Leitlinien der WHO zur Demenz

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Leitlinien zum Umgang mit Demenz veröffentlicht. Sie beschreibt darin das Risiko, an Demenz zu erkranken. Natürlich ist das Alter DER Risikofaktor schlechthin und so kommen jedes Jahr ca. 10 Millionen Neuerkrankte hinzu. Bis 2050 wird sich – so die WHO – diese Zahl noch verdreifachen.

Allerdings kann man die Risikofaktoren, die eine Demenzerkrankung zusätzlich begünstigen, beeinflussen. Die WHO hat dazu „Leitlinien“ erstellt und folgende Bereiche definiert:

Körperliche Aktivitäten – Nikotinmissbrauch – Ernährung – Alkoholmissbrauch – Kognitives Training – soziale Aktivitäten – Gewichtsreduzierung bei Übergewicht – Bluthochdruck – Diabetes mellitus – Fettwerte – Depression – Schwerhörigkeit.

Vieles hängt also an der eigenen Lebensweise: sich gesund zu ernähren (die WHO empfiehlt die mediterrane Ernährungsweise), auf Suchtmittel zu verzichten – sich körperlich und sozial zu betätigen – sich zu interessieren für … Anderes wird indirekt beeinflusst, etwa die Cholesterinwerte. Der Gebrauch eines Hörgerätes holt einen aus der sozialen Isolation.

Wie gesagt: verhindern lässt sich die Demenz nicht mit diesen Maßnahmen. Aber die Folgen lassen sich beträchtlich hinauszögern. Und das hilft nicht nur den Demenzkranken, sondern auch den Angehörigen, den Pflegekräften und der gesamten Gesellschaft.

Wer diese Leitlinien selber lesen möchte (leider bisher nur auf Englisch, eine Zusammenfassung gibt es auch in anderen Sprachen, jedoch nicht auf Deutsch), findet sie hier: https://www.who.int/mental_health/neurology/dementia/guidelines_risk_reduction/en/

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Ü-60-Messe 2019

Die Caritas Mühldorf und die Stadt Mühldorf veranstalten auch in diesem Jahr wieder eine Ü-60-Messe. Sie findet diesmal am 5. Juni 2019 statt und beginnt ab 12.00 Uhr mit der Eröffnung der Aussteller, die im Haberkasten im 1. Stock wieder ihre Angebote präsentieren. Nach den Begrüßungsreden (ab 13.00 Uhr) hält Dr. Fiedler einen Vortrag: „Arthrose – was tun? Um 14.00 Uhr referiert Josef Ascher über die „neuen Pflegegrade und Rechtsmittel“. Am Nachmittag folgen noch zwei Vorträge über Osteoporose und über Diabetes. Dazwischen stellen sich die Seniorenclubs in der Stadt Mühldorf vor und es gibt Kaffee und Kuchen.

Ich selber werde auch von 15.00 – 15.30 Uhr eine kleine Gesprächsrunde anbieten. „Weil Du mich berührst“ – Pflege zwischen Liebe, Trauer, Wut und Ohnmacht thematisiert die Situation der pflegenden Angehörigen von Demenzerkrankten. Da möchte ich Gelegenheit zum Austausch geben und auch auf praktische Hilfsmöglichkeiten hinweisen. Ich bin aber während der ganzen Messe an einem kleinen Stand vertreten und ansprechbar.

Hier ist der Flyer für die Ü-60 Messe: 2019_flyer_ue60messe

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Kurs der Caritas Mühldorf für haushaltsnahe Dienstleistungen

Die Caritas Mühldorf bietet einen Kurs an für haushaltsnahe Dienstleistungen bei älteren Menschen. Hier sind die genaueren Angaben:

Wenn Sie gerne älteren Menschen helfen, dann lassen Sie sich schulen und werden Sie Teil unseres Teams!!
Unsere Schulungstermine:
Freitag, den 17.05., 24.05. und 31.05.19 von 17.00-22.15 Uhr
Samstag, den 18.05., 25.05. und 01.06.19 von 13.00-18.00 Uhr
Montag 24.06. und Dienstag 25.06. von 17.00-21.00 Uhr
in Waldkraiburg in der Franz Liszt Straße 15 – „Treffpunkt Miteinand“
Die Schulung als ehrenamtliche/r Helfer/in ist für Sie kostenlos. Sie erhalten ein Zertifikat über die Teilnahme an der Schulung, die nach dem Schulungskonzept des Zentrum Bayern für Familie und Soziales durchgeführt wird und 40 Unterrichtseinheiten umfasst. Das Zertifikat berechtigt Sie, Einsätze für die Caritas Mühldorf zu übernehmen. Gegen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 9,50 € und einer Kilometerpauschale in Höhe von 0,30 € vermitteln wir Sie an Patienten, die von ihrer Pflegeversicherung Leistungen für Haushaltsnahe Dienste in Anspruch nehmen können.
Haben Sie Interesse oder Fragen, melden sie sich unter der Tel: 08631/3763-0 oder schreiben Sie per E-Mail an: elisabeth.schneider@caritasmuenchen.de

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Broschüre: Grundsicherung im Alter

Der Sozialverband Deutschland hat eine neue Broschüre herausgegeben. Auf seiner Homepage https://www.sovd.de schreibt der Sozialverband:

Broschüre – Die Grundsicherung

Es kann unterschiedliche Gründe geben, warum die Einkünfte im Alter oft nicht ausreichend sind. Dazu gehören vor allem Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung und Niedriglohn sowie Erwerbsminderung. Dann besteht möglicherweise Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Doch wer die soziale Leistung beanspruchen will, braucht guten Rat. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und wo kann man einen Antrag stellen? Dabei hilft der SoVD. Der Sozialverband hat mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Sozialberatung bereits vielen Menschen geholfen, ihr Recht auf Grundsicherung durchzusetzen.

Der neue SoVD-Ratgeber „Die Grundsicherung – Ihr gutes Recht“ informiert über die aktuelle Gesetzeslage und gibt praktische Hinweise. Die Publikation berücksichtigt insbesondere viele Fragen von Betroffenen aus der Sozialberatung. Zudem verdichtet das Heft die wichtigsten Informationen zum Thema Grundsicherung anschaulich und empfängerorientiert.

Die Broschüre ist kostenfrei, Sie zahlen nur das Porto.

Ihrer Bestellung legen Sie bitte unbedingt einen mit 1,20 Euro frankierten und mit Ihrer Postanschrift versehenen DIN C4 (23 cm lang, 16 cm hoch) Briefumschlag bei.

Bitte senden Sie Ihre Bestellung an:

SoVD-Bundesgeschäftsstelle, Abt. Versand, Stralauer Str. 63, 10179 Berlin

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Offenes Ohr – offenes Herz in der ARD

Mein Projekt „offenes Ohr – offenes Herz“ wurde heute in der ARD in der Sendung „live nach neun“ vorgestellt (nachzusehen in der Mediathek).

Ich bin ja jeden Donnerstag von spätestens 10 Uhr bis mindestens 11 Uhr in der Cafeteria des Globus. Entdecken kann man mich leicht durch die beiden Aufsteller, meistens sitze ich eh direkt am Gang in das Einkaufszentrum hinein. Es ist dort – in aller Öffentlichkeit – eine vertrauliche Gesprächsathmosphäre möglich. Viele Gespräche finden im Stehen statt, aber natürlich darf man sich auch zu mir setzen. Die Dauer und auch die Themen bestimmen immer meine Besucher, es gibt da keinerlei „Regel“. Meistens kommen die Besucher allein, in der Mehrzahl (aber nicht ausschließlich) sind es Frauen, die ältere Generation hat größeren Redebedarf als die jungen Erwachsenen. Auch bei den Themen gibt es die ganz große Bandbreite: von ein paar Sätzen darüber, dass das eine gute Idee ist oder über das Wetter bis hin zu ganzen Lebens- oder Krankheitsgeschichten oder auch Glaubensgeschichten. Die sind allerdings eher selten und damit etwas sehr Besonderes. Mich beeindruckt immer, wie offen die Menschen sind, wie viel Vertrauen sie in eine Ihnen fremde Person stecken, wie groß dann auch ein Redebedürfnis ist. Meist reicht ein Aussprechen können, ich muss gar nicht Hilfe anbieten (meine oder die einer anderen Einrichtung). Und wenn es lediglich das kleine Lächeln im Vorübergehen ist, ist der Tag doch schon ein wenig freundlicher und es hat sich für beide Seiten „gelohnt“.

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Gedanken zum Marienmonat Mai

Morgen beginnt mit dem 1. Mai ein Monat, in dem Maria in den Blickpunkt gerückt wird. Aber welche Vorstellungen von Maria tauchen denn da auf?

Oft ist es die hörende, gehorchende, sich in den Dienst Gottes stellende junge Frau. Manchmal wirkt ihr Bild in den Liedern oder auch Gebeten ein wenig verkitscht. Nicht wirklich attraktiv und anschlussfähig an heutige Vorstellungen weiblichen Lebens. In den verschiedenen biblischen Vormittagen der Fastenzeit sind mir jedoch ganz andere Frauen – darunter auch Maria – begegnet: mutig, selbstbewusst, hartnäckig, beständig.

Maria spielt in den Evangelien nicht die große Rolle wie in der Volksfrömmigkeit. Die Volksfrömmigkeit wiederum erscheint mir sehr geprägt zu sein von der jeweiligen gesellschaftlichen Strömung, dem jeweiligen gesellschaftlichen Frauenbild. Da ist Maria dann die „reine Jungfrau“ oder die „Mutter des Herrn“ oder die gehorsame Dienerin, die alles ohne Widerspruch hinnimmt. So auch das Vor-Bild für die (priesterdominierte) gehorsame Kirche (in der die Frauen und die übrigen Nichtkleriker zu gehorchen haben).

Maria wird in ihrer Widerständigkeit kaum wahrgenommen: dass sie etwa Jesus bremsen und wieder nach Hause (weg von der Öffentlichkeit) holen wollte. Dass sie sich auch wieder zu einem eigenständigen Leben zurückgezogen hat und Jesus nicht auf seinen vielen Wegen nachgefolgt ist. Dass sie (außer bei Johannes) nicht unter dem Kreuz steht, aber dann (in der Apostelgeschichte zusammen mit anderen Frauen) bei den Jüngern zu finden ist.

Vielleicht kann der Mai 2019 dazu dienen, ein „modernes“ Marienbild zu entdecken. Spätestens seit dem Mittelalter machen es uns die Generationen von Gläubigen vor, ihr eigenes Leben im Spiegel Mariens zu sehen und zu deuten. Die eigene Suche hat also Tradition, die Veränderung der Vorstellungen ist lang geübter Brauch in der Kirche.

Maria entdecken als selbstbewusst lebende, eigenständige Frau – auch in der Auseinandersetzung mit Jesus – auch an prominenter Stelle in der Schar der männlichen Apostel – auch in Ergänzung anderer bedeutender Frauen im Gefolge Jesu (Maria von Magdala; Maria, die Mutter des Jakobus; Salome; Johanna; die Mutter der Söhne des Zebedäus).

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Erste Hilfe Kurs für Senioren

Das Katholische Kreisbildungswerk Mühldorf veranstaltet zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst einen Kurs in Erster-Hilfe. Er richtet sich speziell an Senioren und stellt Maßnahmen bei altersspezifischen Erkrankungen vor. Das KBW schreibt:

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht die Bereitschaft, aktiv Erste Hilfe zu leisten und die Befähigung zur Selbsthilfe. Hierbei werden Schwerpunkte gesetzt bei altersspezifischen Erkrankungen wie Zuckerkrankheit, Osteoporose, Herz- und Atemwegserkrankungen. Das Augenmerk liegt besonders auf einer Anleitung zur gegenseitigen Hilfe auch bei eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten.

Der Kurs findet statt am Donnerstag, den 9. Mai 2019 von 13:30 – 17 Uhr.

Ort: Malteser Hilfsdienst, Am Industriepark 25 in 84453 Mühldorf.

Leitung: Anita Baumert vom MHD.

Der Kurs kostet 15,00 €  –  eine Anmeldung ist nötig beim KBW unter 08631/ 3767-0

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Impuls zum Osterfest 2019

Ostern

Das Fest der Auferstehung – Ostern – durchbricht die Vorstellung, dass mit dem Ende dieses jetzigen Lebens alles aus ist. Unsere Lebensperspektive wird geweitet über die Grenzerfahrung des Todes hinaus. Welche Konsequenzen hat das wohl für die Werte, die jetzt Gültigkeit haben?

Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, wir müssten oder könnten uns das ewige Leben verdienen durch ein „anständiges“ Leben (wie es neulich jemand formuliert hat) oder durch viele gute Taten. In den vielen guten Taten zeigt sich, welche Werte für uns jetzt wichtig sind. Sie sind bedeutsam für die Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Welt. Darum lohnt es sich, die ganze Kraft und alle Talente einzusetzen für soziale Gerechtigkeit, für Frieden, für Solidarität und Toleranz etc. (das sind jetzt ein paar meiner wichtigen Werte und mögen ersetzt/ ergänzt werden durch Ihre Werte!).

Der Glaube an die Auferstehung und das Leben bei Gott lässt mich jedoch im Bewusstsein leben, dass das Leben meine Kräfte übersteigt; dass das Leben mehr ist als das, was ich vermag; dass das Leben in für mich noch unvorstellbaren Dimensionen möglich ist. Auferstehungsglaube relativiert auf der einen Seite also.

Andererseits weitet er Leben aus: es bringt eine Idealsicht ins Spiel wie Leben sein könnte. Das wiederum setzt Kräfte frei, weil es eine Orientierung ermöglicht, eine Zielvorstellung, eine Art Wegweiser für diese unsere jetzige Welt. Der Blick auf das Leben nach dem Tod schärft den Blick auf die Missstände im Leben vor dem Tod. Aber eben nicht, um die Hände in den Schoß zu legen und zu warten, bis die Erlösung naht. Sondern um aus dem Auferstehungsglauben heraus die Welt (und wenn es „nur“ die eigene, sog. „kleine“ Welt ist) zu gestalten.

Um es mit Jesus zu sagen:

„Ich will, dass sie das Leben haben und dass sie es in der Fülle haben.“

und zwar hier und jetzt und mit unserer ganzen Kraft, die der unterstützenden Kraft Gottes bedarf.

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HALT FINDEN in Mühldorf

Unsere Ausstellung „HALT FINDEN – wenn das Leben einen Riss bekommt“ thematisiert das menschliche Leben mit Krisen und Herausforderungen. Solche Krisen können ausgelöst werden durch einen Schicksalsschlag wie der Verlust eines Menschen oder durch äußere Einflüsse wie Gewalt oder Flucht oder durch Krankheiten wie Demenz oder Psychosen.

Unsere Ausstellung stellt in sieben Interviews allerdings nicht nur diese Lebensrisse vor, sondern auch, was den Menschen, die etwas Derartiges erlebt haben, Halt gegeben hat. Dies wird durch ein Symbolfoto unter den jeweiligen Interviews sichtbar gemacht.

Diese Ausstellung passt auch ganz gut zur kommenden Karwoche, in der wir ja das menschliche Leben Jesu mit dem höchsten Höhepunkt am Palmsonntag bis zum absoluten Tiefpunkt am Karfreitag feierlich begehen, bis es dann in der göttlichen Auferstehung an Ostern endet.

Bis zum 7. Mai 2019 in der Mühldorfer Pfarrkirche St. Nikolaus zu sehen.

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Aktionswoche „Zu Hause Daheim“ – ein Angebot der Fachstelle für Senioren in Mühldorf

Sigrid Auer von der Fachstelle für Seniorenarbeit im Landratsamt Mühldorf hat mich auf folgende Veranstaltung aufmerksam gemacht. Ich glaube, das ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zu informieren, wie der Alltag daheim etwas leichter zu bewerkstelligen ist. Sie schreibt:

Offene Sprechstunde „Alltagshilfen“ – Aktionswoche „Zu Hause Daheim“

Im Rahmen der vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales initiierten bayernweiten Aktionswoche „Zu Hause Daheim“ geht die Fachstelle für Seniorenarbeit am Landratsamt Mühldorf a. Inn auf Landkreis-Tour. In einer offenen Sprechstunde stellen Sigrid Auer und Matthias Burger praktische Alltagshilfen wie zum Beispiel Klingelverstärker, Smart-Geschirr oder einen digitalen Türspion vor. Diese technischen Unterstützungsmittel sollen ein möglichst langes und gutes Leben in den eigenen vier Wänden fördern.

Interessierte können sich zudem über barrierefreie Umbaumaßnahmen in Haus und Wohnung, Finanzierung- und Zuschussmöglichkeiten sowie zu alternativen Wohnformen und verschiedenen Hilfsdiensten informieren. Ebenso wird die ehrenamtliche Wohnberatung für ältere und pflegebedürftige Menschen im Landkreis Mühldorf a. Inn vorgestellt.

Termine der offenen Sprechstunde:

Freitag,  17.05.2019, 09:00 bis 12:00 Uhr, Landratsamt Mühldorf a. Inn, kleiner Sitzungssaal

Montag, 20.05.2019, 09:00 bis 12:00 Uhr, Bürgerbüro Neumarkt-St. Veit

Dienstag, 21.05.2019, 09:00 bis 12:00 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus Haag in OB

Mittwoch, 22.05.2019, 09:00 bis 12:00 Uhr, Bürgerbüro Waldkraiburg

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Ansprechpartner für weitere Fragen ist Sigrid Auer von der Fachstelle für Seniorenarbeit: Tel.Nr. 08631/ 699 950.

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