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Ausbildung zum Altenpfleger

In dieser Woche war in der Zeitung zu lesen, dass es jetzt mehr Interessenten für den Beruf des Altenpflegers gebe. So erfreulich das ist – mir scheint das noch keine Trendwende zu sein. Der Bedarf ist zudem noch um einiges  höher und kann so schnell gar nicht aufgefangen werden. Zumal die, die jetzt mit ihrer Ausbildung anfangen, erst in einigen  Jahren volle Arbeitskräfte sein werden. Ich denke, der wichtigste Anreiz wäre eine angemessene Bezahlung, von der man (Mann? Frau?) auch eine Familie ernähren kann. Da wird vielleicht der Mindestlohn etwas nützen, selbst wenn dadurch die Pflege teurer wird.

Die Arbeit als Altenpfleger/in ist sicher sehr aufreibend. Sie erfordert ein hohes Maß an Kraft, an Aushalten belastender Situationen, an fachlicher und auch menschlicher Kompetenz. Leider werden immer nur die Übergriffe und Entgleisungen beschrieben und nie, mit wie viel Freundlichkeit und oft auch Gelassenheit PflegerInnen ihre Arbeit an und mit den alten Menschen tun. Ich kann mir auch vorstellen, dass Bewohner einem ans Herz wachsen, besonders, wenn man deren Lebensgeschichte kennt und mitkriegt, was der- oder diejenige schon alles bewältigt hat. Aber dazu braucht es halt immer auch Zeit. Die fehlt aber oft, weil die Personaldecke in den Heimen eher dünn ist, weil es viel Arbeit zu tun gibt, weil auch Pausen nötig sind zum Regenerieren.

So möchte ich gerne viele ermutigen, sich in der Pflege ausbilden zu lassen. Es ist anstrengend und manchmal frustierend, es tut weh, wenn jemand stirbt. Aber die Arbeit kann auch sehr viel Lebenssinn, Lebenserfahrung, Trost und Kraft vermitteln.

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Gedanken zum Erinnern an den 1. Weltkrieg

In den vergangenen Wochen wurde immer wieder an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erinnert. Vor allem stand die politische und die militärische Entwicklung im Vordergrund. Erst allmählich richtet sich der Blick der Erinnerung weg von einer von Heldentum und Siegermentalität geprägten Sichtweise hin zu den Opfern dieses Krieges – den Gefallenen, den Verwundeten, den Hungernden, den obdachlos Gewordenen, den heimatlos Gewordenen. Sie zählen oft zu den vergessenen Schicksalen und werden so ein zweites Mal „geopfert“ – nämlich auf dem Altar des Vergessenes und Verdrängens. Wie anders würde Geschichte erzählt und vermittelt werden, wenn wir die Geschichte sozusagen von unten betrachten würden, aus der Perspektive der kleinen Leute, die immer diejenigen sind, auf deren Kosten alles abläuft. Wieviel mehr würde die Sinnlosigkeit und die Perspektivelosigkeit solcher Unterfangen deutlich werden, wenn wir auf das Leiden der Menschen schauen.

Die Älteren unter uns könnten so eine Leidenserinnerung sicher erzählen, denn wenige werden den Zweiten Weltkrieg als Sieger erlebt haben. In den Blick geraten würde das Zerschlagene, Zerronnene, Zerstörte, in den Blick geraten würden Schmerz und Leid und Trauer. Im Leiden wären viel mehr Menschen vereint als in der Großartigkeit des Siegers. Im Blick auf das Leiden wären auch heute noch die Völker im Krieg vereint, die sich feindlich gegenüberstehen: Israelis und Palästinenser, Ukrainer und Separatisten, Iraker und Islamisten. …

Allerdings setzt das voraus, dass wir uns alle nicht mehr mit dem „Siegen“ und dem „Gewinnen“ identifizieren, sondern uns in unserer Begrenztheit, in unserem Leiden, in unserer Bedürftigkeit und auch Schwäche annehmen. Und das wäre wohl der Quantensprung, der notwendig ist. Vielleicht kann das Erinnern dieser Tage ein Anlass dafür sein?!

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Tipps für Rollatoren

Bei der Seniorenliga gibt es Tipps für den Kauf und den Umgang mit Rollatoren. Es war für mich auch sehr interessant zu lesen, auf was man alles achten muss/ kann und welche Vielzahl von weiteren Hilfsmöglichkeiten es bei Rollatoren gibt. Auch was die Einstellungen und die Fahrweise von Rollatoren angeht, finden sich auf der Internetseite der Seniorenliga viele Hinweise.

Hier der Link dazu: http://www.mobil-mit-rollator.de/

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Gedanken zum Urlaub

Jetzt beginnt wieder die Urlaubszeit – Zeit für Erholung und Entspannung nach einem Jahr voller Arbeit, Mühen, Stress und vielleicht auch verbunden mit Konflikten und Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz. Es gab Erfolge und Scheitern, Fehler und auch die Erfahrung von Erfüllung. Mit all dem ist jetzt für eine Zeit lang Schluss.

Auch die Bibel kennt Zeiten der Erholung. Schon der erste Schöpfungsbericht sagt, dass Gott am Ende seiner Schöpfung ausruht. Das ist übrigens der erste Tag für den Menschen: ein Ruhetag! Jesus ruhte auch immer wieder aus und zog sich zurück (an einen einsamen Ort).

Auch später gab es durch Bernhard von Clairvaux die Empfehlung an Past Urban, er solle sich täglich eine halbe Stunde Zeit für sich nehmen – außer wenn er viel zu tun habe. Dann soll er sich eine ganze Stunde Zeit nehmen für sich.

Wir Menschen leben von der Unterbrechung des Alltags. Das Wirtschaftsdenken macht es allerdings immer schwerer, das durchzuhalten. Nur wenige Firmen wissen, das sich der kurze Mittagsschlaf der Beschäftigten rechnet, weil danach die Arbeitsleistung höher ist.

Urlaub und Freizeit zu genießen, ist eine Kunst. Von den Demenzkranken lerne ich, im Augenblick zu leben, das Jetzt zu erleben mit allen Sinnen, sich auf diese Sekunde einzulassen.

Ich wünsche allen eine erholsame Zeit und viele Momente des Glücks und der Freude!

 

 

 

 

 

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Ausbildung zur Altenpflege

In der heutigen Ausgabe des „Mühldorfer Anzeiger“ wird in einem ganzseitigen Artiekl über die Situation in der Ausbildung zur Altenpflege berichtet. Es gibt immer weniger junge Menschen, die sich in der Altenpflege ausbilden lassen. Grund dafür sind die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung, die belastende Arbeit (etwa auch im Schichtbetrieb) und die miserable Bezahlung, die es schwer macht, eine Familie zu ernähren. Schon jetzt seien – so der Mühldorfer Anzeiger – etwa die Hälfte der Ausbildungsplätze unbesetzt. Nach dem 4. Altenbericht der Bundesregierung wird sich die Lage nochmals dramatisch verschärfen und ist kaum noch aufzuholen. Im Landkreis Mühldorf werden etwa 30 „Vollzeitäquivalente“ fehlen, dass sind auf volle Stellen umgerechnete Planstellen. Das bedeutet, das es wesentlich mehr Altenpfleger braucht, um diese „Vollzeitäquivalente“ zu erfüllen.  Grund dafür ist neben den oben geschilderten Bedingungen auch die Zunahme der pflegebedürftigen Senioren, wenn die Baby-Boomer-Jahrgänge alt sind. Um dies wenigstens annähernd aufzuholen, braucht es jetzt die Weichenstellungen für die Ausbildung.

Aus eigener Anschauung weiß ich, wie belastend und belastet die Arbeit der Altenpflegerinnen und Pflegehelferinnen ist (meistens sind es ja Frauen, aber dasselbe gilt natürlich auch für die Mäner). Das ist kräftezehrend und im Normalzustand schon kaum zu schaffen. Die Erkrankung oder der Urlaub von Mitarbeitern stellt viele Altenheime und deren Personal vor zusätzlichen, oft nur schwer aufzufangenen Herausforderungen. Wichtig und notwendig sind die Anerkennung für diese Arbeit durch Lob und Respekt. Dass es auch einer Entlohnung bedarf, die der Arbeit angemessen ist, muss leider auch noch betont werden, da selten schon realisiert.

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Die Gerechtigkeit Gottes

Bei einem Glaubensgespräch mit Senioren haben wir uns über die Gerechtigkeit Gottes unterhalten.

Die einen sahen die Gerechtigkeit darin, dass Gott das Gute belohnt und das Böse bestraft und haben sich auf Mt 25, 31-46 berufen, das Weltgericht.
Andere betonten, dass Gott jedem einzelnen Menschen gerecht wird und dabei das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg vor Augen gehabt (Mt 20, 1-16).
Einer hat gesagt: „Die Gerechtigkeit Gottes gleicht das aus, was fehlt.“
Von diesem letzten Gedanken ausgehend, haben wir überlegt, dass Gott jedem Menschen das gibt, was er zur ewigen Seligkeit braucht: dem einen Gnade und Barmherzigkeit; dem zweiten das Empfinden für das Leiden, das er anderen zugefügt hat; dem dritten vielleicht die Kraft zur Versöhnung, dem vierten Sicherheit und Geborgenheit; dem fünften vielleicht all die Antworten auf die ungeklärten Fragen etc.

 

Für mich immer wieder erstaunlich, auf welch ungewöhnliche Antworten Menschen kommen (eine Erfahrung, die ich auch als Gemeindeseelsorger immer wieder machen konnte). Selbst im hohen Alter, selbst bei eingeschränktem Verstand, gibt es doch ein tieferes Verstehen, ein innigeres Verständnis, einen außergewöhnlichen Zugang zum Bereich des  Göttlichen, von dem ich, der Jüngere, gerne profitiere und es auch an andere – SIE! – weitergebe.

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Marie Luise Kaschnitz: Adam und Eva

Gestern bin ich auf eine kleine Erzählung gestoßen: „Adam und Eva“ von Marie Luise Kaschnitz.

Darin beschreibt sie das Erstaunen Adams über die Entdeckung, dass er einmal sterben werde. Unsicherheit und Angst machen sich bei ihm breit und verschließen ihm den Mund. Als er sich schließlich eines Nachts aufraffen kann, um mit Eva zu reden, entdeckt er, dass sie das schon lange weiß. Alle seine Sorgen, alle seine Zweifel hat sie schon durchlebt und ist zu großer Gelassenheit gelangt. Das hilft dann auch Adam, wieder von Herzen lachen zu können.

Mir hat diese Geschichte deshalb so gut gefallen, weil sie auch bei mir wieder mal diese Gelassenheit bestärkt hat, dass ich den Tod nicht fürchten muss, sondern auf das Paradies, das Himmelreich, die Nähe Gottes vertrauen darf.

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Wohnen im Alter – ein Positionspapier der bagso

Die bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft für Seniorenorganisationen) stellt auf ihrer homepage ein Positionspapier vor. Darin fordert sie einen senioren- und behindertengerechten Ausbau von Wohnraum, die Förderung von sozialem Umfeld und Infrastruktur, die es den Älterwerdenden erlaubt, möglichst lange in den bisherigen vier Wänden zu bleiben. Auch das Thema Mobilität ist – gerade auf dem Land – ein wichtiges Thema. Hier macht die bagso Vorschläge zu einer bedarfsgerechten Form.

Wer sich genau informieren will, hier ist der Link dazu:

http://www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/PM/2014/BAGSO_PM_12_2014_BAGSO_Positionspapier_Wohnen_im_Alter.doc

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Altern im Konflikt zwischen Planung und Spontanität

Prof. Andreas Kruse ist Vorsitzender der Kommission, die den nächsten Altenbericht der Bundesregierung erstellen wird. Bei der Tagung der Bagso im letzten Jahr unter dem Titel „An die Zukunft denken“ hielt er einen bemerkenswerten Vortrag über „Altern im Konflikt zwischen Planung und Spontanität“. Hier ist der Link, auf dem Sie den knapp einstündigen Vortrag hören können: http://youtu.be/kZjep326RlM.

Zum Nachdenken hat mich dabei u.a. die Abwägung zwischen der Planbarkeit menschliches Lebens etwa in der Patientenverfügung einerseits und andererseits dem Erhalt der Würde, wie sie sich im Zwischenmenschlichen widerspiegelt, gebracht.

 

 

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Multiplikatorenausbildung für Generationenarbeit

Aus der Seniorenpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat in München erreichte mich eine Ausschreibung für eine Multiplikatorenausbildung in der Generationenarbeit. Sie ist für Ehrenamtliche gedacht, denen ein Miteinander von jung und alt am Herzen liegt. Frau Faust schreibt:

„…immer wieder ist ein gelingendes Miteinander der Generationen in Pfarrei und Gemeinde Thema in den Treffen der Arbeitskreise Seniorenarbeit. Im Rahmen der Initiative „ganz jung. ganz alt. ganz ohr.“ wurde ein Konzept entwickelt und erprobt, das sich dieses zum Ziel macht. 
Ehrenamtliche und hauptberuflich tätige Mitarbeiterinnen aus den Bereichen, Kirche, Kommune, Politik, Jugendarbeit, Seniorenarbeit,  Bildung und Pflege sind eingeladen sich als Mentor_in oder Multiplikator_in ausbilden zu lassen und Möglichkeiten der Umsetzung zu erproben.
Auf Grund eines Schnuppertrainings, das ich vor kurzem genießen durfte, kann ich sagen „sehr empfehlenswert“.

Die Qualifizierung umfasst mehrere Tage und beginnt im Februar 2015 an drei unterschiedlichen Orten in Bayern. Weitere Erstinformationen:

Inhalte:
• Grundlagen der Generationenarbeit
• Aufbau von ressourcenorientierten Netzwerken
• Moderation, Präsentation, Projektieren und Planen
• Best-Practice-Beispiele
• Materialien in der Generationenarbeit
Zielgruppen
• Ehrenamtliche und hauptberufliche MitarbeiterInnen aus den Bereichen Kirche, Kommune, Politik, Jugendarbeit, Bildung, Seniorenarbeit, Pflege …
Organisation
• 6 tägige Qualifizierung ab Februar 2015
• 3 Kursorte: Regensburg, Pappenheim und Ingolstadt
Informationen
• Martina Jakubek, Amt für Gemeindedienst der Evang. Landeskirche
www.afgelkb.de/arbeitsfelder/altersarbeit
• Michael Schmidpeter, Seniorenpastoral Bistum Eichstätt
http://www.bistumeichstaett.de/altenarbeit
 
Termine 2015
Kurs PAPPENHEIM, Evang. Bildungs- und Tagungszentrum
  • Do. 05.02.2015 –  Fr. 06.02.2015 – Di. 10.02.2015 – Mi. 11.02.2015 – Mo. 23.03.2015 – Di. 24.03.2015
Kurs REGENSBURG, Kath. Akademie
  • Mo. 12.03.2015 – Di. 13.03.2015- Mo. 27.04.2015 – Di. 28.04.2015 – Do. 25.06.2015 – Fr. 26.06.2015
Kurs INGOLSTADT, Pfarrheim
  • Fr. 08.05.2015 – Sa. 09.05.2015 – Sa. 13.06.2015 – Sa. 11.07.2015 – Sa. 18.07.2015 – Mo. 21.09.2015
 

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