Präventive Hausbesuche für ein selbständiges Leben im Alter

Im letzten Jahr bin ich schon mal auf die „Küchentischgespräche“ in den Niederlanden gestoßen. Da kommen Sozialarbeiter in die Wohnungen von Senioren und besprechen am Küchentisch den Pflegebedarf und auch die verschiedenen Möglichkeiten, die in Frage kommen. Jetzt hat die bagso Mitte Dezember einen Workshop angeboten, bei dem diese Form und auch andere, in Deutschland bereits existierende initiativen vorgestellt wurden. Auf ihrer Homepage http://www.bagso.de schreibt die bagso dazu:

Von deutscher Seite stellte der Trägerverein Aktiv 55plus die Initiativen aus Radevormwald vor. Die aktivierenden Hausbesuche sind dort bereits langjährig etabliert. Ein Vertreter aus Ulm berichtete von den Erfahrungen der Stadt mit Hausbesuchen, die mit einem Gratulationsschreiben des Bürgermeisters zum 75. Geburtstag angekündigt werden. Aus Rheinland-Pfalz wurde berichtet, dass die schon länger etablierten „Gemeindeschwestern Plus“ nun auch durch Präventionsgelder gefördert werden.

Zum Abschluss des Workshops drängte die BAGSO darauf, aus den Erfahrungen zu lernen und präventive Hausbesuche durch die Kommunen systematisch und flächendeckend umzusetzen. Dies sei auch im Sinne der Ergebnisse des Siebten Altenberichts, die die Bedeutung der Kommunen für die Sicherung der Lebensqualität im Alter deutlich gemacht haben. Kommunen müssten finanziell angemessen ausgestattet werden, um Beratung bei älteren Bürgerinnen und Bürgern zu Hause anzubieten. Nach Ansicht der BAGSO wird es nur dann gelingen, den Grundsatz „ambulant vor stationär“ auch in einer Gesellschaft der Langlebigkeit umzusetzen.

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