3. Bayerische Demenzwoche

Vom 16. – 25. September findet in Bayern die 3. Demenzwoche statt. Wieder einmal sind alle möglichen Initiativen aufgerufen, mit verschiedenen Aktionen auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen. Dabei geht es nicht nur um die Krankheit an sich, sondern vor allem um die Menschen, die davon unmittelbar oder auch als Angehörige (ich habe Mal in einem früheren Beitrag den Begriff „Co-demenz“ geprägt) betroffen sind.

Unter folgendem Link findet man sowohl die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen zu melden wie auch Informationen, wo welche Veranstaltungen angeboten werden. Außerdem gibt es Infos über die Erkrankung und Hilfmöglichkeiten:

https://demenzwoche.bizfactory.tech/

Außerdem weise ich jetzt schon darauf hin, dass es in dieser Woche auch im Landkreis Mühldorf verschiedene Angebote durch die Seniorenseelsorge, die Caritas und das KBW geben wird.

Ich möchte an dieser Stelle auch auf mein „Hilfenetzwerkhinweisen mit der Bitte, ggf. Berichtigungen oder neue Kontakte an mich zu melden.

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Mariä Himmelfahrt 2022

Am kommenden Montag feiern wir wieder das Fest der „Aufnahme Mariens in den Himmel“. Gerade in Bayern hat dieses Fest einen hohen Stellenwert, ist Maria doch die Schutzpatronin Bayerns. Es gibt unzählige Kirchen, die diesem Patrozinium „Mariä Himmelfahrt“ geweiht sind, etwa in Mößling.

Mariä Himmelfahrt in Mößling

Die Besucher müssen ihren Kopf erheben, um dieses Motiv anzusehen. Der Blick geht in den Himmel, wo der Auferstandene schon auf seine Mutter wartet und sie willkommen heißt. Unser Blick geht nach oben und sieht, was bzw. wer auch uns erwarten wird am Ende unserer Tage.

Gerade in diesen krisengeschüttelten Zeiten (Klima, Armut, Gleichberechtigung der Frau, Corona, Krieg in der Ukraine und anderswo – um nur einige Themen zu nennen) gibt es vielleicht die Versuchung, von all dem wegzusehen. Es gibt die Versuchung, sich von dieser Welt abzuwenden und sich der künftigen zuzuwenden.

Da hätte man aber von Maria wenig verstanden. Da folgte man gerade nicht ihren Spuren – soweit sie in den Evangelien und der Apostelgeschichte niedergeschrieben sind. Sie hat Notlagen erkannt (die Hochzeit zu Kanaa) und gehandelt. Sie hat – etwa unter dem Kreuz – Leiden ausgehalten und ist präsent geblieben (wenn sie auch sonst nichts tun konnte). Sie hat sich um die Gemeinschaft der Jünger (und wohl auch der Jüngerinnen) bemüht nach der Auferstehung. Sie war wohl bis zu ihrem Tod (und darüber hinaus) im Kontakt mit den Aposteln, die ihr Grab drei Tage nach der Beerdigung aufgesucht haben. Dort entdeckten sie der Legende nach, dass Marias Leib verschwunden war und statt dessen Blumen, besonders Rosen, blühten. Da ist der Ursprung unseres Festes, der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Vielleicht ist gerade dieses Fest ein Anlass, mal über unsere eigene Wirkmächtigkeit nachzudenken – und scheint sie noch so gering. Wir sind in der Spur Mariens, wenn wir ein offenes Ohr, ein offenes Herz, eine offene Stimme haben für die Menschen um uns herum. Wir sind Weggefährten Jesu, wenn wir den Weg zu den Menschen suchen und gehen. Und sei es auch „nur“ die/er Nachbar*in oder jemand, den wir beim Einkaufen treffen oder in der Kirche – und die/der Hilfe braucht.

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9. Altenbericht der Bundesregierung: Alt werden in Deutschland – Potenziale und Teilhabechancen.

Die Bundesegierung hat die Kommission eingesetzt, die den 9. Altenbericht verfassen soll. Er trägt den Titel: „Alt werden in Deutschland – Potenziale und Teilhabechancen“. Darin soll die sehr unterschiedliche Lebenswelt der Senior*innen untersucht werden und welche Möglichkeiten bestehen, dass sie sich aktiv in unsere Gesellschaft einbringen. Vielleicht gibt es auch einen Blick auf die Hemmnisse, denen sich die Senior*innen ausgesetzt sehen – und daraus abgeleitet, welche Unterstützung die Gesellschaft entwickeln sollte. Generell ist es in meinen Augen ein guter Schritt, Seniorenleben nicht nur unter dem Aspekt der Hilfsbedürftigkeit zu betrachten, sondern auch die Chancen und Kompetenzen der Älteren zu sehen.

Die Bundesregierung schreibt in der Pressemitteilung:

Vielfalt und Teilhabe

Alt werden in Deutschland ist geprägt von großer Vielfalt. Die Sachverständigenkommission soll in ihrem Bericht die Unterschiedlichkeit der Lebenssituationen älterer Menschen aufzeigen. Bei der Beschreibung der Heterogenität des Alters und der Teilhabemöglichkeiten älterer Menschen sollen wesentliche Veränderungen der letzten Zeit sowie zu erwartende Entwicklungen in der nahen Zukunft aufgezeigt werden. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der kommenden Jahre soll außerdem auf die Generation der Baby-Boomer geschaut und herausgearbeitet werden, welche gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und Chancen mit deren Älterwerden in Zukunft voraussichtlich entstehen werden.

Hier der Link dazu: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/ministerin-paus-beruft-neunte-altersberichtskommission-199580

Dort finden Sie auch die Mitglieder dieser Kommission

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Die Türöffner – eine Initiative für ehrenamtliches Engagement

Die Bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen .V.) hat in ihrem neuesten Newsletter auf eine Initiative hingewiesen, die mir sehr vielversprechend zu sein scheint: „Die Türöffner“. Es handelt sich dabei um ein Konzept, das Ehrenamt ermöglicht, welches sich an Vorlieben, Interessen, Hobbies etc. orientiert. Eine kleine Organisationsgruppe verknüpft ehrenamtlich Engagierte mit Menschen, die einmalig oder auch regelmäßig Kontakt haben wollen. In der Handreichung gibt es zum einen Erfahrungsberichte und zum anderen auch eine Anleitung, wenn man eine solche Initiative im Ort oder im Sozialraum starten möchte.

Die Bagso schreibt dazu in ihrer Pressemitteilung:

Leitfaden für Haupt- und Ehrenamtliche: Die Türöffner – begegnen-begleiten-besuchen
 
Aus dem Besuchsdienst-Konzept „Die Türöffner“ hat der CKD Osnabrück – das Netzwerk von Ehrenamtlichen einen Leitfaden für Haupt- und Ehrenamtliche entwickelt. Die Türöffner-Initiative hat ehrenamtliche Besuchsdienste neu gedacht. Das Besondere ist die Matching-Funktion: Besuchende und Besuchte werden passgenau zusammengebracht aufgrund von Biographie, Vorlieben, Wünschen und Talenten. Die Ursprungsinitiative wurde 2018 mit dem Marie Simon Pflegepreis ausgezeichnet. Der Leitfaden erklärt die Methode und gibt Starthilfe, einen solchen Besuchsdienst neu aufzubauen oder einen bestehenden zu verändern.

Hier der Link zur Homepage: https://www.ckd-netzwerk.de/praxis/besuchsdienst/besuchsdienst

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Urlaub, Ferien – für Rentner?

Es beginnt jetzt die Urlaubszeit. Viele Bundesländer haben Ferien. Bayern zieht nächste Woche nach. Und die Rentner? Als ich selber vor einem Jahr in Rente gegangen bin, habe ich oft gehört: „Rentner haben keinen Urlaub!“ – verbunden mit einem leichten Schmunzeln. Und sie haben Recht!

Das Wort „Urlaub“ kommt vom Althochdeutschen „urloup“, was auf „erlauben“ zurückgeht. Es bezeichnet die Zeit, in der ein Vorgesetzter die Erlaubnis gab, vom Arbeitsplatz wegzubleiben.

„Ferien“ kommen aus dem Lateinischen und waren (arbeitsfreie) Festtage, etwa bei Gericht. Später wurde dieser Begriff auf die Beamten ausgeweitet und dann allgemein gebraucht.

In diesem Sinne haben Rentner tatsächlich weder Ferien noch Urlaub. Wir müssen niemanden um Erlaubnis fragen und uns frei nehmen. Wir sind so frei und tun, was uns gefällt und was die Rente hergibt. Das ist bei manchen die Reise in andere Länder und Regionen. Das ist bei anderen der Besuch im Café. Und es gibt eine große Zahl von Rentner*innen, denen auch diese Form von „Ferien“, von Festzeit, nicht möglich ist. Und das ist etwas, wo die Politiker die „sitzungsfreie Zeit“ – also die Ferien – nutzen könnten, über Verbesserungen nachzudenken.

Denn „Urlaub“ und „Ferien“ – das zeitweise Aussteigen aus dem Alltag – sind auch für Rentner*innen schön.

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Eine Aufgabe, die sich lohnt

Besuchsdienstkurs 2022

Die Krankenhaus- und die Seniorenseelsorge im Landkreis Mühldorf bietet wieder einen Kurs für Ehrenamtliche an, die sich im Besuchsdienst engagieren wollen. Dieser Kurs hilft – so sagen es alle, die bisher diesen Kurs gemacht haben – sehr, sich auf diese wichtige und bereichernde Aufgabe einzustellen.

Sie tun etwas für den Besuchten – sei es im Krankenhaus oder im Seniorenheim. Sie lindern Einsamkeit und Isolation, sie zeigen den Menschen, dass Sie Interesse haben an ihrer Lage, Sie sind ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden der Besuchten.

Sie tun aber auch etwas für sich selber: Sie erhalten für die Besuche immer sehr viel Dankbarkeit, eine teilweise intensive Beziehung mit einem Einblick in manche Lebensgeschichten, Sie tun etwas für Ihre eigene Gesundheit und vor allem bekommen Sie das Gefühl, etwas wirklich Bedeutungsvolles zu tun.

Der Kurs findet an acht Nachmittagen – jeweils freitags – von 14:30 – 17:00 Uhr im Pfarrheim in Ampfing statt.

Und das sind die Themen:

  • Freitag , 23. September 2022: Vortreffen mit Vorstellen des Kurses – Entscheidungsmöglichkeit über Teilnahme
  • Freitag, 30. September 2022: Die Lebenssituation in Krankheit – Martin Kuhn, Krankenseelsorger
  • Freitag, 14. Oktober 2022: Die Lebenssituation im Alter – Marianne Kaltner, Seniorenseelsorgerin
  • Freitag, 21. Oktober 2022: Kommunikation mit älteren und kranken Menschen – Marianne Kaltner, Martin Kuhn
  • Freitag, 28. Oktober 2022: Demenz und Wertschätzung: Ingrid Fleischer, Caritas
  • Freitag, 04. November 2022: Glaube und Spiritualität älterer und kranker Menschen – Marianne Kaltner
  • Freitag, 11. November 2022: Begegnung mit Sterben und Tod – Martin Kuhn
  • Freitag, 18. November 2022: Die Rolle des Besuchsdienstes – N.N. – Vertreter/in einer Einrichtung, Marianne Kaltner, Martin Kuhn; Abschluss, Verleihung der Zertifikate

Eine Anmeldung ist nötig bis spätestens Montag, 19. September 2022
bei Klinikseelsorger Martin Kuhn Tel.: 0 86 31 / 6 13 47 74 oder mit E-Mail: martin.kuhn@innklinikum.de
oder bei Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner Tel.: 01 75 / 57 89 860 oder mit E-Mail: MKaltner@ebmuc.de

Und hier der Flyer:

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Armut in der Rente – Rente in Armut

Heute habe ich von einer Untersuchung gelesen, nach der viele Menschen kaum Geld übrig haben für die Altersvorsorge. Die eh schon prekäre Lage wird durch die momentan immens steigende Inflation verschärft. Davon hat mir heute auch jemand in meiner Globussprechstunde „Offenes Ohr – offenes Herz“ erzählt. Das eh schon knappe Geld geht für den Lebensunterhalt drauf. Für eine eigene Altersvorsorge geschieht nichts mehr.

Die Folgen sind absehbar – und zwar auf Jahre hinaus. Diejenigen, die jetzt schon ganz unten sind, bleiben auch im Alter da.

Abhilfe könnten vielleicht Zuschüsse sein. Besser ist wohl eine Erhöhung des Lohns vor allem im unteren Segment. Und Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten. Das können dauerhafte sein wie durch den Stromspar-Check, den ich neulich beschrieben habe. Das können auch einmalige sein wie die Unterstützung durch den Verein „Lichtblicke für Menschen in Not“, der etwa bei Reparaturen zuzahlt. (Adressen für Hilfsmöglichkeiten finden Sie in meinem „Hilfenetzwerk“)

Und es braucht sicher auch ein größeres Bewusstsein in der gesamten Gesellschaft und Solidarität mit den Schwachen, das sich dann im politischen Handeln widerspiegelt. Etwa, wenn Gut- und Bestverdiener stärker belastet werden statt Zuschüsse zu bekommen, die sie nicht benötigen.

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Trauer in Zeiten von Krieg

Seit vier Monaten herrscht Krieg in der Ukraine. In Syrien seit vielen Jahren. In Afghanistan insgesamt mehr als dreißig. Unzählige Menschen haben ihr Leben verloren (eine Meldung von heute zählt 300 000 in Syrien). Unzählige Menschen haben einen Angehörigen verloren und trauern. Auch noch nach Jahren und Jahrzehnten, wie Senior*innen bei uns erzählen.

Aber findet die Trauer so vieler Menschen weltweit (auch in Ländern, die nicht in unserem Bewusstsein sind) einen Raum?

In den Nachrichten sehen wir den Schrecken und das Entsetzen. Und bevor uns das berühren kann, kommt die nächste Nachricht. Trauer jedoch braucht Zeit. Siehe das Buch Ijob, wo die Freunde sieben Tage bei ihn sitzen und nichts sagen. Und das ist ihre allerbeste Reaktion: dabei sein – schweigen – dem Gefühl Raum geben. Eine ähnliche Reaktion ist das Verstummen von Politiker*innen, wenn sie in Butscha oder Irpin sind.

(Eine Alternative sehen wir m. E. in Amerika. Bei fast jedem Anschlag kommt der Ruf nach Vergeltung und mehr Waffen zur (vermeintlich) höheren Sicherheit. Die Trauer währt nur kurz. So steigt die Spirale der Gewalt.)

Orte und Räume für die Trauer: es gilt, sie zu schaffen und zu finden. In den Kirchen, in Gesprächen, in den Reden. Persönlich und auch gesellschaftlich/ politisch.

Und wenn nicht im öffentlichen Raum, dann wenigstens im inneren Raum des eigenen Herzens. Den Menschen wahrnehmen in seiner Verwundbarkeit, seiner Verletztheit, seiner Fragilität. Quer durch alle Länder, quer durch alle Zeiten. Geschichte begreifen nicht als Siegergeschichte, sondern als Trauergeschichte.

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Strom sparen

Durch den Krieg in der Ukraine ist unsere Energieversorgung gefährdet. Bundeswirtschaftsminister Habeck ruft dazu auf, Energie und Strom zu sparen, damit vor allem im Winter ausreichend Gas zum Heizen zur Verfügung steht.

Und auch für jeden Einzelnen wird der Strom teurer und so ist Stromsparen angesagt. Dafür gibt es eine ausgezeichnete Unterstützung:

der Stromspar-Check der AWO.

Er ist für Menschen mit geringem Einkommen gedacht und ganz unkompliziert anzufragen. Für die Beratung gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Entweder in der Beratungsstelle oder telefonisch oder elektronisch oder auch bei Ihnen daheim. Dann kommen ausgebildete Berater ins Haus machen beim ersten Besuch eine Bestandsaufnahme. Beim zweiten Besuch geben sie dann ganz einfache Hinweise, wie und an welchen Stellen gespart werden kann. Da kann schnell eine gute Summe zusammen kommen. Außerdem erhält man da ein passendes Starterset im Wert von etwa 70€.

Den Stromspar-Check mit allen Informationen findet man unter folgendem Link:

https://www.projektehaus-jagus.de/massnahmen/stromspar-check/

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Offenes Ohr – offenes Herz

Nach den Pfingstferien gibt es ab heute wieder mein Gesprächsangebot unter dem Motto „Offenes Ohr – offenes Herz“.

Foto: Michael Tress

Jede*r darf mich donnerstags zwischen 10 und 11 Uhr in der Cafeteria des Globus ansprechen. Das Thema bestimmt mein Gast, die Dauer ebenfalls. Was auch immer – ein Ratsch, ein Thema, ein Problem – alles bleibt in der Vertraulichkeit bei mir.

Also haben Sie keine Scheu! Besuchen Sie mich und sprechen Sie mich an!

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