Erntedank – Ernte meines Lebens

Beim Einkehrvormittag in Niederbergkirchen haben wir uns Gedanken gemacht zum Erntedankfest. Dieses Fest gibt es in allen Kulturen und allen Religionen. Früher wurden Früchte oder junge Tiere geopfert im Bewusstsein, dass eine gute Ernte nicht nur das Ergebnis der menschlichen Arbeit ist, sondern der göttlichen Kraft bedarf.

Wir haben den Feldfrüchten, dem Obst und den Blumen noch Symbole für menschliche Arbeit hinzugefügt – etwa einen Kochtopf, Werkzeug, eine Kinderzeichnung, den Gesang. Dadurch wollten wir sichtbar machen, dass Erntedank heute nicht mehr nur die bäuerliche Arbeit umfasst, sondern für alle Arbeit gilt.

Daraufhin haben wir die Ernte des menschlichen Lebens insgesamt inden Blick genommen:  die in einer Medaille gewürdigte Lebensleistung, die Biografie, die Glaubensgeschichte.

Der letzte Schritt war daraufhin das unperfekte Leben, dargestllt im wurmstichigen Apfel, der Scherbe, dem gebrochenen Herzen. Auch Unvollendetes, auch Zerbrochenes, auch das Scheitern gehört zum menschlichen Leben, zur Lebensernte dazu.

Für all dies wollten wir unserem Gott unser „Danke“ sagen, ausgedrückt im Gebet und in der Bitte um Segen.

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