Beihilfe zum Suizid

Heute Abend gibt es um 20:04 Uhr auf WDR 5 eine Radiosendung zum assistierten Suizid. Diese Thema wird ja gerade sehr kontrovers diskutiert – und das ist wahrscheinlich auch beim „philosophischen Radio“ der Fall.

Man kann die Sendung auch später in der Mediathek nachhören unter „das philosophische Radio.

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Gedanken zur Fastenzeit 2021 – Die Segnungen der kleinen Gesten

Solange es mir Corona und die Bestimmungen der Gastronomie erlaubt hatten, war ich jeden Donnerstag im Globus zu einer offenen Sprechstunde unter dem Titel „Offenes Ohr – offenes Herz“. Ich war ansprechbar für alle, die ein größeres oder kleineres Gespräch wollten. Meistens waren es aber kleine Gesten, die meinen Vormittag geprägt haben: das kleine Lächeln im Vorübergehen, ein wiedererkennender beidseitiger Blick, ein Kopfnicken zum Gruß. Manchmal habe ich von einer Frau ein kleines Gebäck zu meinem Kaffee bekommen. Und immer wieder (natürlich) das „Danke für das Gespräch“ am Ende.

Es sind selten große Gesten, die unseren Alltag bereichern und aufhellen. Das kann schon mit einem „Guten Morgen!“ meiner Frau beginnen oder mit dem Kaffee, den ich bekomme. Es kann die kleine Berührung sein. Es kann ein kleines Blümchen sein, das mir geschenkt wird oder der Anruf, mit dem jemand in Verbindung tritt. Ich bin überzeugt, dass jede*r eine ganze Menge solcher kleinen Gesten entdeckt im Laufe eines Tages.

Manches kommt dabei sicher unverhofft und überraschend. Nicht geplant, sondern spontan. Das erfordert dann eine erhöhte Aufmerksamkeit, um es zu bemerken. Umgekehrt kann ich meine ganze Kreativität und Offenheit einsetzen, um anderen eine kleine Freude zu bereiten. Wie sehr haben sich die Senior*innen gefreut, als sie von den Seniorenclubleiterinnen einen Brief mit einer kleinen Packung Lachgummis im Fasching erhalten hatten!

Aber vielleicht sind diese kleinen Gesten nicht unbedingt das Ergebnis von Nachdenken und Überlegen. Vielleicht drücken sie eher eine Haltung aus, mit der mensch (Frau/ Mann/ Kind) anderen Menschen gegenübertritt und begegnet. Eine Haltung der Offenheit, eine Haltung der Freundlichkeit, eine Haltung der Liebenswürdigkeit.

Es ist eine Haltung, mit der für uns Christen auch Gott den Menschen gegenübertritt mit seinen kleinen Gesten der Wahrnehmung, der Freundlichkeit, des Wohlwollens, der Aufmerksamkeit und der Achtung.

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Studie zur Einsamkeit in Coronazeiten

Ich habe ja schon ein paar Blogs zum Thema „Einsamkeit“ veröffentlicht. Jetzt gibt es eine neue Untersuchung zu diesem Thema, die das Bundesfamilienministerium veranlasst und die das Deutsche Zentrum für Altersfragen veröffentlicht hat. Verglichen wurde die letztjährige Untersuchung mit den Erhebungen von 20214 und 2017. Dabei wurde ein signifikanter Anstieg festgestellt von 8,8 bzw. 9 auch knapp 14 Prozent. Dieser Anstieg betrifft alle Altersgruppen, alle Geschlechter, alle Bildungsgruppen. Aus dem Vergleich mit früheren Untersuchungen ergibt sich damit ein eindeutiger Zusammenhangmit der Coronapandemie. In der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums heißt es:

Wie wirken sich die Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus auf das Einsamkeitsempfinden älterer Menschen aus? Dieser Frage ist das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) im Juni/Juli 2020 im Rahmen des Deutschen Alterssurveys (DEAS) im Auftrag des BMFSFJ nachgegangen. Befragt wurden Personen zwischen 46 und 90 Jahren, die zuhause leben. Das Ergebnis: Das Einsamkeitsempfinden war deutlich höher als in den Befragungsjahren 2014 und 2017.

Im Sommer 2020 lag der Anteil sehr einsamer Menschen im Alter von 46 bis 90 Jahren bei knapp 14 Prozent und damit 1,5-mal höher als in den Vorjahren. Dabei gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern, Menschen mit hoher oder niedriger Bildung oder zwischen mittlerem und hohem Alter – in der Pandemie sind die Einsamkeitsraten in allen diesen Gruppen in gleichem Maße erhöht. Eine häufige Annahme hat sich nicht bestätigt: Ältere Menschen haben das gleiche Risiko, einsam zu sein, als jüngere Menschen.

Wer die Studie selber lesen möchte, findet sie unter folgende, Link: https://www.dza.de/fileadmin/dza/Dokumente/DZA_Aktuell/DZAAktuell_Einsamkeit_in_der_Corona-Pandemie.pdf

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Gedanken zur Fastenzeit 2021 – Lachen und Lebensfreude

Fastenzeit und – Lachen? Geht das überhaupt?

Jesus sagt (Mt 6, 16f): „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht! …. Salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht.“ In Lk 7, 33f wird Jesus als „Fresser und Säufer und Freund der Zöllner und Sünder“ diffamiert. Jesus sieht also keinen Anlass, auf Lebensgenuss und Lebensfreude zu verzichten. Für Jesus ist Genuss und Lebensfreude sogar Ausdruck seiner guten Gottesbeziehung und seiner guten Menschenbeziehung.

Im 17. Jahrhundert, mitten im Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, dichtete Johann Georg Neumark das Lied: „Wer nur den lieben Gott lässt walten“. Und darin in der 2. Strophe die Zeile: „…wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit.“ Und gleich darauf, zu Beginn der 3. Strophe: „Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt…“

Unsere „Fastenzeit“ dauert nun schon ein Jahr. Das Coronavirus zwingt uns manchen Verzicht auf: Essengehen, Theater- und Kinobesuch, Schulbesuch, Gottesdienste, Kontakte zu Freunden und Familienmitgliedern etc.

In der Faschingswoche habe ich von einem Seniorenheim gehört, das entsprechend dekoriert hatte. Dann haben Bewohner die Dekoration heruntergerissen mit dem Satz: „Wir haben gerade nichts zu lachen.“ Das stimmt – und stimmt mich doch traurig. Müsste man nicht jede noch so kleine Gelegenheit nützen, sich wieder einmal aufheitern zu lassen? Gerade weil alles sonst so verzweiflungsvoll ist.

So erinnere ich mich an meine frühere Nachbarin Anneliese, die in ihrem Krebsleiden sich immer wieder selbst einen Witz erzählt hat und gelacht hat. „Dann geht´s mir wieder etwas besser“, hat sie gesagt.

Im Krankenhaus, vor allem bei Kindern und bei Schwerstkranken, treten manchmal Krankenhausclowns auf. Sie wissen um das Schicksal der Patient*innen und bringen gerade so auch Lichtblicke ins Krankenzimmer. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Lachen und der Humor heilsame Kräfte haben. Vielleicht/ bestimmt nicht im dauerhaften Sinn, aber für den Moment.

Lachen ist etwas Göttliches. Ist eine Gabe Gottes, eine Geistesgabe.

Lachen ist etwas Menschliches, das uns von Tieren unterscheidet.

Lachen wird mal auf uns zukommen, denn in den Seligpreisungen (in der Lukasfassung) heißt es: „Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.“

Worauf wir also niemals verzichten können und dürfen, ist das Lachen, der Humor, die Heiterkeit – gerade in den schweren und schwersten Zeiten und auch in der Fastenzeit!

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Sport für Menschen mit Demenz

Ich habe von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. folgenden Hinweis bekommen. Vielleicht ist das ja auch eine Anregung nicht nur für Vereine, sondern auch für Seniorenclubs oder andere Gruppen im Seniorenalter (Seniorenturnen etwa).

Materialbox bietet Informationen, Ideen und Tipps für Übungsleitende und Vereine

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will das Sport- und Bewegungsangebot für ältere Menschen mit seinem Projekt „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ weiter ausbauen. In Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) stellt der DOSB deshalb interessierten Vereinen umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Sport und Demenz in einer Materialbox zur Verfügung. Die Box, die als Päckchen daherkommt, bietet Anregungen für die Integration von Menschen mit beginnender Demenz sowohl in bereits bestehende Gruppen im Sport der Älteren als auch für die Einrichtung von speziellen Sportgruppen für Menschen mit Demenz. 

Derzeit leben 1,6 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Ihre Lebensqualität kann durch gezielte Bewegungs- und Gedächtnisübungen gesteigert und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden. Wie Sport konkret dazu beitragen kann, dazu gibt die Broschüre „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ wertvolle Informationen und Anregungen. Die Materialbox enthält zudem das Buch „Sport und Bewegung für Menschen mit Demenz“ mit vielfältigen Erfahrungen und Stundenbildern von Birgit Backes, Uschi Wihr und Prof. Matthias Maschke sowie Postkarten mit „Dual-Tasking-Aufgaben“ (gleichzeitig zu erfüllende motorische und mentale Aufgaben) und Materialien für die Übungsstunden.

Hier ist der dazugehörige Link: https://richtigfitab50.dosb.de/demenz

Die Materialbox kann kostenlos bestellt werden bei: info@deutsche-alzheimer.de

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Gedanken zum Aschermittwoch 2021

Was bleibt?

Der Aschermittwoch konfrontiert uns mit der Endlichkeit, mit der Gebrechlichkeit, mit der Vorläufigkeit menschlichen Lebens. „Staub bist du…“ Das gilt für jeden Menschen, egal wo er lebt, für welche Werte er steht oder welche Position er innehat. „Staub bist du…“ Dieser Satz lehrt uns Demut, ein Wort, das seit einigen Jahren Hochkonjunktur hat, aber wohl selten im eigentlichen Sinn gebraucht wird (da schreib ich in dieser Fastenzeit auch noch was drüber). Oder, um es mit Papst Johannes XXIII. zu sagen: „Nimm dich nicht so wichtig!“

„Staub bist du…“ Das gilt auch für manches, was wir zum Leben brauchen: der Arbeitsplatz, die Gesundheit, die Sicherheit, ein durchgängiges stabiles Lebensgefühl….

Es gilt nicht nur für Gegenwärtiges, sondern auch für Zukünftiges: die Bildungschancen, die Karrierechancen, Beziehungen …

Was bleibt? Ist denn alles im Zusammenbruch?

Ich sehe, dass manches wichtig geworden ist im letzten Jahr: dass Menschen in Verbindung geblieben sind. Dass Menschen sich solidarisch erklärt haben. Dass Menschen kreativ geworden sind. Dass es so viel Hilfsbereitschaft gibt. Dass man immer wieder den Anlass findet zum kleinen Lebensgenuss und zum Lachen. Dass man in den Entbehrungen spürt, worauf wir nur schlecht verzichten können: die Kultur, das Feiern, die Ausgelassenheit, die Gottesdienste … Sie brauchen sich nur mal zu fragen, was Sie als erstes tun würden, wenn der Lockdown aufgehoben werden würde.

Aber in aller Fragilität erleben wir auch, dass Neues entsteht. Wir spüren sehr prägnant, wie verbunden wir quer durch unsere Welt sind. Es nützt nichts, wenn jeder nur sich selbst sieht. Globales Denken und Handeln sind erforderlich. Quer durch die Kulturen, quer durch die politischen Systeme, quer durch Religionszugehörigkeiten.

Wir spüren deutlich, worin wirkliche Lebensqualität liegt. Das ist zwar sicher von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, lenkt aber den Blick darauf, wofür sich der Einsatz unserer Energie lohnt.

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Um- oder Neuorientierung: weniger „Staub“ – mehr echte Lebensqualität!

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Spaziergang durch den Ort oder das Quartier

In diesen Zeiten geht ja gar nicht viel. Keine Lokale offen, kein Café, keine Museen, keine Sehenswürdigkeiten. Grund zur Depression? Ich glaube nicht! Drum hier mal ein Vorschlag:

Gehen Sie doch mal durch Ihren Ort, durch Ihr Dorf, durch Ihr Quartier (das ist der Raum, in dem Sie wohnen mit einem Umkreis von 500 – 800 m). Aber gehen Sie spazieren mit einem etwas anderen Blick: schauen Sie sich um, als wären Sie in einem Museum (gerne auch, als wären Sie in einem Freilichtmuseum), als wären Sie in einer Sehenswürdigkeit, als gäbe es nichts Bekanntes, sondern viel Neues zu entdecken.

Auf welche „Kunstwerke“ stoßen Sie da? Häuser, Plätze, Straßen, Kirchen, Menschen?

Was sehen Sie da? Was hören Sie da? Was riechen Sie da? Wie fühlt sich der Boden unter Ihren Füßen an?

Gibt es dort nur Häuser oder auch Grünflächen? Gibt es dort eine Bank zum Ausruhen? Was ist, wenn man mal auf die Toilette muss? Und wo ist der Museumsshop?

Sind Sie alleine auf der Straße oder laufen da auch andere Personen herum? Was sind das für Menschen? Alte – junge – Singles – Familien?

Es gibt sicher noch sehr viele andere Eindrücke! Vielleicht notieren Sie sich Ihre Wahrnehmungen. Vielleicht teilen Sie Ihre Beobachtungen anderen mit und dadurch auch mit anderen, die ähnliches sehen, hören, erleben. Dann gäbe es wieder ein Gemeinschaftserlebnis, das auch nach Corona weiterwirkt.

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Welttag der Senior*innen

Papst Franziskus hat einen neuen „Welttag“ ausgerufen. Er soll den älteren Menschen gewidmet sein, den Großeltern und allen Senior*innen. Vorbild sind Joachim und Anna, die Eltern Marias und die Oma bzw. der Opa Jesu. Ihr Fest wird am 26. Juli gefeiert – und so soll der neue Welttag immer etwa zu dieser Zeit begangen werden, konkret immer am vierten Sonntag im Juli.

In seiner Begründung verwies Papst Franziskus darauf, dass die Großeltern oft vergessen würden, sie jedoch auch häufig das Bindeglied zwischen den Generationen seien. „Sie erinnern uns daran, dass das Alter ein Geschenk ist.“, so der Papst (zitiert nach vatican news vom 31. I. 2021.)

Ich bin jetzt generell nicht gerade ein Freund von solchen Gedenktagen – zu groß die Flut, als dass der einzelne Tag noch ein großes Gewicht entfalten könnte. Muttertag und auch der Vatertag dienen ja eher den Floristen und den Brauereien zur Umsatzsteigerung als dass sie zu einer Reflexion über die gesellschaftlichen Rollenzuweisungen oder Identifikationen anregen. Ich bin auch nicht so ganz davon überzeugt, dass die Großeltern tatsächlich oft vergessen werden (aber da fehlt mir bestimmt der globale Gesamtüberblick). Gerade Corona hat ja die Senior*innen wieder stärker in das Blickfeld gerückt – wenn auch oft unter dem einseitigen Stichwort der Vulnerabilität und darüber die Potenziale und die Mitwirkungen der Senior*innen ignorierend.

Aber vielleicht regt ja dieser „Welttag der Großeltern und älteren Menschen“ ein innerkirchliches Nachdenken an über die Rolle der Senior*innen (auch wenn sie keine Großeltern sind). Biblische Beispiele gibt es genug für Aktivsenior*innen: Abraham – Sara – Josua – Noomi – Hanna – Samuel – Elisabeth – Nikodemus – …

Und dann gibt es ja auch noch so wunderbare Worte wie Joel 3,1: „Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben und eure jungen Männer Visionen.“

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Bayerisches Seniorenmitwirkungsgesetz

Ich gebe eine Einladung aus der Koorinationsstelle „Wohnen im Alter“ weiter:

Sehr geehrte Damen und Herren,
um die Mitwirkung älterer Menschen in Bayern auf örtlicher und überörtlicher Ebene weiter zu stärken, wird die Bayerische Staatsregierung ein Bayerisches Seniorenmitwirkungsgesetz auf den Weg bringen.
Frau Staatsministerin Carolina Trautner war es ein besonderes Anliegen, im Vorfeld der Gesetzeserarbeitung die vielfältigen Erfahrungen und Meinungen engagierter Akteure, politisch Verantwortlicher und Bürgerinnen und Bürger zu erfragen und mit einzubeziehen.
Aus diesem Grund führte das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Oktober und November 2020 unter dem Motto „SeniorenMitWirkung“ eine umfassende Beteiligungsaktion durch, die aus vier regionalen Fachdialogen und einer bayernweiten Online-Umfrage bestand. Im Anschluss wurden die vielfältigen Impulse aus den in diesem Rahmen stattgefundenen zwölf Workshop-Gruppen und über 5.300 ausgefüllten Online-Fragebögen gemeinsam mit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung und der Partnerschaftsgesellschaft Salm & Stegen sorgfältig ausgewertet.

Die positive Resonanz auf die Beteiligungsaktion ist überwältigend und zeigt: Das Thema Seniorenmitwirkung in Bayern bewegt die Menschen. Allen, die sich mit eingebracht oder bei der Bewerbung unterstützt haben, möchten wir auf diesem Wege herzlich danken!

Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun in einer digitalen Abschlussveranstaltung am 26. Januar 2021 vorgestellt und von Frau Staatsministerin Carolina Trautner mit dem Präsidenten des Bayerischen Gemeindestages, Herrn Dr. Uwe Brandl, dem Vorsitzenden des LandesSeniorenVertretung Bayern e. V., Herrn Franz Wölfl, der Seniorenbeauftragten des Landkreises Rhön-Grabfeld, Frau Gabriele Gröschel, und der Leiterin des Sachgebietes „Seniorenamt und Soziales“ am Landratsamt Roth, Frau Ottilie Tubel-Wesemeyer, hinsichtlich der Erarbeitung eines Bayerischen Seniorenmitwirkungsgesetzes diskutiert werden. Die Moderation der Veranstaltung wird durch die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung erfolgen.

Wir laden Sie herzlich ein, die Veranstaltung ab 15.30 Uhr auf www.seniorenmitwirkung.bayern.de im Live-Stream mitzuverfolgen.

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Sabine Wenng

Koordinationsstelle Wohnen im Alter

Spiegelstr. 4

81241 München

Tel: 089/20189857

Fax: 089/89623046

E-Mail: info@wohnen-alter-bayern.de

www.wohnen-alter-bayern.de

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Oxfam-Bericht: Das Ungleichheits-Virus

In den Nachrichten auf tagesschau.de (Link: https://www.tagesschau.de/ausland/oxfam-corona-101.html ) bin ich auf den Bericht von Oxfam Deutschland e. V. aufmerksam geworden. Betitelt ist er mit: „Das Ungleichheits-Virus“ und beleuchtet die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ich zitiere jetzt die Tagesschau:

Steffen Küßner, Sprecher von Oxfam Deutschland , erklärt an einem Beispiel, wie sich die Ungleichheit in Zeiten der Pandemie verschärft hat:

„Die reichsten 1000 Menschen konnten ihre Pandemie-bedingten Verluste in nur neun Monaten wettmachen. Die ärmere Hälfte der Menschheit wird hingegen voraussichtlich über ein Jahrzehnt brauchen, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu bewältigen.“

Schon auf der ersten Seite der Kurzfassung des Oxfam-Berichts steht:

„Diese Krise verschärft die vorher schon dramatischen Unterschiede zwischen Arm und Reich, zwischen den Geschlechtern und zwischen Weißen und Black, Ingineous and People of Color (BIPoC). Bereits neun Monate nach Ausbruch der Pandemie hatten die 1000 reichsten Milliardär*innen wieder so viel Vermögen wie in der Zeit vor Covid-19.“

Die zehn reichsten Männer der Welt konnten seit Februar 2019 ihr Vermögen um fast eine halbe Billion US-Dollar steigern – auf über 1,12 Billionen. (Übrigens wird darauf hingewiesen, dass man nur mit diesem Gewinn die Covid-Impfungen für alle Menschen auf der Erde bezahlen könnte.) Gleichzeitig haben hunderte Millionen Menschen ihr Einkommen oder ihre Arbeit verloren.

Problematisch finde ich, wenn beschrieben wird, wieviel die größten Konzerne – auch von Staatshilfe – profitierten, sodass sie ihren Aktionären üppige Dividenden zahlen konnten, während gleichzeitig die Arbeitnehmer dieser Betriebe Kurzarbeitergeld bezogen. (Siehe S. 4) So hätten in Deutschland “ 40% der Erwerbspersonen durch die Pandemie Einkommen verloren“. Noch sehr viel mehr gilt dies weltweit. Verlierer sind zum einen die Frauen, daneben Jugendliche, Kinder und Wanderarbeiter*innen. Und eben die Personen, die unter rassistischer Diskriminierung (eben die oben erwähnten BIPoc) zu leiden haben.

Auch wenn der Oxfam-Bericht den Blick auf die Situation weltweit richtet, finde ich ihn sehr spannend zu lesen und in seinem Lichte auch mal unsere deutsche Situation anzuschauen. Auch hier gibt es wenige Gewinner und viele Verlierer. Auch wir sind geneigt, bestimmte Problemgruppen aus dem Blick zu verlieren: Rentner mit geringem Einkommen bei weggebrochenen Zuverdienstmöglichkeiten; Kinder, deren Aus- und Schulbildung schwer zu bewältigen ist (einschließlich der sozialen Bildung); Obdachlose mit schlechter Gesundheitsversorgung; Menschen in prekären Arbeits- und Wohnsituationen (die vorhin zitierten „Wanderarbeiter*innen“); Frauen im Niedriglohnsektor mit später sehr geringer Rente …..

Ich denke, das ist eine sehr umfangreiche Aufgabe, die – wie die gesamte Corona-Pandemie – ein globales Denken und Handeln erfordert mit Solidarität mit den Schwachen.

Das kann man – muss man aber nicht – auch auf dem christlich-jüdischen Hintergrund sehen, wo Gott immer zu eben dieser Solidarität aufruft.

Hier der Link zu Oxfam Deutschland e. V. und zum Bericht: https://www.oxfam.de/ueber-uns/publikationen/oxfams-bericht-covid-19-auswirkungen-ungleichheitsvirus?utm_source=google-paid&utm_campaign=OX_Brand&utm_wec=11495&gclid=EAIaIQobChMI8_SiqLC37gIVC7h3Ch2YOw0LEAAYASACEgK83PD_BwE

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