekanates und der Kommunen im Landkreis Mühldorf zum nächsten InformatiEonsabend ein. Er findet statt am Donnerstag, den 6. Juli von 19.30 bis 21.30 Uhr im Pfarrheim in Ampfing.

Wir stellen die neue Wohnraumberatung des Landratsamtes vor und beschäftigen uns mit dem Sozialraum für Senioren. Hier wird es eine sicher lebhafte Diskussion und verschiedene Anregungen geben.

Die Seniorenbeuaftragten werden um ihre Anmeldung gebeten.

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Ein Leben lang zu Hause wohnen im Landkreis Mühldorf

Am vergangenen Freitag wurde die neue Broschüre des Landkreises Mühldorf vorgestellt. Sie trägt den Titel: „Ein Leben lang zu Hause wohnen im Landkreis Mühldorf“. Sie regt zu einem aufmerksamen Rundgang durch die eigene Wohnung an und bietet viele Hinweise darauf, wie die Gegebenheiten barrierefrei verändert werden können. Das fängt beim Bewegungsmelder an der Haustür an, führt über die Treppenstufen hinein in die Wohnung mit allen Räumen. Sehr plastisch werden dort Stolperfallen, Hindernisse und Erschwernisse beschrieben. Es gibt natürlich auch konkrete Verbesserungsvorschläge.

Vielleicht der wichtigste Hinweis ist der auf die geschulten ehrenamtlichen Wohnraumberater. Sie kommen zum vereinbarten Termin zum Ratsuchenden und zeigen vor Ort auf, wie die Wohnung oder das Haus umgestaltet werden kann. Ziel ist es, möglichst lange ein leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

In der Mitte der Broschüre befindet sich eine heraustrennbare Checkliste, mit der man selber Bestand aufnehmen kann und so schon den ein oder anderen Hilfebedarf erkennt. Es schließen sich praktische Tips an – etwa über Sicherheit oder Finazfragen.

Am Ende stellen sich Matthias Burger und Sigrid Auer von der Fachstelle für Senioren vor – die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen im Seniorenbereich. Sie finden die Adresse und Telefonnummer auch auf meiner Seite „Hilfenetzwerk“.

Die Broschüre ist im Landratsamt kostenlos erhältlich.

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