Kleiner Tip für alleinlebende Senior*innen

Viele Seniorinnen leben alleine. Der Partner ist verstorben, die Kinder sind aus dem Haus.

Dann kommen gesundheitliche Beschwernisse. Das Gehen wird mühsamer, die Sturzgefahr steigt. Auch für ganz normale Erkrankungen, etwa eine Erkältung oder ein Unwohlsein, wird man empfänglicher. Da ist es gut, wenn man Unterstützung hat, Freunde oder etwa Menschen in der Nachbarschaft.

Aber wie merken die, dass man Hilfe braucht? Zum Beispiel, wenn man nicht mehr telefonieren kann (weil man etwa gestürzt ist)?

Hier möchte ich in erster Linie auf den Hausnotruf (etwa der Malteser oder des Roten Kreuzes) verweisen.

Zusätzlich hat mir neulich eine ältere Dame einen sehr wirksamen Tip gegeben: sie hat an ihrer Wohnungstür ein Schild mit einem Smiley an einer Schnur angebracht. Ein 😊 auf der einen Seite für den Tag und ein 💙 auf der Rückseite für die Nacht. Am Morgen und am Abend dreht sie das Schild um. So erkennt die Nachbarin sofort, ob alles in Ordnung ist. Wenn das Schild auf der falschen Seite ist, kann die Nachbarin mit dem Wohnungsschlüssel, den sie von der Seniorin hat, nachschauen und ggf. Hilfe holen.

Dieser einfache Trick gibt beiden ein größeres Gefühl von Sicherheit.

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Einem Sturz vorbeugen

Aus eigenem Erleben weiß ich, wie schnell man/ frau im Alter stürzen kann und welche Folgen ein Sturz haben kann. Schon in meiner aktiven Berufszeit hat Dr. von Clarmann bei Besuchen von Seniorenclubs immer wieder auf die Gefahren von Stürzen im Alter hingewiesen und immer wieder sehr eindrücklich betont, wie wichtig es ist, den sehr unterschiedlichen Ursachen auf die Spur zu kommen. Nur so ist eine angemessene Vorbeugung und Therapie möglich.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso weist nun in ihrem neuesten Newsletter auf eine Veröffentlichung des „Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG)“ hin. Da gibt es zwei Broschüren (kostenlos zum herunterladen), die sich mit Stürzen im Alter und mit deren Vorbeugung befassen. Die erste Broschüre behandelt dabei die Risikofaktoren (schlechtes Sehen, Gleichgewicht, Fußprobleme etc), die zweite bietet ganz einfache und gut beschriebene Übungen zur Vorbeugung von Stürzen.

Die bagso schreibt dazu:

Mit zunehmendem Alter steigt das Sturzrisiko: Fast jeder Vierte über 65 Jahren stürzt innerhalb eines Jahres mindestens einmal. Bei 13 Prozent sind es sogar mehr als zwei Stürze. Die Folgen können schwer sein und die Selbstständigkeit im Alltag einschränken. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hat zwei Broschüren zum Thema aktualisiert und neu aufgelegt: „Gleichgewicht und Kraft – Einführung in die Sturzprävention“ zeigt, wo im Alltag typische Stolperfallen lauern und wie sie sich beseitigen lassen und gibt Tipps zu Hilfsmitteln, Hausnotrufsystemen und digitalen Helfern im Alltag. Die Broschüre „Gleichgewicht und Kraft – Praktische Übungen zur Sturzprävention“ enthält ein einfaches Trainingsprogramm mit Bildern und verständlichen Erklärungen. Die Broschüren stehen zum Download zu Verfügung.

Wer die Broschüren herunterladen möchte, findet sie unter folgendem Link:

https://shop.bioeg.de/themen/gesundheit-aelterer-menschen/

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„Offenes Ohr – offenes Herz“

Leider muss das „Offene Ohr – offenes Herz“ aber morgen ausfallen. Das tut mir sehr leid, Sie auf nächste Woche vertrösten zu müssen.

Jeden Donnerstag biete ich von 10 bis 11 Uhr in der Cafeteria des Einkaufsmarktes Globus eine offene Sprechstunde an. Jede*r ist herzlich willkommen zum Ratschen, Erzählen oder um sich etwas von der Seele zu reden. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Sie erkennen mich an meinem Aufsteller:

offenes Ohr – offenes Herz

Leider muss die offene Sprechstunde morgen ausfallen. Es tut mir leid, Sie auf nächste Woche vertrösten zu müssen.

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Ehrenamtlicher Besuchsdienstkurs

Die Krankenhaus- und die Seniorenseelsorge im Landkreis Mühldorf bietet wieder einen sehr informativen und lehrreichen Kurs für Menschen an, die Zeit und ein Herz für alte oder kranke Menschen haben. Diese Menschen sind nämlich sehr auf ein „hörendes Herz“ angewiesen. Es tut ihnen gut, mit jemandem reden zu können – sei es über ganz einfache Themen, sei es über ihr Leben und die augenblickliche Situation. Darum ist dieser Kurs auch betitelt mit Zuhören mit Herz. Aus früheren Erfahrungen mit den Ehrenamtlichen weiß ich, wie beglückend und sinngebend eine solche Aufgabe ist und darum möchte ich mit vollem Herzen dafür werben.

Der Kurs umfasst elf Abende und zwei Kurstage. Das unterstreicht, wie fundiert die Ausbildung ist und wie gut gerüstet die Teilnehmer*innen ihre Aufgabe wahrnehmen werden.

Es ist eine Anmeldung nötig bis zum 5. Oktober 2026. Die Kontaktdaten und alle Informationen finden Sie auf dem Flyer unten.

Hier der Flyer der Krankenhaus- und der Seniorenseelsoge im Landkreis Mühldorf:

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Erinnerungsvermögen

Gestern gab es in WDR 5 in der Reihe „Das philosophische Radio“ eine sehr interessante Sendung unter dem Titel „Erinnerungsvermögen“. Der Theologe und Coach Dieter Haite spricht mit Moderator Jürgen Wiebicke über Gegenstände, die an Menschen und ihr Leben erinnern. Auch Erinnerungen an das eigene Leben sind dabei im Blick.

Es geht dabei nicht nur um den Nachlass im Falle eines Todes (das natürlich auch). Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem eigenen gelebten Leben, an das verschiedene Gegenstände erinnern: ein Stein, eine Kugel, ein Buch, ein Geschenk ….

Foto: Michael Tress

Dieter Haite hat in seiner Wohnung ein „Regal der Heiligtümer“, in dem er solche Dinge aufbewahrt, die ihn an besondere Momente seines Lebens und manchmal auch an die Menschen, mit denen er verbunden ist und war, erinnert.

Er stellt sich und uns dabei folgende Fragen, die ich auch als Anregung zu einem Gespräch (etwa in einem Seniorenkreis) verstehe:

  1. Was ist sehenswert in meinem Leben?
  2. Was ist erzählenswert in meinem Leben?
  3. Was ist wissenswert in meinem Leben?
  4. Was ist liebenswert in meinem Leben?

Es ist bestimmt in einem Seniorenkreis hilfreich, den ein oder anderen Gegenstand mitzubringen. Eventuell bringt auch eine Teilnehmerin etwas Sehenswertes und Erzählenswertes mit (man muss ja beim Erzählen nicht in die allerpersönlichste Tiefe gehen). Vielleicht ist es etwas aus der jüngsten Vergangenheit – vielleicht auch etwas aus einem früheren Lebensabschnitt – vielleicht aber auch etwas aus der Familiengeschichte, die schon eine ode zwei Generationen zurückliegt.

Und: meine Erfahrung zeigt, dass die Erzählung der ersten die Erinnerungen dr anderen hervorruft und die dann ihrerseits zu erzählen beginnen.

Wer die Sendung nachhören will, findet sie unter folgendem Link:

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/dieter-haite-102.html

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Bayerische Demenzwoche 2026

Wieder findet die Bayerische Demenzwoche statt, nämlich vom 18. bis 27. September 2026. Zahlreiche Veranstaltungen gibt es dazu in ganz Bayern. Sie finden den Veranstaltungskalender unter folgendem Link: https://www.demenzwoche.bayern.de/

Auch in unserem Landkreis gibt es einige Angebote:

  • Die Caritas bietet in der Tagespflege Miteinand am kommenden Mittwoch von 9 bis 15.30 Uhr ein Demenzscreening an.
  • Die Tagespflege Somitas in Neumarkt-Sankt Veit lädt zu Kaffee und Kuchen ein. Es gibt einen Vortrag zum Thema: „Würde im Alter – wenn Gedächtnis, Konzentration und andere Fähigkeiten ins Alter kommen“. Anschließend gibt es Gelegenheit zu Fragen und Antworten. Termin ist am 18. September von 15 – 16:30 Uhr. Anmeldung bitte unter 08741-9259970 oder info@somitas.de
  • Die Seniorenseelsorge veranstaltet einen offenen Singkreis mit Liedern und Gedichten zum Thema „Freundschaft“. Dieser Nachmittag ist am Freitag, den 25. September von 15:30 – 16:30 im Ökonomiestadl in Mühldorf und ist für Demenzkranke und ihre Angehörigen gut geeignet. Eine Bewirtung gibt es ab 14:30 Uhr.
  • Am 27. September von 9:30 bis 11:00 Uhr bietet die Tagespflege Erharting (Anmeldung wird erbeten) einen Vortrag zum Thema „Schwieriges Verhalten von Menschen mit Demenz verstehen“ an.
  • Die Seniorenseelsorge des Dekanats Mühldorf bietet zwei „Vergiss-mein-nicht-Gottesdienste“ an – und zwar am 24. September um 15:30 in der Kapelle des Caritas Heilig-Geist-Spitals in Mühldorf und am 27. September um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Agatha in Maitenbeth.
  • Schließlich lädt die AWO ins Haus der Begegnung in Mühldorf zu Impulsvorträgen ein unter dem Titel „Demenz – i bin fei no do!“ ein – am 22. Oktober von 14 bis 16 Uhr. Demenzerkrankte Angehörige können währenddessen vom mobilen Familienservice betreut werden. Dafür ist eine vorherige Anmeldung nötig.

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Die Fähigkeiten der Demenzerkrankten

Bei einer Demenzerkrankung gehen viele Fähigkeiten verloren. Das Gedächtnis lässt nach, die Sprache verliert ihre Worte, die Artikulation wird undeutlich, Bewegung wird schwerer, Essen und Trinken müssen erinnert werden, auch die Emotionalität schränkt sich ein etc. Freilich ist das je nach der Art der Demenzerkrankung unterschiedlich. Aber dass es zu einer Reduzierung von ehemals selbstverständlichen Fähigkeiten kommt, ist die Begleiterscheinung von Demenz.

Dieser Verlust fällt dem Umfeld von Angehörigen, Freunden und Nachbarn als erstes auf. Das unterscheidet ja den Demenzkranken von den Gesunden. Die nachlassenden und verschwindenden Fähigkeiten verunsichern und irritieren. Sie rufen Besorgnis hervor und manchmal auch Angst und Scham. Oder eine erhöhte Wachsamkeit und Aufmerksamkeit.

Diese Fokussierung auf die Defizite hat allerdings eine fatale Kehrseite. Sie lässt übersehen, was ein an Demenz erkrankter Mensch noch alles kann. Es ist ja keineswegs so, als ob man alles vergessen und verlernen würde. Schon gar nicht sofort und schnell. Mancher Verlust kommt erst spät oder auch gar nicht. Auch wenn die Sprache schon verschwunden ist und sie sich nicht mehr äußern können, so können die Demenzerkrankten doch noch empfinden und fühlen. „Der Kopf vergisst. Aber das Herz erinnert sich immer.“ So hat es Dr. Maria Kotulek aus der Abteilung Seniorenpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat in München und dort zuständig für Demenzkranke einmal gesagt.

Der Blick auf die weiterhin vorhandenen Kompetenzen ist schwer. Es ist eine starke Leistung von An- und Zugehörigen, wenn sie die bestehenden Fähigkeiten bemerken. Manchmal braucht man dazu einen Perspektivenwechsel. Manchmal hilft da Humor. Etwa dann, wenn sich Menschen nicht mehr an vorgegebene Konventionen halten und etwas tun, was man eher von Kindern erwarten würde.

Eine noch größere Herausforderung ist es, das zu würdigen und den an Demenz erkrankten Menschen dafür zu loben. Es erscheint uns eben so selbstverständlich, dass man dieses oder jenes kann. Für einen Kranken ist es das aber vielleicht nicht mehr.

Ein Lob, eine Anerkennung tut jedem Menschen gut. Immer. Aber für jemanden, der immer und immer wieder auf seine Unfähigkeit und seine Ungeschicklichkeit und sein Unvermögen reduziert und angesprochen wird, ist das existentiell wichtig.

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Demenzbroschüre der Alzheimer-Gesellschaft

Ich möchte auf eine Broschüre der Deutschen Alzheimergesellschaft hinweisen, die sich vor allem an Angehörige von Demenzerkrankten richtet. Ihr Titel: „Demenz – gut zu wissen„.

Darin gibt es ganz viele Informationen, die dem Angehörigen ein Verstehen erleichtern und Hilfen anbieten. Denn Information ist das erste und wichtigste, um den Demenzerkrankten angemessen zu unterstützen.

Zunächst werden die verschiedenen Formen von Demenz vorgestellt und auch gesagt, was keine Demenz ist. Auch, wie man eine Demenzerkrankung diagnostiziert und welche medikamentösen Hilfen es gibt. Dann geht es auch um finanzielle Hilfen, um rechtliche Fragen und um technische Möglichkeiten der Lebensgestaltung. Aber auch der Umgang mit dieser Krankheit wird thematisiert – der Umgang mit dem demenzkranken Angehörigen, aber auch der Umgang mit dem Umfeld, den Nachbarn und Freunden etc.

Das Heft ist sehr übersichtlich gestaltet und leicht verständlich geschrieben. Grafiken und Bilder helfen zu einem leichteren Verständnis.

Wer dieses Heft kostenlos herunterladen möchte, findet es unter folgendem Link:

https://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/Alz/pdf/Broschueren/Demenz-gut-zu-wissen_barrierefrei.pdf

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Kurs für Angehörige von Demenzerkrankten

Die Zahl der an Demenz Erkrankten wächst in unserer Gesellschaft. Mit ihnen wächst auch die Zahl ihrer Angehörigen. Sie machen viel Verunsicherung durch. Oft kümmern sie sich unter Einsatz aller körperlichen und emotionalen Kräfte um die Demenzerkrankten – auch zum Preis der eigenen Erschöpfung und Erkrankung. Bei all dem ist kaum mehr Blick und Kraft für die Hilfen möglich, die es gibt. Scham erschwert es zudem, sich an Freunde oder Nachbarn oder andere Leidenskolleginnen zu wenden.

Die Caritas Mühldorf bietet für sie einen Kurs an unter dem Namen EduKation-Demenzkurs. Er umfasst zehn wöchentliche Treffen und beginnt am 16. September. Diese finden von 14 bis 16 Uhr in den Räumen der Caritas in der Münchener Straße 52 in Mühldorf statt.

Frau Maria Fischer von der Caritas leitet diesen Kurs und bittet um eine Anmeldung unter 0160 99 58 76 48 oder mariaelisabeth.fischer@caritasmuenchen.org

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Senioren und der Klimawandel

Wir haben gerade eine sehr lange und intensive Hitzeperiode. Die Zahl der Menschen, die an der Hitze gestorben sind, beträgt mehr als 12.000. Das Wasser ist knapp, Bäche und Flüsse trocknen aus. Die Binnenschifffahrt kommt zum Erliegen, Transporte werden auf die Straße umgelegt. Es gibt viele Waldbrände mit unermesslichen Schäden.

Das alles ist kein einmaliges Ereignis. Auch die letzten Jahre waren schon viel zu heiß. Es ist auch kein regionales Ereignis, die ganze Welt ist betroffen vom Klimawandel. Von einem Klimawandel, den meine Generation mit verursacht hat. Wir haben viel zu wenig dagegen getan – lieber die Augen zu gemacht und weiter gewirtschaftet, als ob es kein Morgen gibt. Jetzt – unter dem Eindruck der Hitze – werden „Sofortmaßnahmen“ gefordert. Das ist sicher auch nötig, seien es Klimaanlagen in Krankenhäusern und Pflegeheimen, seien es Hilfen für die Landwirtschaft, seien es Kühlzonen in den Städten und Aufrufe, ausreichend zu trinken.

Gleichzeitig aber werden Klimaziele verschoben (in Bayern etwa auf 2040). Eine konsequente Energiewende bleibt aus. Die Sofortmaßnahmen belasten die Umwelt zusätzlich – zu Gunsten der Wirtschaft. Noch viel zu sehr setzt unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft auf fossile Energieträger. Spätestens im Herbst wird von Veränderungen kaum mehr geredet werden.

So wird das Leiden von einer Generation zur nächsten weitergereicht. Zu leiden haben dabei die Schwachen: Alte, Kranke, Obdachlose, Einkommensschwache, Kinder…

Wie lange noch?

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