Monthly Archives: Mai 2026

Zwischenruf zur Rentenreform

In den letzten Tagen ist an die Öffentlichkeit durchgedrungen, dass die Rentenkommission der Bundesregierung wohl überlegt, das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre anzuheben. Die Folge dieser Indiskretion war ein Aufschrei von verschiedenenen Gruppen.

Unstrittig ist, dass unser Rentensystem dringend eine Reform braucht – und zwar eigentlich schon seit vielen Jahren. So, wie es im Moment ist, ist es auf Dauer nicht finanzierbar. Entweder wir finanzieren es über immer höhere Zuschüsse aus den Steuern oder wir senken das Rentenniveau ab oder wir arbeiten länger. Immer kostet es etwas. Ohne geht es nicht.

Andererseits wissen wir schon seit vielen Jahren, dass die Menschen immer länger leben – und im Großen und Ganzen auch gesünder, fitter. Dazu kann jede und jeder selbst was beitragen: durch mehr Bewegung, gesündere Ernährung, Verzicht auf Alkohol, Nikotin und andere Drogen. Auch die sozialen Kontakte zählen dazu und die geistige Beweglichkeit.

Wenn die Menschen länger leben und sich der Renteneintritt nicht verschiebt, bekommen die Menschen länger ihre Rente. Das war etwa bei meinen Großeltern und Eltern eine sehr viel kürzere Zeit (nicht mal ein Jahrzehnt) als ich sie zu erwarten habe. Auch das muss finanziert werden. In manchen Ländern ist das Renteneintrittsalter gekoppelt an die durchschnittliche Lebenserwartung. Das scheint mir unter dem gerade erwähnten Aspekt als gerecht. Zumindest gerechter als die Koppelung an die Anzahl der Jahre, die jemand in die Rente eingezahlt hat. Da fallen nämlich Arbeitslose, Mütter mit unterbrochener Erwerbsbiografie und pflegende Angehörige, die zum großen Teil nur Teilzeit arbeiten können, hinten runter.

Ich bin nun wirklich kein Experte für die Rente. Bestimmt gibt es Widerspruch, bestimmt auch mit guten Argumenten. Und bestimmt kann man nicht jeden Einzelfall abdecken. Es wird immer Beispiele geben, warum dies oder das nicht geht oder ungerecht erscheint. Aber dass sich war verändern muss – und zwar grundlegend, das ganze System betreffend – das ist offensichtlich. Hoffentlich gbit es dafür viel Mut.

Bitte schreiben Sie mir doch Ihre Meinung dazu.

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Ijob: Wo ist Gott im Leid?

Die Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner lädt im Rahmen ihrer Reihe Bibel und Leben im Gespräch zu einem höchst interessanten Thema ein: Ijob: Wo ist Gott im Leid?

Diese kleine Erzählung im Ersten Testament bietet in den Gesprächen Ijobs mit seinen Freunden und dann auch mit Gott verschiedene Deutungen für diese Frage.

Hiob von Gerhard Marcks,
Standort: vor der Klarakirche in Nürnberg,
Foto: Michael Tress

Wie empfinden wir heute das Leiden und die darin erlebte Abwesenheit Gottes? Da kommen vermutlich unterschiedliche Antworten im Gespräch auf. Der Termin dafür ist der 20. Mai 2026 von 9 bis 11 Uhr im Kloster Zangberg. Marianne Kaltner bittet um eine Anmeldung bis zum 19. Mai. Die Telefonnummer finden Sie auf ihrem Flyer unten.

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Maiandacht für Senior*innen

Die Seniorenseelsorgerin Marianne Kaltner lädt alle Seniorinnen und Senioren zu einer Maiandacht ein. Da dort bekannte Lieder gesungen werden, eignet sie sich besonders gut für Menschen mit einer Demenzerkrankung (und natürlich auch für deren Angehörige).

Sie findet statt am Freitag, den 15. Mai um 14:30 Uhr in Töging in der Kirche St. Johann Baptist. Wer anschließend ich mitgehen möchte ins Café Riviera, möge sich bitte bei Marianne Kaltner anmelden. Die Telefonnummer finden Sie auf dem Flyer der Seniorenseelsorge Mühldorf.

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