Ausbildung zum Altenpfleger

In dieser Woche war in der Zeitung zu lesen, dass es jetzt mehr Interessenten für den Beruf des Altenpflegers gebe. So erfreulich das ist – mir scheint das noch keine Trendwende zu sein. Der Bedarf ist zudem noch um einiges  höher und kann so schnell gar nicht aufgefangen werden. Zumal die, die jetzt mit ihrer Ausbildung anfangen, erst in einigen  Jahren volle Arbeitskräfte sein werden. Ich denke, der wichtigste Anreiz wäre eine angemessene Bezahlung, von der man (Mann? Frau?) auch eine Familie ernähren kann. Da wird vielleicht der Mindestlohn etwas nützen, selbst wenn dadurch die Pflege teurer wird.

Die Arbeit als Altenpfleger/in ist sicher sehr aufreibend. Sie erfordert ein hohes Maß an Kraft, an Aushalten belastender Situationen, an fachlicher und auch menschlicher Kompetenz. Leider werden immer nur die Übergriffe und Entgleisungen beschrieben und nie, mit wie viel Freundlichkeit und oft auch Gelassenheit PflegerInnen ihre Arbeit an und mit den alten Menschen tun. Ich kann mir auch vorstellen, dass Bewohner einem ans Herz wachsen, besonders, wenn man deren Lebensgeschichte kennt und mitkriegt, was der- oder diejenige schon alles bewältigt hat. Aber dazu braucht es halt immer auch Zeit. Die fehlt aber oft, weil die Personaldecke in den Heimen eher dünn ist, weil es viel Arbeit zu tun gibt, weil auch Pausen nötig sind zum Regenerieren.

So möchte ich gerne viele ermutigen, sich in der Pflege ausbilden zu lassen. Es ist anstrengend und manchmal frustierend, es tut weh, wenn jemand stirbt. Aber die Arbeit kann auch sehr viel Lebenssinn, Lebenserfahrung, Trost und Kraft vermitteln.

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