Gedanken zu Ostern 2021

In der heutigen Osternacht ist mir aus der Exoduslesung ein Vers nachgegangen.

Die Israeliten leben in der Sklaverei unter harten Bedingungen. Mose beschwert sich bei Gott. Da sagt Gott: “ Was schreist du zu mir? Sag den Israeliten, sie sollen wegziehen aus dem Land Ägypten!“

Mein Gedanke dazu: Ja, wir leben manchmal in schwer zu ertragenden Verhältnissen. Und da ist die erste Reaktion ein Klagen über die unerträgliche Situation. Manchmal dauert die Klage jahrelang. Ich habe da z. B. Angehörige von Suchtkranken vor Augen, die vieles auf sich nehmen in der (vergeblichen) Hoffnung, dass sich etwas ändert.

In der Lesung aus dem Ersten Testament sagt Gott aber: Klage nicht, sondern geh raus aus den lebenseinengenden Verhältnissen!

Das ist sicher nicht leicht, das macht man nicht leichten Herzens, das ist ein schwerer Schritt. Er braucht viel Mut und wohl auch ein großes Maß an Verzweiflung.

Aber Gott macht Mut. Auch mit der Zusage seiner Begleitung, die im weiteren Verlauf der Geschichte konkretisiert wird.

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