Monthly Archives: Juni 2013

Kurs für Angehörige von Demenzerkrankten

Das Erzbischöfliche Ordinariat – genauer: die Abteilung Seniorenpastoral – bietet eine Kurs an für Menschen, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen betreuen. In vier Treffen zu je 1 1/2 Stunden gibt es Anregungen und vor allem auch Austauschmöglichkeiten. Die Teilnehmer erfahren so, dass sie zum einen nicht allein sind, zum anderen auch konkrete Hilfestellungen in der Bewältigung des Alltags. Auch die Sorge um den eigenen Energiehaushalt spielt eine wichtige Rolle in diesem Kurs.

Geleitet wird er von Frau Maria Kotulek. Sie ist Fachreferentin für Demenz im Ordinariat München. Begleitend zu diesem Kurs gibt es auch die Möglichkeit, den Demenzerkrankten betreuen zu lassen. Die 20 € pro Nachmittag sind auch schon die einzigen Kosten, die entstehen.

1. Treffen am Mittwoch, 16. 10. 2013: „Wenn die Lebensbibliothek durcheinander gerät“  – Was gerät durch die Krankheit in meinem Leben durcheinander?

2. Treffen am Mittwoch, 23. 10. 2013: „Wenn Hilfe notwendig wird“ – Wo kann ich Hilfe erfahren?

3. Treffen am Mittwoch, 30. 10. 2013: „Wenn das Leben nach Freiheit schreit“ – Wie kann ich trotz der Belastung meine eigenen Interessen wahren?

4. Treffen am Mittwoch, 6. 11. 2013: „Wenn ER uns trotz allem nicht vergisst“ – Es gibt jemanden, der uns im Vergessen nicht vergisst!

5. Treffen am Samstag, 16. 11. 2013 : „Wenn ER doch da ist“ – Eucharistiefeier

Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr, der Ort ist  im Kath. Pfarrhaus Prien, Alte Rathausstr. 1c in 83209 Prien.

Anmeldung im Pfarrbüro in Prien (08051/ 1010) oder im Erzbischöfl. Ordinariat unter: 089/ 24 26 87 0

Wer mehr Informationen braucht bzw. will, darf sich auch gerne an mich wenden. Ich finde diesen Kurs wichtig, gerade weil sich viele selbst überlasten und oft die mögliche Hilfe gar nicht kennen.

 

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Fünfter Besuchsdienstkurs ist nun beendet

 Gestern ist der 5. Besuchsdienstkurs unter dem Titel „Eine Aufgabe, die sich lohnt“ zu Ende gegangen.

Veranstaltet hat diesen Kurs das Katholische Kreisbildungswerk Mühldorf in Zusammenarbeit mit Klinikseelsorger Martin Kuhn und mir. Neun Frauen und ein Mann haben sich in acht Einheiten intensiv mit Fragen des Alters und Krankheit, mit Tod und Sterben, mit Glauben und Spiritualität beschäftigt. Frau Sabine Brantner vom Anna-Hospiz-Verein hat uns Einblicke in die Demenzerkrankungen vermittelt und wie man mit Demenzkranken wertschätzend und respektvoll umgehen kann. Sr. Annemarie Witte vom Krankenhaus Mühldorf konnte den Kursteilnehmern eindrücklich nahe bringen, eine wie wichtige Ergänzung der Besuchsdienst zur pflegerischen und medizinischen Behandlung darstellt.  

Beim gesamten Kurs  stand nicht die Wissensvermittlung im Vordergrund , sondern die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und der eigenen biografischen Prägung. Denn nur die jewilige Persönlichkeit des Besuchers ist es, die für die Besuchten im Krankenhaus bzw. Seniorenheim zählt. Ihnen wollen die Teilnehmer nahe werden, sie (in ihren z. T. schweren Stunden) begleiten und ihnen darin Zuversicht, Trost, Freude und Annahme vermitteln.

Wir wünschen allen Besuchern viel Freude und Erfüllung bei ihrer Aufgabe und den von ihnen  im Krankenhaus und den Seniorenheimen Besuchten, dass sie durch den Besuch die Güte, die Menschenfruendlichkeit und den Segen Gottes spüren können.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Lebenswenden begehen

Bei einer Tagung bin ich neulich mit dem Thema „Lebenswenden“ in Berührung gekommen. Wir dachten dabei zunächst an die bekannten: Geburt – Pubertät – Erwachsenwerden – Heirat, Kinderbekommen – Altwerden – Sterben.

Daneben gibt es aber natürlich viele Ereignisse, in denen sich Leben wendet, wo das „Vorher“ sich wandelt in ein „Nachher“ und wo das „Nachher“ ganz anders ist als das „Vorher“.  Solche Ereignisse sind etwa ein Unfall oder eine Krankheit, ist die Erfahrung eines Verlustes – z. B. eines Menschen (durch Trennung, Scheidung, Tod) oder einer Arbeit oder von Lebenssinn. Eine Lebenswende ist auch immer mit einem Umzug gegeben, vor allem der Umzug in ein Seniorenheim (aber nicht nur). Manche Menschen teilen ihr Leben ein in ihre Wohnorte.  Auch der Wechsel von Arbeitsstelle und Beruf (manchmal auch in eine Arbeitslosigkeit hinein) wendet das Leben einschneidend. Aus meiner Erfahrung in der Fachklinik Annabrunn möchte ich auch  Heilungsprozesse, etwa im Rahmen einer Therapie, als Lebenswende sehen.

Wie gehen wir nun mit diesem Lebenswenden um? Kirchlicherseits haben wir die Sakramente, die – zumindest an manchen markanten Stellen – Hilfe und den Segen Gottes anbieten. Viele Wendepunkte gehen aber in der Planung und im Organisatorischen auf. Hier wäre es vielleicht hilfreich, nach einer gewissen Zeit inne zu halten und mal zu überlegen, was dieser Wechsel jetzt für eine Bedeutung hat für die Betroffenen. Damit meine ich nicht nur die unmittelbar betroffenen Menschen, etwa das Unfallopfer, sondern alle, die mit ihm in einer (engen) Beziehung leben, die Familie etwa.

Ich möchte dann auch anregen, das in einem kleinen Ritual zu begehen. Hier haben wir natürlich alle Freiheiten und Platz für Kreativität. Es wird sich auch je nach Anlass unterscheiden. Beim Umzug mag es ein gemütliches Kaffeetrinken sein, beim Arbeitsplatzwechsel gibt es vielleicht auch daheim einen „Einstand“, bei überstandener Krankheit und Krise ein Rückblick auf die schwere Zeit und all das, was geholfen hat, sie zu überstehen. Gläubige Menschen können dabei sicher auch ein kleines Gebet sprechen, Gott danken, Gott um Beistand bitten… In der Krise und Krankheit möchte ich zur Klage ermutigen, auch das ist eine Möglichkeit, Lebenswenden zu begehen.

Für den Eintritt ins Seniorenalter (wann immer man das ansetzen mag) habe ich einen Segensgottesdienst entworfen. Man kann ihn daheim feiern oder (einmal im Jahr) auch als Gemeindegottesdienst. Wer daran Interesse hat, darf sich bei mir melden.

Leave a Comment

Filed under Allgemein

„Ich könnt´ Euch einiges erzählen!“ – ein (etwas anderer) Stammtisch für Männer

Das Erzbischöfliche Ordinariat hat im Fachbereich Männerseelsorge und in der Abteilung Seniorenpastoral eine etwas andere Form des Stammtisches entwickelt. Bei diesem Stammtisch sind Männer eingeladen, sich gegenseitig von ihrem Leben zu erzählen, von dem, was ihnen wichtig war, ihrem Beruf, ihrer Lebensgeschichte. Da gibt es nämlich vielfältigste Erfahrungen, die aber oft übersehen und dann auch vergessen werden. Der „Stammtisch“ bietet die Möglichkeit des Erinnerns, der Nachfreude und auch des Nachtrauerns, der Vergegenwärtigung und Verlebendigung von Vergangenem.

Benötigt werden dafür nur ein Raum, etwa 60 Minuten Zeit, ein Gesprächsanleiter, ein paar Getränke und – natürlich – Männer, die erzählen wollen.

Ich selber werde diese Form des Stammtisches unseren Alten- und Seniorenheimen im August anbieten, evtl. noch mal auf der Ü-60-Messe im Herbst in Mühldorf. Aber vielleicht ist das ja auch eine Idee für SIE?

Leave a Comment

Filed under Allgemein

Nicht mehr rudern – Segel setzen!

Unter dem Titel: „Nicht mehr rudern – Segel setzen!“ bietet das Katholische Kreisbildungswerk Mühldorf in Zusammenarbeit mit dem Dekanatsaltenseelsorger von Waldkraiburg Josef Scherr und mir einen dreiteiligen Kurs an. Er richtet sich an Menschen, die sich – weil sie Zeit, Kompetenzen und Kapazitäten haben – in der Seniorenarbeit engagieren wollen, aber noch nicht wissen, was sie tun können oder wollen. Ihnen bietet der Orientierungskurs einige Anregungen wie etwa das biografische Schreiben, das Inge Finauer, oder die Arbeit eines Besuchsdienstes, den Angelika Neudecker vorstellen wird. Alfons Wastlhuber von der „Freiwilligenagentur Ehrensache“ und Jutta Mooshuber von der Caritas Mühldorf werden weitere Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement präsentieren. Am Ende des Kurses werden die Teilnehmer eine klarere Vorstellung von der Vielfalt von Seniorenleben und von ihren eigenen Möglichkeiten haben.

Der Kurs findet statt am 14. Juni, am 28. Juni und am 12. Juli, jeweils von 10.00 – 15.00 Uhr im Ökonomiestadl in Mühldorf.                     Unkostenbeitrag: 25 €, darin ist dann auch eine kleine Brotzeit enthalten.

Bei diesem Kurs sind noch einige Plätze frei,  Anmeldung erbitten wir möglichst bald beim Katholischen Kreisbildungswerk Mühldorf unter der Telefonnummer 08631/ 37670.

Leave a Comment

Filed under Allgemein