4. Fastenwoche
Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der wir uns der göttlichen Gegenwart in unserem Leben mehr bewusst werden wollen. Dazu wollen meine Impulse in diesem Jahr wieder hilfreich sein.
„Hier bin ich, Gott, vor dir, so wie ich bin“
Bei diesem Satz muss ich gar nichts tun. Ich muss nicht handeln, ich muss nicht aktiv sein, ich muss nichts sagen. Ich muss noch nicht einmal beten.
Da sein ist das einzige.
Und doch so schwer.
Da sein hier im Raum. Nicht woanders sein – mit den Gedanken, mit den Gefühlen.
Schauen Sie sich mal um in dem Raum in dem Sie sich im Moment befinden. Was sehen Sie? Was riechen Sie? Was hören Sie?
Sie sitzen jetzt und schauen auf Ihren Bildschirm. Sie lesen das gerade.
Was ist, wenn Sie Ihr Handy mal für eine kurze Zeit weglegen? Oder den PC zuklappen?

Einfach da sein. Nur da sein. Ausschließlich da sein.
Mit all den Gedanken und Gefühlen, die so an die Oberfläche des Bewusstseins kommen.
Einfach da sein. Ich bin da.
Ich bin da. So heißt der Gott der Bibel. Gott ist da. Gott ist der „Ich bin da“.
Gott ist da – und ich bin da. Wir zwei.
Niemand sonst. Niemand, der stört. Niemand, der Ansprüche stellt. Niemand, der was will.
Ich bin da – und darf einfach nur für ein paar Momente da sein.
Ich darf mir diese paar Momente gönnen.
Ich darf mir mich selber gönnen.
Ich darf mir Gott gönnen.
Ich darf mich Gott gönnen.
Für ein paar Momente.
Bevor es weitergeht mit dem normalen Alltag.