Unter folgendem Link: http://www.erzbistum-muenchen.de/media/media22729420.PDF bietet der Fachbereich Seniorenpastoral des Erzbistums München-Freising eine Literaturliste zum Thema „Demenz“ an.
Category Archives: Allgemein
Impuls zur Fastenzeit: 7 Werke der Barmherzigkeit
Von einer Freundin habe ich folgenden Text bekommen, den ich als Impuls für die Fastenzeit weitergeben möchte:
Sieben Werke der Barmherzigkeit für heute:
Einem Menschen sagen: „Du gehörst dazu.“
Einem Menschen sagen: „Ich höre Dir zu.“
Einem Menschen sagen: „Ich rede gut über Dich.“
Einem Menschen sagen: „Ich gehe ein Stück mir Dir.“
Einem Menschen sagen: „Ich teile mit Dir.“
Einem Menschen sagen: „Ich besuche Dich.“
Einem Menschen sagen: „Ich bete für Dich.“
Vielleicht wollen Sie sich für heute das ein oder andere vornehmen – und so jeden Tag der Fastenzeit einen Schritt auf Ostern hin gehen, das große Fest der Barmherzigkeit Gottes.
Filed under Allgemein
Papst Benedikt XVI. verkündet seinen Rücktritt
Heute mittag hat Papst Benedikt XVI. völlig überraschend für alle seinen Rücktritt zum 28. Februar 2013 verkündet. Es ist erst das zweite Mal in der Papstgeschichte, dass ein Papst aus freiem Entschluss zurücktritt. Dieser Schritt verdient höchsten Respekt, bedeutet er doch, dass selbst der Papst seine Grenzen erkennt und anerkennt. Dazu braucht es viel Mut , Verantwortungsbewusstsein und auch ein gutes Bewusstsein eigener Stärken und Schwächen. Es ermutigt natürlich auch andere Menschen, ihre eigenen Grenzen, die das Alter körperlich undgeistig setzt, zu respektieren und sich die nötige Ruhe zu gönnen.
Der neue Papst wird durch das sogenannte Konklave, das ist die Versammlung aller Kardinäle gewählt. Wahlberechtigt sind dabei alle Kardinäle, die jünger als 80 Jahre sind. Natürlich gibt es viele Erwartungen und Hoffnungen an den nächsten Papst – etwa die Ökumene oder auch eine Erneuerung in den Zulassungsbestimmungen zum Weiheamt, der Stellung der Laien und der Frauen in der Kirche, nicht zuletzt die Aufarbeitung der weltweiten Missbrauchsfälle. Hierfür braucht es dann den Segen und die Begleitung durch die Menschenfreundlichkeit Gottes.
Filed under Allgemein
Förderung von Nachbarschaftshilfe durch den Bayerischen Staat
Ich möchte eine Information des Bayerischen Sozialministeriums (in roter Schrift) weitergeben, die dem Aufbau von bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfen dient:
Das Sozialministerium gewährt eine einmalige Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 10.000 €. als freiwillige Leistung im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel für den Aufbau von „bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfen“ für einen Zeitraum von bis zu eineinhalb Jahren. Die Zahl der Projekte, die gefördert werden können, ist begrenzt. Vorrangig werden nachhaltige Ansätze berücksichtigt. Es können nur Vorhaben gefördert werden, die noch nicht begonnen worden sind. Fördervoraussetzungen sind:
– das Angebot richtet sich in erster Linie an ältere Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, die Bedarf an Unterstützung im Alltag und/oder sozialen Kontakten haben
– es werden in der Regel ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für kleine Alltagshilfen, wie z.B. Einkaufen, Gartenpflege, Begleitung zum Arzt oder Besuchsdienste vermittelt
– die konkrete Ausgestaltung der Angebotspalette wird in Abstimmung mit den regionalen Akteuren erarbeitet
– die spätere Tragfähigkeit des Projektes gelingt ohne Landesförderung
– Teilnahme an Netzwerktreffen der Koordinationsstelle Wohnen im Alter
Antragsformulare inkl. weiterer Informationen finden Sie unter
www.stmas.bayern.de/senioren/recht/nachbarhilfe.php
Für Rückfragen steht Ihnen Frau Monika Härtl im Sozialministerium (monika.haertl@stmas.bayern.de, Tel. 089/1261-1196) gerne zur Verfügung.
Ich denke, dass in Zukunft sehr viel mehr als bisher durch nachbarschaftliches Engagement geschehen muss und geschehen wird (nicht nur in der Sorge um alte Menschen), drum ist es gut, diese staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen. Die Beispiele zeigen ja gerade, dass es vor allem auch die „kleinen“ Hilfen sind, die viel Entlastung bringen. Die Nachbarschaftshilfe vor Ort kann dazu beitragen, die Hemmschwelle zu senken, die (leider) oft immer noch besteht.
Filed under Allgemein
„Neue Leistungen für Demenzkranke“
Unter dem obigen Titel veröffentlicht heute der „Mühldorfer Anzeiger“ auf Seite 28 einen Bericht über die Leistungen, die Menschen in Anspruch nehmen können, die an Demenz erkrankt sind. Wer diesen Artikel nicht (mehr) hat, bekommt mit dem Stichwort: „Neue Leistungen für Demenzkranke“ die Informationen unter folgender Adresse:
Versandservice, Lerchenstr. 8 in 86938 Schondorf.
Bitte legen Sie dazu einen mit 0,90 € frankierten Rückumschlag sowie 1,45 € in Briefmarken bei.
Filed under Allgemein
Seniorenbeauftragte der Kommunen und Pfarreien
Eine Vorankündigung, um den Termin schon mal freizuhalten: Das nächste Treffen der kommunalen und der pfarreilichen Seniorenbeauftragten im Landkreis Mühldorf findet am 30. April 2013 um 19.30 Uhr in St. Nikolaus in Mühldorf, Kirchenplatz statt. Wir werden weiter überlegen, wie den pflegenden Angehörigen gezielter geholfen werden kann.
Die persönliche Einladung schicke ich rechtzeitig raus (Voraussetzung ist natürlich, das ich die entsprechenden Adressen habe. GGf. schicken Sie mir bitte eine kurze Mail.).
Hinweisen möchte ich noch mal auf meinen Artikel vom 3. 12. 2012 zur Entwicklung der Pflegesituation im Landkreis Mühldorf, wie sie der „Pflegebericht 2030“ der Bertelsmannstiftung sieht.
Filed under Allgemein
Messe „Die 66“ in München
Im April 2013 (vom 12. – 14. April) findet in München die Messe „Die 66“ statt. Unter dem folgenden Link können Sie Informationen bekommen und das Programm einsehen.
Filed under Allgemein
„Mutter, wann stirbst du endlich?“ – Ein Buchtipp
Martina Rosenberger hat unter dem provokativen Titel: „Mutter, wann stirbst du endlich?“, erschienen im Blanvalet Verlag, über die jahrelange Pflege ihrer an Demenz erkrankten Mutter und ihres Vaters, der einen Schlaganfall erlitten hatte, berichtet.
Im Vorwort schreibt sie: „Ich möchte all denen, die Ähnliches erleben oder erlebt haben, eine Stimme geben. Ich möchte verdeutlichen, wie es sich anfühlt, wenn man über einen langen Zeitraum unter hoher psychischer Belastung steht. Oft sind es nicht die großen Dinge, die kaputtmachen, sondern die kleinen Ereignisse, die sich ständig wiederholen – jeden Tag, jede Woche, jeden Monat über Jahre hinweg. Und natürlich das Wissen um die Aussichtslosigkeit derer, die gepflegt werden. Um die Trostlosigkeit ihres Alltags, vor der man sich selbst irgendwann zu fürchten beginnt.“
In den Treffen mit den Seniorenbeauftragten der Pfarreien und der Kommunen unseres Landkreises haben wir genau das auch thematisiert. Wir ahnen und wissen um die hohe Belastung pflegender Angehöriger. Ihnen möchten wir Mut machen, Hilfe anzunehmen im Bewusstsein, dass auch dann noch ungeheuer viel Arbeit und Mühe übrig bleibt. Und gleichzeitig spüren wir auch, wie wichtig und wertvoll – auch wie aufreibend – die Arbeit aller Pflegenden, ob daheim oder auch in den Seniorenheimen und den ambulanten Diensten, ist.
Filed under Allgemein
Welttag der Kranken – Pontifikalgottesdienst in Altötting
Am Montag, 11. Februar, dem katholischen Festtag „Unserer Lieben Frau von Lourdes“, findet die liturgische Hauptfeier des XXI. Welttags der Kranken in der Altöttinger Stiftskirche statt. Das Pontifikalamt mit Erzbischof Zimowski, Kardinal Marx, dem Diözesanbischof Wilhelm Schraml und den für die Krankenseelsorge zuständigen europäischen Bischöfen beginnt um 10 Uhr.
Filed under Allgemein
Mehr Pflegebedürftige in Deutschland
Am Wochenende wurde in der „Süddeutschen Zeitung“ folgende Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt veröffentlicht:
Zwischen 2009 und 2011 stieg die Zahl der Pflegebedürftigen in den Heimen um 26000 Menschen an. Das war ein Anstieg um 3,6%. Von ambulanten Pflegediensten wurden 21000 Menschen mehr betreut, das entspricht einem Plus von 3,8%.
Im Dezember 2011 seien 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig gewesen, davon würden mehr als 2/3 zu Hause betreut. Von den 1,76 Millionen werden etwa 1,18 Millionen ausschließlich von Angehörigen gepflegt, weitere 576000 von ambulanten Pflegediensten zusätzlich oder vollständig betreut.
Meine Meinung dazu:
Diese Zahlen zeigen, welch zentrale Aufgabe die Pflege für unsere Gesellschaft jetzt schon ist. Dies wird in Zukunft noch wichtiger werden. Außerdem unterstreicht es die Bedeutung der Angehörigen für die Pflege. Hier allerdings wäre noch sehr viel mehr Unterstützung nötig – und auch möglich. Wir können es uns als Gesellschaft im Großen wie im Kleinen schlichtweg nicht leisten, auf diese Personengruppe zu verzichten, indem wir sie vernachlässigen. Darauf hinzuweisen, dass und wie Hilfe möglich ist (etwa mit meiner Liste vom Hilfenetzwerk), senkt die Hemmschwelle und würdigt zugleich das enorme Engagement der Angehörigen. Das ist etwas, das jeder in seinem Bekanntenkreis/ Nachbarschaft/ Kirchengemeinde tun kann.
Gleichzeitig müssen wir alles tun, um noch mehr Pflegepersonal zu bekommen. Gerade in letzter Zeit sind wieder Berichte veröffentlicht worden (ob sie stimmen, kann ich nicht beurteilen), aus denen auch die Überlastung der Pflegenden sichtbar wird. Ich vermute mal nicht, dass es sich da um Vorsatz oder Böswilligkeit handelt – und ebenso wenig, dass dies die Regel ist. Da kenne ich eben auch sehr viele qualifiziert arbeitende PflegerInnen mit hohem Einsatz und einem sehr menschlichen Gespür für die Senioren. Dies zu würdigen (auch in der Öffentlichkeit), ist sicher ein erster Schritt, den jeder tun kann.
Der Umgang mit den Pflegebedürftigen zeigt auch, wie menschlich unsere Gesellschaft ist. Am Schluss also noch ein Zitat aus der Ausstellung: „Ein Koffer für die letzte Reise“: Wie wäre unsere Gesellschaft, wenn die Pflegebedürftigen der Maßstab unseres Handelns wären?
Filed under Allgemein