Eine Geschichte von Freude und Glück

Menschen erleben in ihrem Leben nicht nur Schönes und Freudevolles. Es gibt – zumal in einem langen Leben – auch manches Schwere und Bedrückende. Etwa eine Krankheit oder eine Enttäuschung oder einen Verlust.

Ich denke an eine Frau, die schon lange verstorben ist und die ich in den letzen Jahren ihres Lebens immer wieder besucht habe. Die Maria war bettlägerig und konnte nicht mehr aufstehen. In den vielen gemeinsamen Stunden hat sie mir aus ihrem Leben erzählt, von harter Arbeit und Not, von der Sorge um ihre Kinder, vom Tod ihres Mannes etc. Sie hat in all dem niemals traurig oder niedergeschlagen gewirkt. Selbst die eigene Erkrankung hat sie klaglos hingenommen. Im Gegenteil – sie konnte dem sogar etwas Positives abgewinnen. Sie sagte: „Jetzt bin ich das große Ohr. Wenn die Kinder von der Schule heimkommen, dann erzählen sie mir von ihren Erlebnissen. Dazu haben die Eltern meistens keine Zeit.“

Viele Senior*innen haben beeindruckende Geschichten zu erzählen. Von Schwierigkeiten und deren Überwindung; von Freuden und von Leistungen; von Enttäuschung und neuen Hoffnungen. Aber es gibt dazu wenige Gelegenheiten.

Ein Seniorenkreis könnte eine solche Gelegenheit bieten, etwa unter dem Titel: „eine Geschichte von Freude und Glück“ Man könnte kleine Zweiergespräche anregen oder auch (je nach Größe) auch in der ganzen Gruppe. Wenn eine*r das erzählen beginnt, erzählen andere sicher auch aus ihren Erinnerungen. Und wenn es Freudegeschichten gibt, erfährt man sicher auch von Herausforderungen, die bestanden sind.

Das ist dann nicht nur beeindruckend, sondern löst wiederum Freude aus und macht anderen Mut.

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