Am 18. Mai 2015 laden Alfons Wastlhuber von der Freiwilligenagentur Ehrensache e.V. und ich die Seniorenbeauftragten wieder zu einem Informationsabend ein. An erster Stelle steht dabei der Austausch der Seniorenbeauftragten über ihre Arbeit und ihre Vorhaben. Danach gibt es vielfältige Anregungen für deren konkrete Arbeit: Dr. Stefan von Clarmann von der Klinik Haag stellt sein Sturzpräventionsprogramm „Stopp dem Sturz“ vor. Helga Kaiser bringt uns den Ampfinger Bewegungspark nahe, außerdem gibt es noch Informationen zur Gewinnung von Ehrenamtlichen, zur Gesundheitsförderung etc. So wollen wir die Seniorenbeauftragten ermächtigen und fit machen, um ihre Gemeinden für viele Senioren als lebenswert zu erhalten bzw. zu gestalten.
Category Archives: Allgemein
Informationsabend für die Seniorenbeauftragten in den Pfarreien und Kommunen des Landkreises Mühldorf
Filed under Allgemein
Bagso-Positionspapier zur flexibleren Altersrente
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso hat anlässlich eines Gespräches mit Bundeskanzlerin Merkel ein Positionspapier zur flexibleren Altersrente veröffentlicht. Sie schreibt:
Das Positionspapier, das die BAGSO-Vorsitzende und frühere Bundesfamilienministerin Prof. Dr. Ursula Lehr der Bundeskanzlerin übergab, benennt sowohl arbeitsmarktpolitische Maßnahmen als auch notwendige Anpassungen im Rentensystem: Vorrangiges Ziel muss sein, den Anteil derjenigen zu erhöhen, die bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen; zurzeit liegt dieser Anteil bei nur 25 %. Die Möglichkeiten eines gleitenden Übergangs müssen, auch über das Regeleintrittsalter hinaus, verbessert werden. Die BAGSO-Verbände fordern aber auch einen sozialen Ausgleich zwischen denen, die länger arbeiten können und wollen, und denen, die dazu nicht in der Lage sind. Sie sind daher für eine Beibehaltung des halben Beitrags, den Arbeitgeber bei der (Weiter-)Beschäftigung von Vollrentnern in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen müssen (sog. isolierter Arbeitgeberbeitrag), sowie für weitere Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente.
Das vollständige Positionspapier steht unter www.bagso.de zum Download bereit.
Filed under Allgemein
Fortbildung für Seniorenclubleiter zum Thema „Heimat“
Gestern hat Frau Adelheid Widmann vom Erzbischöflichen Ordinariat in München eine Fortbildung für Seniorenclubleiter gehalten. Sie stand unter dem Titel „Heimat“. Den etwa 30 Männern und Frauen aus dem Dekanat Mühldorf und darüber hinaus (sogar aus dem Bistum Regensburg kam eine Teilnehmerin!) brachte Frau Widmann auf heitere und spielerische Weise dieses – gerade für Senioren – wichtige Thema nahe. Heimat erwies sich nicht nur als ein Ortsbegriff („Da bin i dahoam!“), sondern hatte vielfältige Qualitäten. Wie riecht Heimat? Wie schmeckt Heimat? Welche Geräusche verbinde ich mit Heimat? Frau Widmann lud uns ein, alle unsere Sinne zu aktivieren und im gegenseitigen Austausch (Stichwort: „Erinnerungsexplosion“) kamen immer neue und andere Seiten von „Heimat“ zu Tage. So erfuhren wir, dass man sich auch bei Menschen beheimatet fühlen kann oder auch in Situationen. Schließlich gab es auch die Anregung, die Beheimatung im Glauben anzuschauen. Gerade im vorgestellten Kreuzweg wurde der Verlust von Heimat durch Krieg oder Vertreibung angesprochen – und damit auch der Verlust von Sicherheit und Geborgenheit (eine Erfahrung, die manche Senioren in ihrem Leben machen mussten). Heimat bieten uns auch Riten und Bräuche (etwa das Maibaumaufstellen in diesen Tagen) und gewohnte Abläufe im Leben.
In der Pause wurden wir von den Leiterinnen des Seniorenclubs in St. Peter und Paul, Frau Wenger, Frau Wimmer und Frau Tröger köstlich mit Tee, Kaffee und Kuchen bewirtet. Im Gespräch an unserem Tisch haben Teilnehmer entdeckt, dass sie sich schon aus der Kinderzeit gekannt und danach aus den Augen verloren hatten. Sie waren aber – sozusagen – in einer gemeinsamen Vergangenheit, in einem gemeinsamen Lebensabschnitt beheimatet.
Nach der Pause thematisierte Frau Widmann den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wahrheit. Auch hier gab es den spielerischen Einstieg mit dem nur kurz gezeigten Satz. „Hab Sonne im im Herzen.“ Wer hatte da etwas bemerkt? War da etwas ungewöhnlich? Nur einer Teilnehmerin ist die Doppelung des Wortes „im“ aufgefallen. So sind unsere Wahrnehmungen oft gelenkt von dem, was wir wahrnehmen wollen, was „wahrscheinlich“ ist, was wir aufnehmen können. Unterschiedliche Menschen nehmen dieselbe Situation unterschiedlich wahr. So kommt es zu unterschiedlichen Erinnerungen. Welche ist wahr? das muss oft un-entschieden bleiben. Sie ermöglicht aber den Austausch und das Gespräch darüber, wie der andere/ wie ich das wahrgenommen habe.
Fazit: es war ein unterhaltsamer, anregender Nachmittag, der gerade durch die vielen kleinen Impulse weiterwirken kann und wird.
Filed under Allgemein
11. Deutscher Seniorentag
Ich habe schon in einem früheren Artikel auf den 11. Deutschen Seniorentag, den die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen bagso in Frankfurt veranstaltet, aufmerksam gemacht. Es gibt dort vielfältige Vorträge und Podiumsdiskussionen, es gibt vor allem auch Informationsstände, bei denen man erfahren kann, wie man sich das Leben im Alter erleichtern kann. Wer sich über das ganze Angebot im Detail informieren will – oder auch „nur“ Anregungen für die eigene Seniorenarbeit sucht – findet das Programm unter folgendem Link:
http://dmanalytics1.com/click?u=http%3A%2F%2Fwww.deutscher-seniorentag.de&i=1&d=ZG7AGD3NTCSvljYv5aoTpA&e=mtress%40eomuc.de&a=mfUqCbsYRCqAqzcZO8a9ig
Filed under Allgemein
Der demografische Wandel und die Notwendigkeit der Zuwanderung
Vor einigen Tagen hat das Statistische Bundesamt die neuesten Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland vorgestellt. Danach sinkt die Zahl der Bevölkerung bis zum Jahr 2060 von jetzt ungefähr 80 Millionen auf dann etwa 70 Millionen Menschen. Dramatisch wird es, wenn wir uns vor Augen führen, dass unsere Gesellschaft immer älter wird und der Anteil der Jüngeren damit im Vergleich abnimmt.
„Das Altern der heute stark besetzten mittleren Jahrgänge führt zu gravierenden Verschiebungen in der Altersstruktur. Im Ausgangsjahr 2013 bestand die Bevölkerung zu 18 % aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren, zu 61 % aus 20- bis unter 65-Jährigen und zu 21 % aus 65-Jährigen und Älteren. Im Jahr 2060 wird der Anteil der unter 20-Jährigen auf 16 % und der Anteil der 20- bis 65-Jährigen auf 51 bis 52 % sinken. Bereits jeder Dritte (32 bis 33 %) wird mindestens 65 Lebensjahre durchlebt haben und es werden fast doppelt so viele 70-Jährige leben, wie Kinder geboren werden.
Die Alterung schlägt sich insbesondere in den Zahlen der Hochbetagten nieder. Im Jahr 2013 lebten 4,4 Millionen 80-Jährige und Ältere in Deutschland, dies entsprach 5,4 % der Bevölkerung. Ihre Zahl wird kontinuierlich steigen und mit fast 10 Millionen im Jahr 2050 den bis dahin höchsten Wert erreichen. Zwischen 2050 und 2060 sinkt dann die Zahl der Hochbetagten auf rund 9 Millionen. Es ist also damit zu rechnen, dass in 50 Jahren etwa 13 % der Bevölkerung – das ist etwa jeder Achte – 80 Jahre und älter sein wird.“ (Quelle: „Bevölkerung Deutschlands bis 2060 – 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung“ des Statistischen Bundesamtes)
Schon jetzt verweisen die Sozialwissenschaftler auf die Probleme, die dann in der Alterssicherung auftreten werden. Immer weniger Junge haben immer mehr Alte zu versorgen. Dies ist keine Entwicklung in ferner Zukunft, die deutlichste Steigerung des Altenqoutienten werden wir schon in den 2030er Jahren erleben. Dies führt zum einen zu höheren Sozialabgaben, zum anderen zu einem geringeren Rentenniveau. Auch wenn das Renteneintrittsalter (auch auf Grund unserer besseren Konstitution und Leistungsfähigkeit) angehoben wird, lässt sich die Grundproblematik damit nicht lösen.
Eine mögliche Lösung bestünde in einer größeren Zahl von Zuwanderern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird sich deren Zahl bei zurückhaltender Prognose auf etwa 100 000 Personen einpendeln, bei günstiger Prognose bei 200 000. Dabei ist vor allem an außereuropäische Zuwanderung zu denken, denn die innereuropäischen Wanderungsbewegungen sind eher gering. Menschen aus diesen Ländern werden bei Erholung der Konjunktur in ihren Heimatländern auch eher wieder dorthin zurückkehren. Allerdings gibt es derzeit noch kein Einwanderungsgesetz, dass es fremden Menschen ermöglicht, in Deutschland sesshaft zu werden. Ich meine, dass es außer einer geregelten Einwanderung auch dringend angezeigt wäre, die fachlichen, sozialen und kulturellen Kompetenzen der Asylbewerber für unsere Gesellschaft nutzbar zu machen (unabhängig von einem finanziellen Nutzen für unsere Rentensicherung).
Unter dem Strich scheint mir, als könnte Deutschland von den Zuwanderern nur profitieren. Allerdings müssten wir dazu in der Gesellschaft, in ihrem Denken, Reden und Handeln eindeutige Zeichen einer „Willkommenskultur (um dieses vielstrapazierte Wort zu gebrauchen) setzen.
Wer die Prognose selber lesen will, findet sie unter folgendem Link: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2015/bevoelkerung/Pressebroschuere_Bevoelk2060.pdf?__blob=publicationFile
Filed under Allgemein
11. Deutscher Seniorentag in Frankfurt
Die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) veranstaltet vom 2. bis zum 4. Juli 2015 in Frankfurt den 11. Deutschen Seniorentag. Es gibt dort unzählig viele Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen für das Leben im Alter. Die thematische Bandbreite reicht von der Gesundheitsfürsorge über Fragen der Rente und der Finanzen bis hin zu Sicherheit und der gesellschaftlichen Teilhabe. Auch religiöse Angebote werden durch die christlichen Kirchen gemacht.
Auf der Seite der bagso finden Sie das ganze Programm. (www.bagso.de)
Filed under Allgemein
Fortbildung für Seniorenteams
Das Erzbischöfliche Ordinariat München bietet durch den Fachbereich Seniorenseelsorge eine Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Seniorenteams an. Frau Adelheid Widmann stellt verschiedene Methoden und Gestaltungsideen vor, mit denen sich Seniorenclubs der „Heimat“ zuwenden können. Heimat ist ja gerade für ältere Menschen ein sehr grundlegender Wert, der sie und ihr Leben stark geprägt hat – sei es durch das bodenständige Leben in der Heimat, sei es durch den Verlust der Heimat in Folge von Krieg, Vertreibung oder Auswanderung. Auch die Beheimatung im Glauben wird an diesem Nachmittag thematisiert werden und so die spirituelle Dimension aufgetan werden. „So ist Heimat ein buntes, lebendiges, anregendes Thema für die Seniorenarbeit“, schreibt Frau Widmann.
Der Termin dieser Veranstaltung ist Montag, der 4. Mai 2015 von 14.00 – 17.00 Uhr. Sie findet in Mühldorf, St. Peter und Paul in der Kaiser-Ludwig-Str. 15 statt.
Anmeldung ist notwendig unter der Tel. 089/ 24 26 87 14 oder über seniorenpastoral@eomuc.de. Sie können sich auch bei mir anmelden, ich leite Ihre Anmeldung dann weiter.
Filed under Allgemein
Woche für das Leben: “ Sterben in Würde“
In dieser Woche findet wieder die ökumenische „Woche für das Leben“ statt. Sie steht unter dem Motto: „Sterben in Würde“. In zahlreichen Gottesdiensten, Vorträgen und Veranstaltungen machen die christlichen Kirchen deutlich, dass auch das Sterben und der Tod zum menschlichen Leben dazu gehört und mit Würde zu behandeln ist. Dazu gehört neben der medizinischen und pflegerischen Hilfe auch die menschliche Begleitung, die das Sterben mit allen Begleiterscheinungen wie Schmerzen, Angst, Verzweiflung, Verlassenheitsgefühlen aushält. Viele Pflegekräfte tun dies aufopferungsvoll; ehrenamtliche Hospizhelferinnen und -helfer stellen viel Zeit und sich selber zur Verfügung; nicht zu unterschätzen sind auch die Angehörigen, die dabeibleiben. Auch etliche Priester, Pastoralreferenten, Diakone etc. stehen den Sterbenden und ihren Angehörigen bei. Alle diese haupt- und ehrenamtlichen Seelsorger machen in ihrem Dabeibleiben deutlich spürbar, dass unser Gott ein Gott der Menschenfreundlichkeit und des Lebens ist, das über den Tod hinausreicht und nicht zugrunde geht.
Filed under Allgemein
Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Zuwanderung
Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Studie zur Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten veröffentlicht. Der Titel dieser Studie lautet: „Zuwanderungsbedarf aus Drittstaaten in Deutschland bis 2050“. Nach dieser Studie wird es in den kommenden Jahren zu einem erhöhten Bedarf an Arbeitskräften kommen, der weder durch starke Geburten noch durch EU-Bürger gedeckt werden kann. Auch eine erhöhte Frauenerwerbsquote hilft nur marginal, wie auch ein höheres Renteneintrittsalter ab 70 Jahren nur unwesentlich zur Entlastung beiträgt.
Nach der Bertelsmannstudie verlässt bis 2030 jeder zweite heutige Arbeitnehmer die Arbeitswelt. Das ist die Generation der „Babyboomer“, die dann in Rente geht. In der Konsequenz bedeutet dies, dass immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren müssten. Dies kann nur über höhere Beiträge oder sinkende Renten geschehen. Deutschland benötigt also als Alternative – je nach Szenario – zwischen etwa 300.000 und 500.000 Zuzügler aus Staaten, die nicht zur EU gehören. Von dieser Zahl sind wir derzeit meilenweit entfernt. Soweit die Studie.
Es ist also in unserem eigenen Interesse nötig, dass wir die Zuwanderung regeln. Darüber debattieren auch die verschiedenen Parteien im Bundestag mit recht unterschiedlichen Konzepten. Die konservativen Parteien wollen dies eher strikt und eng regeln, die Linken ganz ohne Regeln auskommen. Grüne und SPD bevorzugen ein (unterschiedliches) Punktesystem nach kanadischem, australischem oder nordeuropäischem Vorbild. Ich meine, dass über diese Regelungen hinaus mannigfaltige Anstrengungen nötig und sinnvoll sein werden, diese Menschen bei uns zu integrieren. Andererseits dürfen wir nicht die überhebliche Haltung einnehmen, dass diese Menschen von uns alles übernehmen müssen. Vielmehr gilt es, deren Kompetenz, deren andere Lebenssicht (und wohl auch Glaubenssicht) sowie deren Kultur als eine Bereicherung unseres Lebensgefühls zu entdecken.
Wer die Studie lesen will, findet sie auf der Homepage der Bertelsmann-Stiftung: www.bertelsmann-stiftung.de/themen/aktuelle meldungen.
Filed under Allgemein
Ostergruß 2015
Zu Ostern möchte ich Ihnen einen Text von Yogananda vorstellen. Yogananda war ein indischer Mystiker und lebte von 1893 – 1980. Er schreibt:
Der Tod lehrt uns, dass wir uns nicht an das Vergängliche klammern. Deshalb ist der Tod unser Freund. Wir sollen über die Verstorbenen nicht zu lange trauern. Der weise Mensch sucht die Verstorbenen im Herzen des Ewigen. Was er im irdischen Leben verliert, bekommt er im ewigen Leben zurück.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest voller Auferstehungsfreude, die lange in Ihren Alltag hineinstrahlen möge. So können wir vielleicht manche schwierige Lebenslage leichter ertragen, wenn wir im Blick haben, dass am Ende das Leben steht, das Leben bei und mit Gott.
Filed under Allgemein