Eine Aufgabe, die sich lohnt: der ehrenamtliche Besuchsdienst

Manche Menschen sind zu Hause sehr allein, andere sind es im Seniorenheim. Wieder andere freuen sich, wenn sie im Krankenhaus besucht werden, wenn die Gesundheit beeinträchtigt ist. Und dann gibt es die Personen, die Zeit haben und den Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun. Sie möchten gerne helfen und Not erträglicher machen. Aber sie sind unsicher. Wie kann das geschehen? Was können sie tun – und was auch nicht? Gibt es eine Hilfestellung für sie, wenn sie andere besuchen möchten?

Bereits zum elften Mal bieten der Klinikseelsorger von Mühldorf, Martin Kuhn, und ich einen Kurs an.  Er  richtet sich an alle, die sich überlegen, ob ein Besuchsdienst im Krankenhaus, im Seniorenheim oder auch daheim nicht etwas für sie wäre. An acht Nachmittagen vermitteln wir die wichtigsten Informationen und spielen die ein oder andere Situation auch durch. So erhalten die Teilnehmer (maximal 15) einen Eindruck davon, was sie erwartet und wie sie mit den Menschen umgehen können. Erst am Ende des Kurses ist eine Entscheidung nötig, man kann also auch erstmal schauen, ob das etwas ist, was den eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten entspricht.

Der Kurs findet immer am Montag Nachmittag von 14.30 – 17.00 Uhr im Seniorenzentrum Sonnengarten in Mühldorf statt.

Beginn ist am 1. Oktober – der letzte Nachmittag ist am 27. November (die Allerheiligenferien sind ausgenommen).

Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bis zum 24. September 2018 bei Martin Kuhn (martin.kuhn@kliniken-muehldorf.de bzw. 08631/ 613-4774 oder bei mir (mtress@eomuc.de bzw. 0170 220 78 05)

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Zum Welttag der Flüchtlinge

Die Welt rückt am „Welttag der Flüchtlinge“ die Geflohenen und Heimatvertriebenen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. In diesem Jahr sind das fast 70 Millionen Menschen weltweit. Unser (europäischer) Blick ist scharf gestellt auf diejenigen, die bis nach Europa und in unser Land kommen. Das ist jedoch lediglich ein kleiner Bruchteil. Die meisten Geflohenen finden Zuflucht in ihrem Heimatland oder in den Nachbarländern, die jedoch wie etwa Pakistan, Bangladesch oder der Libanon zu den ärmsten Ländern der Welt zählen.

Unsere eigene deutsche Geschichte ist ebenfalls geprägt von Flucht und Vertreibung – etwa im Zuge des 2. Weltkrieges. Gerade viele ältere Menschen (überwiegend die Frauen) erzählen davon, wie schwer es war, die Heimat zu verlassen, auf ungewissen und gefahrvollen Wegen sich zu bewegen und dann irgendwann und irgendwo unter schwierigen Verhältnissen anzukommen und wieder so etwas wie Heimat zu finden.

Das scheint mir gar nicht so ganz anders zu sein als das, was wir heute erleben. Sicher: die Sprache hat damals eine erste Brücke geschlagen. Aber die Erfahrung der Integration war auch vor 70 Jahren schon schwer – und zwar für beide Seiten. Diese Erfahrungen könnten unseren heutigen Umgang mit Fliehenden prägen. Drum meine dringliche Bitte: erzählt von Euren Erfahrungen von damals!!!

Was mich z. Zt. besonders bedrückt, ist die Sprache, mit der die Thematik der Flucht belegt wird. Banalisierend zum einen („Flüchtlingstourismus“), dramatisierend („Überfremdung“) auf der anderen Seite.  In der Sprache zeigt sich, wie sehr Schicksale, Menschen, Gruppen für ganz andere Interessen (Einfluss, Macht, Stimmung) missbraucht werden. Völlig in den Hintergrund des öffentlichen Bewusstseins gedrängt werden dabei die Menschen, die sich engagieren für die Integration, für ein gedeihliches Zusammenleben, für den Wunsch, irgendwo bei uns wieder so etwas wie Heimat zu finden.

Gerade mit Blick auf unsere so oft beschworene „jüdisch-christliche Prägung“ lohnt ein Blick in die Bibel: „Dein Vater war ein heimatloser Aramäer“  etwa oder noch deutlicher in Levitikus 19,33-34: „Wenn bei Dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“

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Ü-60 Messe am 4. Juli 2018

Am Mittwoch, den 4. Juli 2018 findet von 12 – 17 Uhr wieder die Ü-60-Messe im Haberkasten in Mühldorf statt. Die Kresistadt Mühldorf und das Caritas-Zentrum laden alle dazu ein, die sich auf breiter Front informieren wollen über alles, was das Leben für Senioren leichter machen kann.

Bereits ab 12 Uhr ist im Obergeschoß die Ausstellung verschiedener Anbieter im Seniorenbereich geöffnet. Um 13 Uhr begrüßt erst BGM Marianne Zollner, dann Kreisgeschäftsführer Richard Stefke und schließlich die Seniorenreferentin der Stadt Marianne Pfaffeneder die Anwesenden.

Um 13.15 Uhr referiert Fr. Dr. Steindl über Veränderungen im HNO-Bereich bei älteren Menschen, um 14.00 Uhr Hr. Dr. Rochlitz über die richtige Ernährung. Die kann man dann gleich bei Kaffee und Kuchen ab 14.30 Uhr ausprobieren.

Um 15.00 Uhr biete ich ein kleines, halbstündiges Glaubensgespräch an unter dem Titel: „Die Kraft meines Lebens“.

 

 

Kriminalhauptkommissar Günter Völker informiert ab 15.30 Uhr über „Schutz vor Kriminalität“ und um 16.00 Uhr setzt Orélie Zauberkunst den Schlusspunkt mit „Magie, Melodie und Phantasie“.

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Alkohol im Alter – ein unterschätztes Problem

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bzga hat in ihrer Reihe „Alkoholspiegel“ im Juni das Thema „Alkohol im Alter – ein unterschätztes Problem“ aufgegriffen. Sie berichtet darüber, dass in Deutschland etwa 18 % der Männer und 12 % der Frauen über 65 Jahren Alkohol missbräuchlich konsumieren oder alkoholkrank sind. Diese Zahl werde mit den geburtenstarken Jahrgängen noch ansteigen.

Im Alter verändert sich ja der Körper und sein Stoffwechsel, so kommt es zu einem verlangsamten Abbau des Alkohols. Mit der zunehmenden Gebrechlichkeit brauchen ältere Menschen mehr Medikamente. Die Wechselwirkung zwischen Medikamenten und Alkohol sind recht beträchtlich und beängstigend. Und was viele nicht wissen: auch in etlichen Medikamenten (etwa Hustensaft) befindet sich Alkohol.

Es gibt natürlich viele, die schon in jüngeren Jahren alkoholkrank geworden sind. Andere haben lange abstinent gelebt oder mit unbedenklichem Konsum (bis zu 12 g Reinalkohl bei Frauen, bis zu 24 g bei Männern, das entspricht 0,3 – 0,6 l Bier pro Tag bei zwei Tagen Abstinenz pro Woche). Aber es gibt auch diejenigen, die erst im Alter riskant trinken und dann alkoholkrank werden.

Was sind die Risken, die im Alter zu einem Missbrauch oder Abhängigkeit führen können?

  • nach der Arbeitsphase der – zunächst – unstrukturierte Tages- bzw. Wochenablauf.
  • der mit der Rente einhergehende Bedeutungsverlust trifft vor allem Männer, die sich oft über die Arbeit definieren
  • Verlusterfahrungen (Gesundheit, Vitalität, auch Todesfälle im Familien- bzw. Freundeskreis etc.)
  • Vereinsamung
  • Altersdepression
  • etc.

Hilfen bieten natürlich die Selbsthilfegruppen und die Suchtberatungsstellen an. Aber schon das Gespräch über sich selbst, die eigene Lebenssituation, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse kann helfen.

Wer sich weiter informieren will, findet viel Material auf der Seite der bzga. Der „Alkoholspiegel ist hier:

https://www.bzga.de/infomaterialien/alkoholpraevention/alkoholspiegel/

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Bericht vom Informationsabend für Seniorenbeauftragte

Gestern Abend sind die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen im Landkreis Mühldorf zusammen gekommen. Wir haben – weil einige Neue dabei waren – überlegt, was die Aufgabe eines Seniorenbeauftragten sein könnte. Wir sind dabei auf sehr Vielfältiges gestoßen:

  • selber die Senioren besuchen
  • Anlässe zur Begegnung schaffen
  • Begegnungsmöglichkeiten schaffen, etwa die Bank im Friedhof oder am Dorfplatz
  • Ansprechpartner zu sein, wenn es um Hilfe geht.
  • Vernetzungen schaffen mit anderen Akteuren der Seniorenarbeit
  • etc.

Wichtig war uns auch, dass wir Unterstützer brauchen, die unser Anliegen teilen, die punktuell zur Hand gehen, die ideell zur Seite stehen. Eine Seniorenbeauftragte formulierte, dass es jemand braucht, der den Überblick hat über das, was im Seniorenbereich geschieht, der weitervermitteln kann, der Wege weisen kann (etwa wenn es um eine Pflegeberatung geht).

Auf diesem Hintergrund habe ich in groben Zügen das „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ des Landkreises Mühldorf vorgestellt. Obwohl es schon acht Jahre alt ist, bietet es immer noch gute Ansätze für eine kommunale Seniorenarbeit durch die Bevölkerungsprognose (die erstaunlich präzise ist) sowie durch eine Auflistung der (damaligen) Bedarfe und Wünsche.

Seither hat sich einiges getan: Im Landratsamt etwa gibt es mit Matthias Burger und Sigrid Auer zwei Seniorenbeauftragte. Sie kümmern sich stark und qualifiziert um die Wohnraumberatung, haben die Notfallmappe und den Seniorenwegweiser herausgegeben und unterstützen mittels des Vereins Lichtblick e. V. bedürftige Menschen.

So haben wir als einen wesentlichen Teil unserer Arbeit als Seniorenbeauftragte unsere Vernetzung gesehen. Sie  vermittelt neue Ideen, wir finden gegenseitige Unterstützung und bekommen immer wieder Anregungen und Sichtweisen aus der Gesellschaftspolitik.

Das nächste Treffen wird am 10. Oktober 2018 um 19.30 Uhr im Sanatorium Augustinum in Schwindegg stattfinden.

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Eritreischer Kochabend in Mettenheim

Gerne gebe ich eine Einladung weiter, die mich heute erreicht hat:

Der Helferkreis in Mettenheim lädt zu einem Eritreischen Kochabend ein. Auf diese Weise begegnen sich die verschiedenen Kulturen, es wird bestimmt interessant, unbekanntes auszuprobieren und Geschmack am Fremden zu finden.

Der Kochabend findet statt am Montag, den 18. Juni 2018 um 18.30 Uhr im Kulturhof in Mettenheim.

Die Teilnahme ist kostenlos, allerdins freut man sich über eine Spende. Unbedingt nötig ist eine Anmeldung unter den folgenden Telefonnummern:

0160 21 36 583 oder 0177 51 92 621 oder 0175 46 05 916.

Viel Freude und Guten Appetit!

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Ministerin Giffey zur Rolle der Senioren

Beim 12. Deutschen Seniorentag hat Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey das Engagement der älteren Menschen herausgestellt. Sie sagte:

„Viele Seniorinnen und Senioren bauen Brücken: denn sie engagieren sich oft ehrenamtlich in ihrem Heimatort. Vor allem in kleinen Städten und in ländlichen Gegenden sind es oft Ältere, die die Vereine tragen und in der Kommunalpolitik aktiv sind. Außerdem kümmern sie sich um ihre Enkelkinder und pflegen oft auch den Partner oder die Partnerin.

In meiner Arbeit als Seniorenseelsorger begegne ich immer wieder höchst engagierten Seniorinnen und Senioren. Dazu zählen die Seniorenbeauftragten und die Seniorenclubleiterinnen genauso wie der ehrenamtliche Besuchsdienst. Auch nachbarschaftlich bauen Senioren Brücken; in diese Aufgabe sind sie oft schon viele Jahre hineingewachsen. Es hilft eben auch dann, wenn jemand hilfebedürftig wird, wenn er ein funktionierendes Umfeld hat (und das muss nicht immer ein alter Mensch sein).

So ist es sehr erfreulich, wenn eine Ministerin ihre Wertschätzung für die aktive Rolle der Senioren ausdrückt. So kommt bei der Bevölkerung ins Bewusstsein, dass Alter eben nicht nur Pflegebedürftigkeit bedeutet, sondern auch Engagement, Tatkraft, Einsatz und Sinnfindung.

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Informationsabend für die Seniorenbeauftragten

Alfons Wastlhuber von der Freiwilligenagentur Ehrensache e. V. und ich bieten für die Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen unseres Landkreises Mühldorf wieder einen Informationsabend an. Er findet statt am 11. Juni 2018 von 19.30 – 21.30 Uhr im Pfarrheim in Ampfing.

In erster Linie werden wir die neuen (nach der Pfarrgemeinderatswahl) Seniorenbeauftragten kennenlernen und ihnen Einblicke und Anregungen für diese Aufgabe geben.

Wir bitten um eine kurze Anmeldung entweder bei A. Wastlhuber oder bei mir.

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Würde bis zuletzt

Unter dem Titel „Würde bis zuletzt“ hat die bagso ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sie sich für eine Enttabuisierung des Sterbens einsetzt, an die Bedeutung von Ritualen erinnert und den Ausbau einer flächendeckenden palliativen Versorgung fordert. „Sterben ist ein Teil des Lebens, das letzte Stück. Und es hängt viel davon ab, unter welchen Umständen es geschieht“ – so betont es der Vorsitzende der bagso Franz Müntefering.

Wer dieses Positionspapier lesen will, findet es auf www.bagso.de

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12. Deutscher Seniorentag in Dortmund

In Dortmund findet der 12. Deutsche Seniorentag statt, veranstaltet von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso. Die bagso schreibt dazu in ihrer Pressemitteilung:

Laufen, lernen, lachen in Dortmund:

12. Deutscher Seniorentag erwartet 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
In zwei Wochen beginnt in den Westfalenhallen Dortmund der 12. Deutsche Seniorentag. Die Großveranstaltung wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Schirmherr eröffnet. Auch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, und der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, haben ihr Kommen zugesagt. Vom 28. bis 30. Mai 2018 erwartet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) mehr als 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering sagte heute: „Es werden spannende und unterhaltsame Tage sein in Dortmund. Es geht um wichtige Herausforderungen und es geht um Lebensqualität im Älterwerden. Wir informieren, diskutieren und zeigen Handlungsbedarfe: Pflege, Generationenvertrag, altersgerechte Mobilität, Digitalisierung. Aber auf dem Deutschen Seniorentag wird auch gesungen und getanzt. Dreimal L: laufen, lernen, lachen. Darum geht es an drei Tagen in den Westfalenhallen Dortmund.“

 

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