Informationsabend der Seniorenbeauftragten

Gesternabend haben sich die pfarreilichen und die kommunalen Seniorenbeauftragten zu ihrem dritten Informationsabend getroffen. Thema war dabei die Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Die Zahl der an Demenz Erkrankten wird im Zuge der demografischen Entwicklung massiv ansteigen, die Zahl der Pflegenden dagegen eher abnehmen. Sie leisten jetzt schon 2/3 der Pflege an Demenzerkrankten, dazu kommen noch all jene, die anderweitig Pflegebedürftige betreuen. Sie stehen unter enormen Belastungen körperlicher, seelischer und finanzieller Art. Gleichzeitig sind sie mit einem (eigenen und von außen herangetragenen) Anspruch konfrontiert, den Pflegebedürftigen so lange wie irgend möglich daheim zu behalten. So gehen viele oft und sehr weit über ihre eigenen Belastungsgrenzen hinaus. Am eindrücklichsten war dabei die Isolation, in die Pflegende geraten, wenn sich Freunde, Nachbarn, Bekannte aus Scham, Angst, Überforderung zurückziehen – manchmal auch, ohne von der Belastung des Pflegenden zu wissen, wenn die keine Energie mehr haben, von sich aus den Kontakt aufrecht zu erhalten. Umso wichtiger und sehr entlastend ist es, wenn Außenstehende mal anrufen, kurz vorbeikommen oder auch mal dem Pflegenden eine Atempause verschaffen.

Bei unserem Treffen haben wir die regionalen Hilfeangebote zusammengetragen und eine entsprechende Liste erstellt. Sie kann bei mir und dann auch bei den Seniorenbeauftragten abgefragt werden. So sollen die Angehörigen Zugang und Information über die möglichen Hilfestellungen für die Pflege daheim bekommen.

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