Ältere Menschen und Digitalisierung – der Achte Altenbericht

Heute hat die Bundesregierung den 8. Altenbericht unter dem Titel „Ältere Menschen und Digitalisierung“ veröffentlicht. Darin werden sowohl die technische wie auch die soziale Seite der Digitalisierung beleuchtet und auch einige ethische Fragen diskutiert.

Grundlegend – so wird betont – ist ein kompetenzorientiertes Menschenbild. Damit wird unterstrichen, dass Senior*innen fähig und willens sind, sich in die für sie oft noch fremde Welt des Internet einzuarbeiten, entsprechende Unterstützung vorausgesetzt. Allerdings beschreibt der Altenbericht auch, dass es Menschen mit niedrigem oder mittlerem Bildungsstand schwerer haben als die mit hohem; dass Männer mehr zur Digitalisierung neigen als Frauen und dass (vor allem ältere) Migrant*innen seltener Zugang finden.

Danach werden verschiedene Themenbereiche untersucht mit den Chancen, den Risiken und auch den (technischen) Voraussetzungen. Dazu gehören etwa die Bereiche „Wohnen“, „Gesundheit“, „soziale Integration“, „Mobilität“. Hier kann die Digitalisierung helfen, sehr viel länger ein selbstbestimmtes Leben zu führen, etwa mit Gesundheits- bzw. Fitness-Apps oder in der Unterstützung der Haushaltsführung. Auch für Angehörige ist der Einsatz digitaler Medien entlastend – etwa in der Kommunikation über große Distanzen hinweg. Ziel der Digitalisierung muss es freilich sein – so der Altenbericht – „die Partizipation und die Teilhabe auch außerhalb des digitalen Raums zu stärken“ (S. 32)

Als ethische Fragestellung formuliert der Altenbericht die Spannung zwischen Ermächtigung und Demütigung sowie die Befürchtung, dass die Digitalisierung u. U. ein defizitorientiertes Altersbild produziert.

Am Ende gibt es 12 Empfehlungen. Darin enthalten ist die Forderung, die technischen Voraussetzungen zu erfüllen, dass alle Zugang haben zu einem leistungsfähigen Internet (auch durch ein Förderprogramm zur Anschaffung von PC für einkommensschwache Menschen). Eine andere Empfehlung sieht die Chance, das Internet generationenverbindend zu nutzen. Schließlich wird die Einführung eines Monitoring „Digitalisierung und ältere Menschen“ gefordert, an dem auch die Senior*innen selbst beteiligt sein sollten.

Wer den Altenbericht lesen möchte, findet ihn unter folgendem Link: https://www.bmfsfj.de/blob/159456/3dab099fb5eb39d9fba72f6810676387/achter-altersbericht-kurzfassung-data.pdf

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