Monthly Archives: April 2024

Mehr Senioren bei der Tafel

Mich hat eine Meldung des BR (wieder Mal) erschreckt. Mittlerweile sind ein Viertel aller Kunden der Tafeln Senior*innen. Der Grund für diese Zunahme liegt in den gestiegenen Lebenshaltungskosten wie etwa Nahrung, Miete, wohl auch für Pflege- und Arzneimittel.

Neben dieser offensichtlichen Bedürftigkeit gibt es ohne Zweifel auch die versteckte. Da trauen sich gerade ältere Menschen nicht, die Tafel in Anspruch zu nehmen. Zu groß ist die Scham. Ein weiterer Bericht des BR zeigt, dass man solche Senioren teils über Bringdienste, teils über Seniorentüten mit Waren versorgt.

Das alles löst nicht das strukturelle Problem der Altersarmut. Aber ohne diesen „Tropfen auf den heißen Stein“ wäre sie noch sehr viel schlimmer. Da bewirkt das bürgerschaftliche Engagement viel Erleichterung.

Wer den Bericht selber lesen will, findet ihn unter folgendem Link:

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/immer-mehr-rentner-holen-lebensmittel-bei-den-tafeln-ab,U9nJVWE

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Die Beziehung bei Demenzerkrankung

Ich bin auf einen Podcast gestoßen, der immer wiede Informationen und Hinweise auf die Demenzerkrankungen gibt. Es ist der Demenzpodcast von Christine Schön.

In der aktuellen Folge geht es um die Beziehungsgestaltung, wenn einer in einer Partnerschaft an Demenz erkrankt. Zu Wort kommt u.a. ein Ehepaar, bei dem die Frau an Demenz erkrankt ist und sichder Mann sehr fürsorglich und partnerschaftlich um seine Frau kümmert. Deutlich wird dabei, wie frühzeitig über die Erkrankung gesprochen und gemeinsam Wege des Umgang gesucht und gefunden werden.

Da war es für mich sehr erhellend und wichtig, sich schon in gesunden Zeiten um eine gute Beziehung zu kümmern. Nur unter dieser Voraussetzung ist es überhaupt möglich, die Erkrankung gemeinsam zu gestalten und zu bestehen. Der Altenpfleger und Theologe Christian Müller-Hergel sagt: „Wenn die Beziehung angespannt oder ausgebrannt ist, wenn man lange Merkzettel mit sich herum trägt, sollte man tunlichst von der Pflege Abstand nehmen.“ Er bringt auch die eigene Belastbarkeit ins Gespräch Als pflegende Person ist es notwendig, sich so bald als möglich Hilfe und Unterstützung zu holen durch nachbarschaftliche Hilfe, durch Pflegedienste, durch Tagespflege, aber auch mittels einer Selbsthilfegruppe. Gerade in den Selbsthilfegruppen kann man/ frau viel eigene Erfahrung loswerden und erlebt sich nicht mehr so als Einzelner.

Aus eigener Erfahrung als Seniorenseelsorger (und auch als Sohn) weiß ich, wie sehr sich Menschen engagieren, ohne auf die eigenen Grenzen zu achten. Manchmal haben sich besonders Töchter sehr aufgerieben in der Pflege eines demenzkranken Angehörigen. Dann kann der Einzug in eine Seniorenheim die Beziehung zum Angehörigen sehr entlasten und wieder einer feinen, manchmal auch heiteren Stimmung Platz machen.

Berührend ist am Schluss des Podcasts, dass auch der pflegende Ehemann von seiner demenzkranken Frau proitiert und neue Lebenssichtweisen entdecken kann.

Wer den Podchast selber nachhören will: hier ist der Link:

https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9kZW1lbnotcG9kY2FzdC5wb2RpZ2VlLmlvL2ZlZWQvbXAz/episode/OGNhOTU1NGJiZGVjNzAyOTM5NDIyOThkNjBjNWU0ZGM?ep=14

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Auf einen Ratsch

Die Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner lädt ab kommenden Freitag wieder zu ihrer Gesprächsmöglichkeit Auf einen Ratsch ein. Wer auch immer Lust auf lockere Begegnungen hat und dabei einen kostenlosen Kaffee trinken will (spendiert vom Lechertshuber & Wimmer), der ist beim Edekamarkt in der Oderstraße herzlich willkommen.

Das 14-tägige Treffen von 10 – 12 Uhr hat sich mittlerweile gut etabliert. Die kommenden Termine finden Sie auf dem Flyer unten.

Flyer: Marianne Kaltner

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