Kleine Gottesdienste

Gottesdienst zum 3. Sonntag der Osterzeit am 19. April 2026

Im Namen des Vaters und des Sohnes und de Heiligen Geistes. Amen

Lied: GL 337 Freu dich, erlöste Christenheit

Einleitung:

Freu dich, erlöste Christenheit. So war das Lied gerade. Von Erlösung – auch der Christenheit – ist wenig zu spüren in unserer Welt dieser Tage. Es dauert wohl noch. Es dauert, bis Erlösung spürbar und erlebbar wird.

Das ist auch den Jüngern von Emmaus so gegangen. Da war für die beiden noch nichts zu spüren von „erlöst“ und von Auferstehungsfreude. Erst allmählich haben sie das erfahren, buchstäblich Schritt für Schritt. Frage für Frage. Hörend und spürend und deutend. Darin haben sie Jesus erkannt, wie sie ihn in seinem Leben gekannt hatten.

Kyrie:

Herr Jesus Christus, du hast die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten ernst genommen. Herr, erbarme Dich!

Du hast den Menschen zugehört. Christus, erbarme Dich!

Du hast die Sehnsucht der Menschen nach Gesundheit und Frieden aufgegriffen. Herr, erbarme Dich!

Gebet:

Herr Jesus Christus, Du begleitest die Jünger von Emmaus geduldig in ihren Fragen und Zweifeln. Wenn auch bei uns die Fragen kommen: lass uns nicht allein. Höre uns und zeig Dich uns. Darum bitten wir Dich heute und alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit.

Gedanken zur 1. Lesung Apg 2, 14. 22-3:

Den Geist Gottes erfahren zu haben macht Mut. So verkündet Petrus nach dem Pfingstereignis den Auferstandenen.

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte! Jesus, den Nazoräer, einen Mann, den Gott vor euch beglaubigt hat durch Machttaten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst – ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde. David nämlich sagt über ihn: Ich hatte den Herrn beständig vor Augen. Denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke. Darum freute sich mein Herz und frohlockte meine Zunge und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen; denn du gibst meine Seele nicht der Unterwelt preis, noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen. Du hast mir die Wege zum Leben gezeigt, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht. Brüder, ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag. Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm einen Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen,  sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus: Er gab ihn nicht der Unterwelt preis und sein Leib schaute die Verwesung nicht. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. Zur Rechten Gottes erhöht, hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen und ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.

Gedanken zur 2. Lesung 1 Petr 1, 17-21:

Am Ende des 1. Jahrhunderts ruft der Verfasser des Petrusbriefes die Menschen dazu auf, ihr Leben aus der Hoffnung und aus dem Glauben an den Auferstandenen zu gestalten.

Wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht! Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.

Gedanken zum Evangelium Lk 24, 13-35

Nochmals lesen wir heute die Erzählung der Emmausjünger. Immer wieder erfahren wir von Fragen, Unsicherheiten und Zweifeln. So werden alle Jünger für uns zum „Vorbild“, unsere eigenen Fragen zu stellen. Was würden Sie Gott oder Jesus fragen?

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Gedanken:

Die Emmausjünger erkennen den Auferstandenen am Brotbrechen. Thomas erkennt ihn an den Wunden. Maria von Magdala erkennt ihn an seiner Stimme. Sie alle hatten den lebenden Jesus erfahren und konnten ihn wieder erkennen.

Wir haben keine solchen grundlegenden Erfahrungen mit Jesus. Woran könnten wir heute erkennen, dass uns der Auferstandene begegnet?

Vermutlich ist das nicht sehr eindeutig. Man kann diese Erfahrungen auch ganz anders deuten. Zweifel und Unsicherheiten bleiben. Es bleibt ein Spielraum für Glauben.

Für mich sind es Erfahrungen, die in sich etwas Lebensförderliches haben. In denen der Keim gelegt wird zu einem „Mehr“ an Leben. Zu einem „Mehr“ an Liebe, an Verbundenheit, an Gerechtigkeit, an Solidarität, an Interesse am anderen, an Frieden, an Heilung, zu einem „Mehr“ an Lebenschancen…

Aber wie gesagt: Man kann diese Erfahrungen auch ganz anders deuten.

Worauf sollen wir hören (Lothar Zenetti) (Altes Gotteslob 623)

Worauf sollen wir hören, sag uns worauf? So viele Geräusche, welches ist wichtig? So viele Beweise, welcher ist richtig? So viele Reden! Ein Wort ist wahr.

Wohin sollen wir gehen, sag uns, wohin? So viele Termine, welcher ist wichtig? So viele Parolen, welche ist richtig? So viele Straßen! Ein Weg ist wahr.

Wofür sollen wir leben, sag uns, wofür? So viele Gedanken, welcher ist wichtig? So viele Programme, welches ist richtig? So viele Fragen! Die Liebe zählt.

Fürbitten:

Guter Gott, du bist den Menschen nahe, die dich suchen. So bitten wir dich:

  • Erbarme dich derer, die in Krisen, Krankheiten und Katastrophen dich nicht mehr finden können.
  • Zeige dich denen, die dich in ihrem Leben und in unserer Welt so sehr ersehnen.
  • Nimm allen Ängstlichen ihre Furcht und schicke ihnen deinen Geist der Zuversicht.
  • Steh den Sterbenden bei und begleite sie in deine Gnade und in deine Liebe.
  • Wir sagen dir auch unsere eigenen Bitten: …

Liebevoller Gott, du bist bei uns, auch wenn wir uns allein und isoliert fühlen. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren lieben Freund und Bruder.

Vater unser

Segen:

Gott segne und behüte dich. Er lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. Er wende dir sein Angesicht zu und schenke dir Heil. So segne und behüte uns und alle Menschen dieser Welt der gute und barmherzige Gott!

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Gottesdienst zum Weißen Sonntag am 12. April 2026

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen

Lied: GL 329 Das ist der Tag

Einleitende Gedanken:

Wir Menschen zeigen einander nicht gerne unsere Wunden. Zumindest nicht die tiefen. Auch wenn es in den vergangenen Jahren immer wieder Menschen gegeben hat, die ihre Verletzungen (etwa im Sexualbereich) öffentlich gemacht haben, um Missstände anzuprangern und Täterstrukturen offenzulegen. Dies hat zu einer größeren Sensibilität geführt und neue Gewalt verhindert.

Aber in der Regel sind Wunden etwas sehr Persönliches. Es geschieht nur bei ausreichend viel Vertrauen und zeugt von großer Nähe, ja Intimität.

Kyrie:

Herr Jesus Christus, du hast dich den verwundeten Menschen zugewandt. Herr, erbarme dich unser!

Du bist selbst verwundet worden durch Folter, Spott und Demütigung. Christus, erbarme dich unser!

Deine Wunden sind für uns zum Zeichen des Heiles geworden. Herr, erbarme dich unser!

Gebet:

Herr Jesus Christus, im Berühren deiner Wunden erkennt dich Thomas. Auch unser Leben ist voller Wunden und Verletzungen. Wir bitten dich: Erbarme dich unser und lass alle Verletzung heilen, darum bitten wir dich heute und alle Tage unseres Lebens bis zur Ewigkeit.

Gedanken zur 1. Lesung Apg 2, 42-47:

Das Idealbild der Urgemeinde in Jerusalem zeigt eine große, allumfassende Gemeinschaft. Wir erleben die Gemeinschaft der Glaubenden nicht ausschließlich als soziale, sondern auch als Gebetsgemeinschaft.

Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

Gedanken zur 2. Lesung 1 Petr 1, 3-9:

Der Verfasser des Petrusbriefes deutet die damaligen Bedrängnisse als Prüfungen. Er stellt allerdings auch vor Augen, dass der Glaube stärker ist als alles Bedrückende.

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu gezeugt zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unzerstörbaren, makellosen und unvergänglichen Erbe, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. Gottes Kraft behütet euch durch den Glauben, damit ihr die Rettung erlangt, die am Ende der Zeit offenbart werden soll. Deshalb seid ihr voll Freude, wenn es auch für kurze Zeit jetzt sein muss, dass ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet. Dadurch soll sich eure Standfestigkeit im Glauben, die kostbarer ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist, herausstellen – zu Lob, Herrlichkeit und Ehre bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn habt ihr nicht gesehen und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unaussprechlicher und von Herrlichkeit erfüllter Freude, da ihr das Ziel eures Glaubens empfangen werdet: eure Rettung.

Gedanken zum Evangelium Joh 20, 19-31

Thomas erfährt den Auferstandenen hautnah im Berühren seiner Wunden. Es ist ein Zeichen größtmöglicher Vertrautheit und Nähe.  Haben Sie schon mal Ähnliches erlebt?

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!  Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

Gedanken:

Die Thomaserzählung ist einzigartig in den Evangelien. Anders als etwa bei Maria von Magdala erlaubt Jesus dem Thomas, ihn zu berühren – und zwar an den empfindsamsten Stellen, seinen Wunden. Allein dieses Angebot, das Thomas gar nicht wahrnimmt, führt bei Thomas zum Glauben.

Die Menschen am Anfang des 2. Jahrhunderts (der Zeit der Entstehung des Evangeliums) können auf keine eigenen (und schon gar nicht körperlichen) Erfahrungen mit Jesus zurückgreifen. Wie also sollen sie glauben können? Sie können es nur auf Grund der Erzählung anderer, die sich über mittlerweile drei Generationen hinweg tradiert haben. Bei uns ist das nicht anders.

Das heutige Evangelium macht aber noch einen anderen Aspekt handgreiflich spürbar und sichtbar:

Christlicher Glaube ist keiner, der pompös und mit Großartigkeit daherkommt. Christlicher Glaube in der Tradition Jesus zeigt sich eher in der Verwundbarkeit, in der Verletztheit. Christlicher Glaube zeigt sich darin, sich von den Wunden der Menschen, den Wunden dieser Welt anrühren zu lassen – ohne Scheu, ohne Angst, ohne Hemmung.

Das allerdings hat die Kirche, haben gläubige Menschen immer wieder vergessen. Zu groß war der Wunsch nach Bedeutung, nach Macht, nach Größe. Darum war und ist es gut, dass es immer wieder Menschen gegeben hat, die auf die eigentliche Form der Jesusnachfolge hingewiesen haben: der Option für die Armen, die Vulnerablen, die Schwachen und vom Leben Gezeichneten.

Fürbitten:

Guter Gott, du zeigst dich allen Mühseligen und Beladenen mit deiner Güte und Liebe. So bitten wir dich:

  • Erbarme dich derer, die in ihrem Leben Wunden und Verletzungen davongetragen haben.
  • Versöhne alle, die miteinander im Streit und in der Unbarmherzigkeit leben.
  • Sei denen nahe, die in Vereinsamung leben.
  • Steh den Sterbenden bei und begleite sie in deiner Gnade und in deiner Liebe.
  • Wir sagen dir auch unsere eigenen Bitten: …

Lebendiger Gott, du heilst alle Wunden unseres Lebens. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus, unseren lieben Freund und Bruder.

Andacht: (Gotteslob 675, 4 – gekürzt)

Die Auferstehung ist die Mitte unseres Glaubens.

Wer diesen Glauben wagt, sieht bereits jetzt sein Leben mit neuen Augen.

Herr Jesus Christus, Du bist der Auferstandene und lässt uns nicht allein, auch wenn unser Leben Trauer und Dunkel kennt, Enttäuschung und Zweifel, Mutlosigkeit und Angst, Sorge und Verwirrung.

Du wandelst Trauer in Freude, Zweifel in Vertrauen, Sorge in neue Zuversicht.

Du erhellst das Dunkel unseres Herzens. Du tränkst die Dürre unserer Seele. Du heilst die Wunden unseres Lebens.

Wenn Menschen sich durch die Not der anderen im Herzen berühren lassen, bricht das neue Leben an.

Wenn Klagende ein offenes Ohr und eine stützende Hand finden, bricht das neue Leben an.

Wenn Unversöhnte den ersten Schritt zueinander wagen, bricht das neue Leben an.

Wenn durch die liebende Hand von Menschen die Barmherzigkeit Gottes erfahrbar wird, bricht das neue Leben an.

Wenn Sterbende ihr Leben in Deine Hand zurückgeben, bricht das neue Leben an.

Der Friede des Auferstandenen wohne in uns.

Die Freude des Auferstandenen erfülle uns.

Die Liebe des Auferstandenen durchdringe uns.

Vater unser

Segen:

Gott segne und behüte dich. Er lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. Er wende dir sein Angesicht zu und schenke dir Heil. So segne und behüte uns und alle Menschen dieser Welt der gute und barmherzige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

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