Resilienz: eine Fortbildung für den ehrenamtlichen Besuchsdienst im Krankenhaus und den Seniorenheimen

Gestern haben wir in Mühldorf eine Fortbildung für diejenigen abgehalten, die sich bei uns im Landkreis Mühldorf im Besuchsdienst ehrenamtlich engagieren und bei uns (Martin Kuhn als Krankenhausseelsorger und mir) eine entsprechende Ausbildung gemacht haben. Das Thema war die „Resilienz“. Damit ist die Fähigkeit gemeint, mit belastenden Situationen gut zu Recht zu kommen und sich trotz widriger Umstände immer wieder aufzurichten. Diese Fähigkeit kann man erlernen und einüben und wohl jeder hat die ein oder andere Strategie dafür.

Martin Kuhn stellte dar, dass die Resilienz auf sieben Säulen ruht:

  1. Optimismus: der Glaube an die nächste Gelegenheit; das Erkennen der (kleinen) Erfolge; die inneren Antreiber erkennen und durch Erlauber ersetzen; …
  2. Akzeptanz: Das, was ist, anerkennen; sich der Realität stellen; die Möglichkeiten trotz der widrigen Umstände (oder in ihnen) sehen.
  3. Lösungsorientierung: Ziele klar formulieren; die Werte im Blick haben; eine Vogelperspektive einnehmen und den Überblick gewinnen; Unterstützer suchen.
  4. die Opferrolle verlassen: die eigenen Handlungsoptionen erkennen; die eigenen Kräfte wahrnehmen.
  5. Verantwortung übernehmen: sich von der Schuldfrage lösen.
  6. Netzwerkorientierung: wer hat ähnliche Ziele? Wer kann beraten oder unterstützen?
  7. Zukunftsplanung: Dazu zählen auch Alternativen für den Fall, dass es schwierig wird.

Im Anschluss haben wir konkrete Strategien zusammengetragen. Dazu zählen der Kontakt zu anderen (Freunden, Bekannten), der eigene Rückzug (in den Garten, in die Natur, in die Stille, in das Gebet), die Pflege von Hobbies (Musik, Malen, Tanz, Ausstellungen, Fitnessstudio), geistige Anregungen (etwa beim Lebenswert-Kurs).

So wurde dieser Nachmittag zum Anlass, das je Eigene zu entdecken.

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