Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir uns der göttlichen Gegenwart in unserem Leben mehr bewusst werden wollen. Dazu wollen meine Impulse in diesem Jahr wieder hilfreich sein.
Was hören Sie gerade? Jetzt, in diesem Moment? Versuchen Sie mal, alle Geräusche zu identifizieren. Und nehmen Sie sich dafür ruhig eine Minute Zeit.

Und? Was haben Sie gehört?
Können Sie sich Orte vorstellen oder Zeiten, an denen nichts zu hören ist? Nichts, absolut nichts? Das ist heutzutage kaum vorstellbar.
Da, wo ich wohne, ist es nachts still. Kein Auto, keine Stimmen, kein Tier.
In einer Kirche ist es still.
Aber wenn es um mich herum ganz still ist, höre ich meinen Atem.
Wenn ich selber ganz still da sitze und nichts tue, höre ich meinen Atem noch viel besser.
Mein Atem kommt und geht – kommt und geht.
Meine Gedanken kommen und gehen – kommen und gehen.
Meine Erinnerungen kommen und gehen – kommen und gehen.
Meine Gefühle kommen und gehen – kommen und gehen.
Wie ist es für Sie, wenn Sie sich dafür bewusst Zeit nehmen?
Wie lange halten Sie das aus? Vielleicht sind am Anfang drei Atemzüge lang.
Vielleicht braucht es eine gewisse Übung.
Wie geht es Ihnen dabei?
Vielleicht bekommen Sie Lust, das öfter auszuprobieren – auch mal mitten am Tag, zwischendrin.